Gramann, der bereits die österreichische Bewerbung um die EURO 2008 geleitet hatte, hatte gute Gründe zu hoffen, dass Österreich den Zuschlag bekommen würde: „Die EURO 2008 war für die UEFA die erfolgreichste aller Zeiten, sowohl organisatorisch als auch kommerziell. Catering, Sicherheitsfirmen, alles wird zentral für alle fünf Standorte ausgelagert, was uns viel Geld gespart hat.“ Die neue Regelung für Verträge für Freiberufler wurde drei Monate vor Inkrafttreten der EM eingeführt.
Fazit: In Graz musste die Tribünenanlage erneuert werden – was in der Styria Arena zu Mehrkosten von 150.000 Euro führte (90.000 wurden von der ÖHB abgezogen, der Rest vom Land und der Gemeinde). Hausleitner: „Wenn Österreich nicht in die Hauptrunde einzieht, fehlen einem sofort 300.000 Euro, denn ein Tag in der Stadthalle garantiert 150.000 Euro Ticketeinnahmen.“
MitVer- anstalter
Wenn die Deutschen nicht im Turnier bleiben, sitzen wir in Innsbruck in einer leeren Arena – das kostet uns pro Spieltag 100.000 Euro, insgesamt also 300.000 Euro“, zeigte sich Hausleitner hinterher deprimiert. Tatsache ist, dass die WM, die ursprünglich mit 1.556 Millionen Euro veranschlagt war (finanziert mit 500.000 Euro vom Bund, 300.000 Euro von der Stadt Wien und je 225.000 Euro von Innsbruck/Tirol und Graz/Steiermark), etwas teurer geworden ist. „Um fast 2 Millionen Euro höher ausfallen als geplant“, so Eschlböck, um die Kosten des Stadions für Ordnungsdienst, Rettungs- und Sicherheitskräfte zu unterschätzen.
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Auch Innsbruck, Graz und Wien blieben am Ball und wollten nur ein Jahr nach dem Spektakel im Handball einen Touchdown im Fußball erzielen – als Co-Gastgeber der American-Football-Weltmeisterschaft 2011. Alle, die dabei waren, waren begeistert“, resümiert Michael nach oben Eschlböck, seit 2003 Präsident des American Football Verbandes Österreich.
Laut einer Umfrage des Gesundheitsministeriums treiben nur 25 Prozent der Mädchen und 33 Prozent der Jungen Sport. Bei der Fußball-EURO 2008 stehen den Stadioninvestitionen von 111 Millionen Euro eine Wertschöpfung von 640,8 Millionen Euro und umgerechnet 11.781 jährliche Arbeitsplätze gegenüber (siehe Tabelle auf Seite 16). Laut Anna Kleissner, Studienautorin und Stellvertreterin
80 Prozent der positiven Effekte von Sportgroßveranstaltungen sind qualitative Effekte wie die Identitätsstiftung in einer Region, die Mobilisierung ehrenamtlichen Engagements oder der Aufbau von Know-how und Veranstaltungskompetenz in den Bereichen Beratung, Gastronomie, Bau, Sicherheit und Transport. Der Autor der Studie, Christian Helmenstein, errechnete aus den mikroökonomischen Auswirkungen der EURO 2008 allein für das Co-Gastgeberland Österreich einen Mehrwert von insgesamt 641 Millionen Euro. SportsEcon Austria (SpEA)-Chef Helmenstein verweist auf das Hauptergebnis der EURO 2008-Studie: „Ein großes Sportereignis kann tatsächlich einen statistisch signifikanten Effekt auf das nationale BIP haben – wenn auch nur im Zehntel-Prozentpunkt-Bereich.“
Im März wurde bei einem Treffen mit der UEFA-Exekutive in Istanbul der Zuschlag für die Ausrichtung der Endrunde der UEFA U21-Europameisterschaft 2015 vor Österreich vergeben.
Von bewerbungen
Die Auslosung der endgültigen Paarungen der acht Mannschaften war ebenfalls für Dezember 2014 in Wien geplant. Der Österreichische Fußballverband hat einen Antrag bei der UEFA eingereicht, ebenso wie Ungarn, Wales, Griechenland, Portugal und Russland.
Darin ist festgelegt, dass der Bund den Sport bei Projekten von internationaler und nationaler Bedeutung unterstützt. Sportveranstaltungen von internationaler Bedeutung, wie z. B. Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Sportveranstaltungen von nationaler Bedeutung, wie z. B. die Österreichischen Meisterschaften. Da Sportangelegenheiten in die Verfassungskompetenz der Länder fallen, obliegt die Finanzierungskompetenz in erster Linie dem Bund auf der Grundlage des Artikels 17 der Bundesverfassung („private Verwaltung“).
Vorrang müssen jene Projekte haben, die zum Schutz des Ansehens Österreichs im Sportbereich notwendig sind.
- bewerbung: Um aus Bundessport- fördermitteln „förderbar“ zu sein, muss
- absprache: Parallel zur Bewerbungs- initiative tritt der/die Fördernehmer/in
- Ministerrats-Vortrag: Immer dann vonnöten, wenn mehrere Ministerien
- fördernehmerinnen-check: Mit wem wird der Fördervertrag abgeschlossen –
Jedes Jahr finden in Österreich Hunderte von großen Sportereignissen statt – von der nationalen Eisschießmeisterschaft bis hin zu internationalen Großveranstaltungen wie dem Finale des alpinen Ski-Weltcups. Welt- und Europameisterschaften im Breitensport, d.h. Wer in die Bundessportorganisation (BSO) aufgenommen wird, hat grundsätzlich Anspruch auf Bundesförderung. Mit Ausnahme von Profisportaktivitäten wie Golf, Surfen oder Beachvolleyball, da das Gesetz ausdrücklich die Förderung des Amateursports zum Ziel hat.
Eine geplante Antragstellung für eine sportliche Großveranstaltung in Österreich muss dem Sportministerium mitgeteilt werden. Der Förderempfänger benötigt ein Empfehlungsschreiben des Bundes mit dem Wunsch, eine Budgetfinanzierung angeboten zu bekommen. Traditionell beträgt die Finanzierungslücke zwischen Bund, Ländern und Kommunen jeweils ein Drittel, aufgrund finanzieller Engpässe in den Kommunen schwankt das Verhältnis jedoch von Fall zu Fall.
Mit wem wird der Sponsoringvertrag geschlossen? Wurde der Sponsoringvertrag abgeschlossen? Mit der Stadt, dem Land oder einer eigens für die Veranstaltung geschaffenen Organisation.
Vertragsentwurf: Detailverhandlungen der VertragspartnerInnen und behörd-
Vertragsunterzeichnung: Inkrafttreten der Vereinbarung, Fließen der vertraglich
Dieses Privileg werden wir voraussichtlich noch sehr, sehr lange genießen dürfen“, zieht Peter Bayer, OK-Chef der Olympischen Jugendspiele 2012 in Innsbruck, eine sichtlich zufriedene Bilanz. „Diese Spiele waren äußerst erfrischend“, sagte IOC-Präsident Jacques Rogge mündlich, als er Rosen überschüttete – für die erfrischend authentischen, sympathischen und Tiroler Winter-Jugendspiele der Superlative. Die operative Durchführung der Veranstaltung mit 100.000 Zuschauern kostete weniger als die beeindruckende Eröffnungsfeier der vorangegangenen ersten Sommerjugendspiele in Singapur.
Doch darauf legten die diskreten Organisatoren keinen Wert, ebenso wenig wie auf die Anwesenheit mondäner Scheichs aus Kuwait, Katar und eines saudischen Prinzen, Spitzenunternehmer mit mehr als 30.000 Mitarbeitern und insgesamt zehn gekrönten Häuptern aus aller Welt. „Niemand hat sich nach vorne gedrängt“, sieht der OK-Chef darin als Sinnbild dieser Spiele. Mehr als 100.000 Besucher, 1.000 Sportler, zwei Wochen Freundschaft, Respekt und Bestleistungen – unter anderem mit einem Alpinmeister aus Marokko.
Es stellt sich die Frage: Wie wichtig war der Organisationskostenbeitrag des Bundes in Höhe von 5 Millionen Euro für den Erfolg der Winterjugendspiele 2012?
Ohne die Unterstützung der Bundesregierung und insbesondere von Minister Darabos – in seiner Doppelrolle als Sport- und Verteidigungsminister – wären die Spiele in dieser Form nicht möglich gewesen“, versichert YOGOC-Chef Bayer. Ohne das österreichische Bundesheer hätten wir die Spiele weder starten noch beenden können.“ Vom Schneeschaufeln über den Transport bis hin zur Verpflegung der Funktionäre und Sportler, die in Kühtai geschneit hatten. „Internationale Vorzeigeleistungen, die von allen Verbänden hoch gelobt wurden“, freut sich OK-Chef Bayer, „wir haben Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen, die es in dieser Form nirgendwo in Europa gibt.“
Sogar der Leiter des OK für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi lobte die Effizienz und das Niveau der Organisation. Bayer: „Auch ohne die Details der Studie zu kennen: Der Return on Investment ist auf jeden Fall um ein Vielfaches höher!“ „Abgesehen von der körperlichen und geistigen Erschöpfung war es eine unbezahlbare Erfahrung“, gibt Bayer mit deutlichen olympischen Augenringen zu, „wir konnten mit den Top-Experten des IOC und der internationalen Sportverbände zusammenarbeiten.“
Für Bayer besteht kein Zweifel daran, dass viele YOG-Athleten in Innsbruck das Rüstzeug für eine internationale Karriere erhalten haben: „Ich bin überzeugt, dass einige dieser 1000 jungen Leute bald für Furore sorgen werden.“
- die gesellschaftliche grundstimmung zum thema spitzensport in Österreich?
- die sportförderung in Österreich nehme ich persönlich wahr als?
- die bedeutung von sport-großevents?
- die generelle Qualität von groß-sport- events in Österreich?
- die Veranstaltungs-Qualität der yog in innsbruck?
- der nachhaltigkeits-effekt von groß- sportveranstaltungen?
- die sportpolitik in Österreich?
Aber als Bürger habe ich – insbesondere in den letzten Monaten – nur gute Erfahrungen mit dem Sportministerium, dem Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter und den an den Jugendwinterspielen beteiligten Gemeinden gemacht. Man hätte bei vielen Gelegenheiten mehr daraus machen können – insbesondere was die Integration der Bevölkerung angeht. Ich bin voreingenommen, aber wir haben vor, während und nach den Spielen nur Glückwünsche mit einem Chapeau erhalten.
Ich würde vorschlagen, dass wir uns einen Kriterienkatalog für Österreich überlegen: Was zu uns passt. Was die EURO selbst angeht, denke ich, dass die Erwartungen im Vorfeld zu hoch gesetzt waren. Wir haben hier bei den Jugendspielen gesehen, wie engagiert und mit welchem Herzen die verantwortlichen Politiker bei der Sache waren.
YOGOC-Chef Peter Bayer: „Wir durften mit den besten Experten des IOC und internationaler Sportverbände zusammenarbeiten.“
Obwohl Österreich geografisch gesehen ein kleines Land ist, sind die Kompetenz und das Vertrauen, die wir in der Welt des internationalen Sports genießen können, unübertroffen.
Sie brachten 30.000 Menschen ins Stadion, mobilisierten 1.050 Freiwillige und sendeten 18 Stunden und 42 Minuten im ORF. „Beim Finale hatten wir bis zu 110.000 Fernsehzuschauer – für uns unvorstellbare Zahlen“, schwärmt der gelernte Fußballlehrer. Der Haushalt, unterstützt durch Mittel von Bund, Ländern und Kommunen mit jeweils 100.000 Euro, wurde auf 760.000 Euro geschätzt.
Verpflegung und Unterkunft für die 14-köpfige Delegation aus 12 Nationen verschlangen mit 220.000 Euro den Löwenanteil, 50.000 Euro für ehrenamtliche Helfer und 100.000 Euro für die professionelle Unterstützung durch eine Eventagentur. Und weil man mit der hart umkämpften U18/U21-Europameisterschaft nur eine Jiu-Jitsu-Weltmeisterschaft im Doppelpack bekommt, organisierte der JJVÖ diese Junioren-Europameisterschaft 2010 mit vorbildlichem Engagement. Seltsam, aber auch nicht typisch für den teilweise obsessiven Einsatz örtlicher Sportfunktionäre für die Förderung ihres Sports: Um die 80.000 Euro Hotelrechnung im Voraus zu bezahlen, hatte Takacs 40.000 Euro aus den Ersparnissen seiner Frau „geliehen“ – noch ohne je 30.000 Euro von der Stadt Wien und der Bund haben definitiv erhalten.
Mit der beantragten Förderung von 170.000 Euro möchte Takacs Österreich als erfolgreiche Kampfsportnation und Turnierdestination positionieren.
Es bezieht sich ausschließlich auf den Bau von Sportanlagen, Subventionen für die Fußballweltmeisterschaft gibt es nicht. Beim Nachtslalom haben wir regelmäßig mehr als 40.000 Fans, beim Weltcup erwarten wir zu Spitzenzeiten bis zu 30.000 Besucher. Das Skygate (Foto), ein neues Wahrzeichen von Schladming, ist ein weithin sichtbares Symbol der Ski-Weltmeisterschaft 2013: 135 Tonnen in den Himmel ragender Stahl sind 35 Meter tief im Boden verankert, um Schwingbewegungen in den Himmel zu begrenzen Wind auf maximal 50 Zentimeter ausbalancieren.
Bei der Fußballweltmeisterschaft wird das mächtige Himmelstor mit teilweise verspiegeltem Thermoglas verhüllt und von innen magisch beleuchtet. Von den 26 realisierten Projekten zur Ski-Weltmeisterschaft verfügen 25 über eine garantierte Nachnutzung, lediglich der Start der Herren-Abfahrt mit einer Steigerung von 74 Prozent wird anschließend renaturiert. Für Investitionsmaßnahmen wurden aufgrund der Größe der Veranstaltung im Förderschlüssel 40:40:20 zwischen Bund, Ländern und Kommunen insgesamt 67,6 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln (siehe Tabelle) eingeworben.
Ich kann nur für den Wintersportbereich sprechen, aber da gehören wir auf jeden Fall zu den Besten. Die jüngste Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen mit einem Werbewert von 280 Millionen Euro habe in Schladming aufgrund der Erfolge im alpinen Skisport Begehrlichkeiten geweckt, wie ÖSV-Präsident Prof. Grazer Eislaufverein (GEV), Junior Grand Prix im Eiskunstlauf 2010 in Graz 5.000,00 Hockey World GesnbR, internationales Eishockeyturnier für Nachwuchsmannschaften.