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Diplomarbeit - HBLFA Raumberg-Gumpenstein

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Academic year: 2023

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Einleitung und Zielsetzung

Bewirtschaftung und Pflege von Golfplätzen am Beispiel des GCC Schloss

  • Düngung und Pflege der Greens
  • Düngung und Pflege der Tees
  • Düngung und Pflege der Fairways
  • Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  • Bewässerung

Darüber hinaus gilt die EU-Richtlinie 2009/128/EG (Cross-Compliance-Verordnung zum Pflanzenschutz), die Die Bestimmungen des Agrarrechts-Änderungsgesetzes 2013 und der einschlägigen EU-Richtlinien (z. B. EU-Nitratrichtlinie 1991) sind zu beachten und einzuhalten. Die Grünflächen werden 4-5 Mal pro Woche gemäht und die Spielplätze 2-3 Mal pro Woche mit einer Rasenwalze behandelt.

Um das Stroh in der Rasenschicht aufzubrechen und den Krankheitsdruck zu verringern, wird fünfmal im Jahr eine Vertikutierung durchgeführt. Pflanzenschutzmittel müssen in einem sogenannten „Pflanzenschutzmittelprotokoll“ detailliert erfasst werden und dieses Protokoll unterliegt einer 3-jährigen Aufbewahrungsfrist (siehe Anlage 8). Die zweite Behandlung fand am 8. November statt, wobei das Mittel Rovral WG mit einer Aufwandmenge von 1,5 kg pro Hektar eingesetzt wurde.

Aufgrund des heißen Sommers im Jahr 2013 waren für die Bewässerung 1.720 Bewässerungsstunden erforderlich. Das Prozesswasser wird aus den beiden Speicherbecken mit einem Fassungsvermögen von 6.000 m³ gepumpt.

Material und Methodik

  • Erhebung Klima- und Wetterdaten
  • Quantifizierung der Teilflächen
  • Erhebung des Betriebsmitteleinsatzes
  • Ertrags- und Qualitätserhebungen
    • Erhebungen auf den Greens
    • Erhebungen auf den Tees
  • Nährstoffbilanzierung

Im Zeitraum von Ende März bis Ende Oktober wurden alle Abschläge und Grüns auf dem Golfplatz Schloss Pichlarn insgesamt dreimal beprobt. Auf Basis dieser drei Erhebungen wurden der Gesamtertrag und der Gesamtnährstoffentzug für den Nutzungszeitraum des Golfplatzes von Ende März bis Ende Oktober 2013 hochgerechnet. Die Ernte erfolgte mit Hilfe der verfügbaren Schneidgeräte von des Golfplatzes, die sogenannten Grünschneider, deren Sammelkörbe in einen ausreichend großen Plastikbehälter entleert wurden.

Am LFZ Raumberg-Gumpenstein wurden 500 g einer repräsentativen Probe entnommen und auf die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium untersucht. Da das Grün zu dieser Jahreszeit täglich geschnitten wird, handelt es sich immer um einen Tageszuwachs. Die Probenahme wurde somit auf einen Gesamtzeitraum von 76 Tagen (vom ersten Schnitt bis zur Mitte zwischen der 1. und 2. Probenahme) verteilt.

Die Ermittlung der Ertrags- und Qualitätsdaten erfolgte wiederum nach dem unter 3.4.1 beschriebenen Verfahren mit den in den Abbildungen 1 und 2 angegebenen Zeiträumen. Von den Flächen, aus denen das Schnittgut entnommen wurde, wurde das Material erfasst, hauptsächlich Grün- und Stängel Menge und von wo

Abbildung 1: Zeitschema der Beprobungen der Greens
Abbildung 1: Zeitschema der Beprobungen der Greens

Ergebnisse und Diskussion

Klima- und Wetterbeschreibung

Quantifizierung und Darstellung der Teilflächen

Zum Zeitpunkt der Recherche war der Golfplatz GCC Schloss Pichlarn noch ein PAR-72-Platz, doch die Löcher 6 und 12, die ursprünglich PAR-5-Löcher waren, wurden nun auf PAR 4 geändert. PAR steht für Professional Average Result. und gibt das an Anzahl der Schläge, die ein Golfprofi durchschnittlich benötigt, um den Ball in ein Loch auf dem entsprechenden Fairway zu schlagen.

Tabelle 1: Größe der einzelnen Spielbahnen bzw. deren Teilflächen in m²
Tabelle 1: Größe der einzelnen Spielbahnen bzw. deren Teilflächen in m²

Ertrags- und Qualitätserhebungen

  • Trockenmasseertrag
    • Greens
    • Tees
  • Rohproteingehalt und N-Entzug
    • Greens
    • Tees
  • Phosphorgehalt und Phosphorentzug
    • Greens
    • Tees
  • Kaliumgehalt und Kaliumentzug
    • Greens
    • Tees

Im Gegensatz zur Landwirtschaft geht es bei der Bewirtschaftung von Golfplätzen sicherlich nicht darum, möglichst hohe Erträge und eine gute Lebensmittelqualität zu erzielen, sondern vielmehr um die Bereitstellung optimal bespielbarer Flächen für den Golfsport. Im Gegensatz zu den Grüns war die Wachstumsrate der Abschläge bei der zweiten Befragung am höchsten, lag jedoch insgesamt auf einem deutlich niedrigeren Niveau (mit einer Ausnahme in Gruppe 18 in der dritten Beprobung) (Abbildung 6 und Tabelle 3). Die Trockenmasse betrug bei der ersten Probenahme 15,9 kg/ha, bei der zweiten Probenahme 24,7 kg/ha (sehr ähnlich wie bei Grünpflanzen) und bei der letzten Probenahme Anfang Oktober nur 8,8 kg/ha.

Die niedrigsten Werte wurden bei der ersten Probenahme ermittelt, die höchsten Werte bei der letzten Messung im Herbst. Durch Verknüpfung des jährlichen TM-Ertrags (= TM-Ertrag/Tag x Wachstumsperiode in Tagen; siehe Punkt 3.4.1) und dem jeweiligen XP-Gehalt kann der XP-Ertrag/ha und das Jahr berechnet werden. Teilt man dies durch 6,25 (was dem Stickstoffgehalt von XP entspricht), erhält man den jährlichen Stickstoffertrag/ha und Jahr.

Dieser Wert entspricht nach der Schnittholzentfernung der Flächen auch der N-Entnahme in kg/ha und Jahr, die dann zur Ermittlung der Stickstoffbilanz herangezogen wird. Der jährliche Stickstoffentzug aus einzelnen Grünflächen schwankt zwischen 200 kg und 350 kg/ha pro Jahr und spiegelt damit auch die starke Schwankung des TM-Ertrags und des Rohproteingehalts wider. Im Vergleich zu Grünpflanzen liegt die jährliche Stickstoffentfernung aus Tee auf einem geringeren Niveau zwischen 100 und 300 kg/ha (Abbildung 10).

Die P-Gehaltswerte schwanken zwischen durchschnittlich 4,3 g bei der ersten Probenahme und 9,1 g/kg TM bei der zweiten Probenahme (Abbildung 11). Die Nutzung der Grüns und Abschläge erfolgt in einem physiologisch sehr frühen Stadium, in dem dies noch nicht der Fall ist. Im Vergleich zu grünem Tee ist der P-Gehalt in der Teeernte deutlich geringer und erreicht einen Maximalwert von 6 g/kg TM.

Aufgrund der niedrigeren P-Gehaltswerte und geringeren Erträge sinkt auch die jährliche Phosphorentnahme deutlich auf maximal 30 kg/ha. Der Kaliumgehalt im Grünfutter liegt zwischen 22 und knapp 40 g/kg TM mit einem deutlichen Anstieg zwischen der ersten und den nächsten beiden Proben (Abbildung 15). Die Gehaltswerte der ersten Probenahme liegen etwa in der gleichen Größenordnung wie die der intensiv genutzten Kurzrasenwiesen und die der beiden anderen.

Der Kaliumentzug aus den Grünflächen liegt zwischen 115 und 225 kg/ha pro Jahr und weist wiederum große Schwankungen auf. Der Kaliumgehalt der Tees ist mit dem Grünen vergleichbar, wobei die niedrigsten Werte nicht bei der ersten, sondern bei der dritten Probenahme mit durchschnittlich knapp 23 g K/kg TS festgestellt wurden.

Abbildung 5: Trockenmasseertrag der Greens in kg je ha und Tag bei den 3 Erhebungen
Abbildung 5: Trockenmasseertrag der Greens in kg je ha und Tag bei den 3 Erhebungen

Nährstoffbilanzierung

  • N-Bilanz
    • Greens
    • Tees
  • P-Bilanz
    • Greens
    • Tees
  • K-Bilanz
    • Greens
    • Tees

Doch aufgrund der sehr unterschiedlichen Produktivität der einzelnen Grünpflanzen wird es sich bei der Düngung auf jeden Fall lohnen, dies zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass die Grünflächen mit einem offensichtlich sehr hohen Extraktionspotenzial mit einer reduzierten Menge an Nährstoffen gedüngt werden können, wobei die Auswirkungen auf die Grünqualität in diesem Fall natürlich sehr sorgfältig überwacht werden müssten. Der jährliche Stickstoffeintrag in die Tees betrug insgesamt 180 kg/ha, wobei keine Unterscheidung zwischen den einzelnen Teilgebieten vorgenommen wurde.

Knapp 2/3 der Tees im Jahr 2013 hatten eine positive Bilanz, d. h. es wurde mehr Stickstoff zugeführt als über die Ernte. Der überschüssige N auf den Abschlägen ermöglicht eine schnellere Regeneration der Abschlagoberflächen bei Beschädigung durch Schläge. Die P-Entnahme aus allen Grünflächen lag unter der zugeführten P-Menge, sodass sich in der Bilanz nur positive Bilanzen für diesen Nährstoff ergaben.

Der berechnete Überschuss lag zwischen 15 und 35 kg P/ha pro Jahr, was aufgrund der geringen Phosphormobilität zu einer Anreicherung im Boden führen dürfte. Alle Teesorten, gleichmäßig gedüngt mit 100 kg P/ha pro Jahr, weisen aufgrund der geringen Extraktion eine stark positive P-Bilanz auf. Zur Vermeidung dieser Überschüsse, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, kann die P-Düngung deutlich reduziert werden.

Grünflächen, die im Jahr 2013 gleichmäßig mit 250 kg Kalium/ha gedüngt wurden, wiesen alle positive Kaliumbilanzen auf, die zwischen 26 und 137 kg/ha schwankten. Lediglich auf einigen Grünflächen wurden rund 200 kg Kalium/ha abgebaut, auf den meisten Flächen betrug der Abtrag rund 150 kg Kalium/ha. Dies könnte mit einer reduzierten Kaliumversorgung von rund 200 kg/ha und Jahr gewährleistet werden.

Bei den meisten anderen Teesorten ergaben sich Bilanzüberschüsse im Bereich von rund 100 kg Kalium/ha und Jahr.

Abbildung 19: Stickstoffbilanz der Greens
Abbildung 19: Stickstoffbilanz der Greens

Zusammenfassung

Die Phosphorbilanz zeigte, dass sowohl bei Grünpflanzen als auch bei Tees die Phosphordüngung reduziert werden kann, um einen Überschuss zu vermeiden. Theoretisch wäre dies möglich, in der Praxis wäre es jedoch sehr aufwändig und aus wirtschaftlicher Sicht sehr teuer. Aus den durchgeführten Umfragen geht hervor, dass weder Grün- noch Teesorten die mögliche Nährstoffaufnahme auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und professioneller Empfehlungen ausgeschöpft haben.

Abstract

Using the example of the golf course at Schloss Pichlarn Spa & Golf Resort, the annual use of inputs, mainly fertilizers and pesticides, was recorded and their site-specific allocation was collected. Furthermore, it was taken into account from which places the harvested material was removed and in which parts it was left as green manure. From those areas (greens and tees) from which the grass was removed, the harvested material was collected on three different dates in 2013.

The remaining area consists of rough, semi-rough and other less intensively loaded areas. Finally, only a small part of the total area of ​​the golf course is really intensively managed, namely the greens and fairways with a total of 1.3 ha (= 2.4%). The results of research on greens clearly show that the yield of the first sampling was the highest.

In contrast to the greens, the growth performance of the tea was the highest on the second sample. The nutrient balances indicated that the vegetables removed large amounts of nitrogen which were in any case higher than the amount of fertilized nitrogen applied at constant rates for all vegetables. However, on some of the teas, the nitrogen removal was lower than the applied amount of nitrogen, which therefore caused a nutrient surplus.

The phosphorus balance showed that phosphorus fertilization could be reduced on both the greens and tees to prevent a surplus. With a few exceptions, this was the same for potassium fertilization, where a reduction could be considered to prevent possible surpluses. To achieve an equivalent nutrient balance for each green and tee, an individual fertilization program of these intensively managed areas would be necessary.

Theoretically this would be possible, but it is not feasible from a practical and economic point of view. The results show that the fertilization levels for greens and greens were lower than the maximum possible limit which is given by the legal standards, respectively by the operations. Golf course operators are under considerable strain, and therefore it makes sense to optimize the input of expensive pesticides and fertilizers.

Literaturverzeichnis

Golfplatzbetreiber stehen unter erheblichem Druck, weshalb es sinnvoll ist, den Einsatz teurer Pestizide und Düngemittel zu optimieren. Der Grundsatz „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ gewinnt an Bedeutung und erfüllt sowohl ökonomische als auch ökologische Ziele. Bundesgesetz über Maßnahmen zum Schutz vor der Einschleppung von Schadorganismen in Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse sowie Grundsätze zum Schutz der Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen. Band 10, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart WASSERRECHTSGESETZ - WRG (1959): idF BGBl. 2013: Funktionen des Phosphors im Ökosystem, Bericht zum 18.

Anhang

Imagem

Abbildung 1: Zeitschema der Beprobungen der Greens
Abbildung 2: Zeitschema der Beprobungen der Tees
Abbildung 3: Klimadiagramm für den Standort Gumpenstein, 2013
Abbildung 4: GIS-Darstellung des Golfplatzes Schloss Pichlarn mit eingezeichneten Teilflächen   Fairways (=Spielbahnen) Greens (= Grüns)   Tees (= Abschlagflächen)
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Referências

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