• Nenhum resultado encontrado

20 Jahre Schweizer Stadtpolitik

N/A
N/A
Protected

Academic year: 2023

Share "20 Jahre Schweizer Stadtpolitik"

Copied!
195
0
0

Texto

Das Forschungsteam von Avenir Suisse um Fabian Schnell, Lukas Rühli und Daniel Müller-Jentsch hat die Entwicklungen in Schweizer Städten der letzten 20 Jahre akribisch und analytisch unter die Lupe genommen und deren Politikgestaltung aus einem liberalen Blickwinkel betrachtet. Diese Publikation, das Städtemonitoring, setzt die erfolgreiche Reihe vergleichender Studien auf Bundesebene in der Schweiz fort, die 2008 mit dem ersten Kantonsmonitoring von Avenir Suisse begann.

Die Metropolitanräume als Wirtschaftsmotoren des Landes

Das Städtemonitoring

Mit einer ähnlichen Methodik untersucht Avenir Suisse seit 2008 in bisher sieben Kantonsmonitorings verschiedene Zuständigkeitsbereiche der Kantone. Nachdem Avenir Suisse 2017 in einer Studie den Strukturwandel in der Bergregion beleuchtete, liegt der Fokus nun auf Schweizer Städten.

Das «Bilanz»-Städteranking

City Monitoring knüpft jedoch nicht nur methodisch, sondern auch inhaltlich an die bisherigen Arbeiten von Avenir Suisse an. Daniel Müller-Jentsch und Lukas Rühli (2010): Kantonales Monitoring 3: Raumplanung zwischen Vorgabe und Umsetzung – Inventar der kantonalen Siedlungskontrollinstrumente.

4 Aus dieser Sicht befinden sich Schweizer Städte und ihre Bewohner derzeit in einer Art Komfortzone. Es gibt Rankings für die Lebensqualität und Lage von Städten, für ihre Innovationskraft oder für ihre globale Bedeutung.

Schweizer Städte in internationalen Rankings

8 Gemessen werden die Qualität der digitalen Infrastruktur, der Einsatz innovativer Technologien in der Mobilität, die Nachhaltigkeit des Energieverbrauchs und des Umweltschutzes sowie die Qualität der Online-Dienste und der Bürgerbeteiligung der Stadtverwaltung. Zürich (4. Platz) und Genf (9. Platz) waren die beiden größten Schweizer Städte in den Top 10.

Von «A-Städten» zu «Boomtowns»

13 Indikatoren wurden in den vier Dimensionen Lebensqualität, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Innovation und Management berücksichtigt. Eine Auswahl an Rankings mit der Platzierung von Schweizer Städten (sofern vorhanden) finden Sie im Folgenden (siehe Tabelle).

Niedergang und Wiederaufstieg der US-amerikanischen Städte

„Stadtflucht“ waren sinkende Immobilienpreise und Haushaltsdefizite in der Stadt, Zersiedelung im Raum Basel und zunehmende Verkehrsprobleme. Die Wende begann Mitte der 1990er-Jahre und gipfelte in einem bis heute anhaltenden Städteboom.

Urbane Sonderkonjunktur dank äusserer Faktoren

In den letzten 20 Jahren ist die Bevölkerung der Schweiz um 1,3 Millionen gewachsen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fast einem Prozent entspricht. Diese „Neuzuwanderung“ brachte den Schweizer Städten nicht nur ein (größenbedingtes) breit angelegtes Wachstum mit positiven Auswirkungen auf die Nachfrage und den Immobilienmarkt, sondern auch qualitatives Wachstum in Form höherer Steuereinnahmen und einer verbesserten Sozialstruktur.

Zwanzig «fette Jahre»

Beispiele für den damaligen Reformwillen waren die Annahme der Revision der Bundesverfassung (1999), bilaterale Abkommen (2000), die Einführung der Schuldenbremse (2001) und die umfassende Neuordnung des Finanzausgleichs (2004). . 11 Und selbst trotz dieses Ansatzes gab es in vielen Städten noch ausreichend Spielraum für den Schuldenabbau und die Stärkung ihrer Kapitalbasis.

Herausforderungen für die Zukunft

Durch die Migration wird die Bevölkerung in Schweizer Städten immer heterogener und die Filterblasen der sozialen Medien begünstigen im schlimmsten Fall die Bildung von Sub-Communitys. Durch die Migration wird die Bevölkerung in Schweizer Städten immer heterogener und die Filterblasen der sozialen Medien begünstigen im schlimmsten Fall die Bildung von Sub-Communitys.

Die «smarte» Wachstumsstrategie von Singapur

Aber auch in der Verwaltung erfordert die Digitalisierung in vielen externen Tätigkeitsfeldern neue Kompetenzen und Arbeitsweisen. Wie gut die zehn grössten Schweizer Städte auf diese Herausforderungen vorbereitet sind, soll in diesem Städtemonitoring genauer untersucht werden.

III Wie die Schweizer Städte politisch ticken

Einerseits sind es die politischen Einstellungen der städtischen Bevölkerung, andererseits die politischen Machtverhältnisse und Regierungsstrukturen. Beides verdichtet sich zu einem linksgrünen „Entwicklungsmodell“ für die Schweizer Grossstädte, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Politische Einstellung und soziale Milieus

Die Kluft zwischen Stadt und Land ist in der Deutschschweiz in sieben der acht Themenbereiche deutlich zu erkennen, lediglich hinsichtlich der wirtschaftlichen Liberalisierung gibt es keine großen Unterschiede zwischen Innenstadt und Umland. In allen anderen Bereichen, insbesondere in der Deutschschweiz, gibt es ein deutliches Links-Rechts-Gefälle.

Die Dominanz des links-grünen Stadtmodells

Deutlich stärker sind Mitte-Rechts-Parteien in Mittelstädten, wo sie 2017 in allen fünf Parlamenten die Mehrheit der Sitze hatten und mit Ausnahme von Biel auch den Regierungsrat dominieren. Kombiniert mit dem gegenläufigen Trend in ländlichen Gemeinden schafft dies Anreize für die Konzentration von Sozialhilfefällen in Städten.

Die Insider-Outsider-Problematik der Schweizer Städte

Am Finanzplatz Zürich wird auf globalen Märkten Geld verdient, während in den Zünften lokale Netzwerke geknüpft werden. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass sich das linksgrüne Modell der Schweizer Stadtpolitik in den letzten Jahren gefestigt hat – finanziert durch den oben beschriebenen besonderen Städteboom.

Bürgerliche Stadtpolitik mit ländlicher DNA

In der Agglomeration sind die politisch erfolgreichen Konzepte, dem wachsenden Autoverkehr durch den Ausbau der städtischen Infrastruktur zu begegnen, aufgrund der völlig unterschiedlichen räumlichen Verhältnisse zum Scheitern verurteilt. Wenn bürgerliche Parteien dem vorherrschenden links-grünen Modell für Schweizer Metropolen eine moderne stadtpolitische Alternative entgegensetzen wollen, müssen sie zweimal überlegen.

Internationale Beispiele für eine gelungene bürgerliche Stadtpolitik

Im Bereich der inneren Sicherheit folgte Bloomberg der erfolgreichen Politik seines Vorgängers Rudy Giuliani, der mit konsequenten Strafanzeigen auf Basis der Broken-Window-Theorie | 17 hatten die ehemals massive Kriminalität in der Ostküstenmetropole gesenkt. Bürgerliche Stadtpolitik hat besonders gute Chancen, wenn glaubwürdige Politiker mit einer klaren Agenda für die Stadt auftreten und diese dann mit sichtbaren Projekten und Maßnahmen umsetzen.

Damit aus Ihrem Erfolgsmodell mehr als nur ein Schönwetterbau wird, ist es wichtig, in guten Zeiten einen kritischen Blick auf das Citybike zu werfen. Damit sich ihr Erfolgsmodell nicht nur als Schönwettermodell erweist, ist es wichtig, in guten Zeiten einen kritischen Blick auf das Citybike zu werfen.

Die Liberale Smart City als Leitbild

Auch die Smart City ist kein Ponyhof – Zielkonflikte müssen offen benannt und schwierige Entscheidungen getroffen werden. Wenn Sie die vielfältigen Probleme moderner (auch Schweizer) Städte lösen wollen, verherrlichen Sie nicht die Smart City.

Fallbeispiel Hamburg – Entwicklungsleitbild «Wachsende Stadt»

Aus Sicht von Avenir Suisse sollten fünf Grundsätze eine moderne Stadtpolitik im Sinne der liberalen Smart City prägen. Ziel ist es, die Qualität kommunaler Politik fachübergreifend und nach dem Leitbild der Liberalen Smart City zu messen.

Auswahl der Indikatoren und Auswertungsmethodik

Bei der Bewertung der Leistung von Städten im Rahmen eines Einzelindikators stellt sich – zumindest bei quantitativen Indikatoren – die Frage, nach welchen Kriterien die Punkte verteilt werden. Einzelne fehlende Noten haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Gesamtnote, da diese auf dem Quotienten „erreichte Punkte“ / „mögliche Punkte“ basiert und sich somit auch die Anzahl der möglichen Punkte für die betreffende Stelle verringert, wenn eine Note wegfällt.

1 _ Haushaltsführung

Ausgangslage

Ergebnisse

1.1 _ Aufwanddeckung

Alle zehn befragten Groß- und Mittelstädte konnten in den vergangenen Jahren ihre laufenden Ausgaben aus ihren Einnahmen decken. Gallen und Winterthur haben in den letzten sieben Jahren erhebliche Investitionen getätigt – größtenteils fremdfinanziert.

1.3 _ Zinsbelastung

Im Gegensatz dazu wird hier davon ausgegangen, dass die Renditen von Vermögenswerten, bei denen es sich nicht ausschließlich um Zinsrenditen handelt, unverändert bleiben (was eine konservative Annahme ist – in der Realität würde ein höheres Zinsumfeld diese Renditen teilweise steigern). Berechnungen zeigen, dass ein solcher Zinsschock die Nettozinsaufwendungen um durchschnittlich 7,6 Prozentpunkte erhöhen würde.

1.4 _ Zuverlässigkeit der Budgetprognose

Bezogen auf den aggregierten Haushalt der zehn Städte (ca. 20 Milliarden Franken) liegen die Abweichungen mit 2,2 % nicht weit unter dem Niveau des Bundes, der (bei einem Haushalt von ca. 65 Milliarden Franken) deutlich über 2 Milliarden liegt Gallonen unterschätzen den Aufwand fünfmal und überschätzen ihn zweimal in den sieben Jahren von 2010 bis 2016 (dritte Spalte).

1.5 _ Deckungsgrad der städtischen Pensionskasse

Während die allgemeine Haushaltsführung der Städte nahezu durchweg positiv beurteilt werden konnte, sieht das Bild für die Lage der Pensionskassen anders aus: Der Gesamtkapitalisierungsbedarf für die sieben unterfinanzierten Stadtkassen beläuft sich auf 5,7 Mrd. DKK. Die genehmigte Genehmigung war bei Redaktionsschluss der Stadtwache noch nicht bekannt.

1.6 _ Bonität der Städte

Mit Lausanne (A+) und Lugano (A) zertifiziert die ZKB die Städte mit der niedrigsten Bonität, die in den ersten fünf Indikatoren einer nachhaltigen Haushaltsführung die geringste Punktzahl erreichen. Die Abbildung vergleicht die Summe der Punkte aus den Indikatoren 1,1 – 1,5 mit den Punkten aus der Bonitätsbewertung.

1.7 _ Steuerfussentwicklung

Die Entwicklung der Steuerbelastung in den Städten im Vergleich zum Umland ist im Durchschnitt relativ ausgeglichen, der Unterschied hat sich insgesamt etwas verringert. Allerdings ist die Steuerbelastung in den meisten Ballungszentren immer noch deutlich höher als in den zugehörigen Ballungsraumgemeinden.

1.8 _ Gebührenreglement

4 Die entsprechenden Berichte finden Sie unter www.unil.ch/idheap/fr/home/menuinst/unitescompetences/finances-publiques/. 19 Finanzstatistik der Eidgenössischen Finanzverwaltung: www.efv.admin.ch/efv/de/home/themen/finanzstatistics/reporting.html.

2 _ Verwaltung

Die Führungskompetenz und das Nachhaltigkeitsbewusstsein einer Stadtverwaltung spiegeln sich in der Personalpolitik wider. Die Varianz der Gesamtpunktzahl ist recht gering, bei den einzelnen Indikatoren gibt es jedoch große Unterschiede.

2.1 _ Entwicklung der städtischen Ausgaben

Im Durchschnitt wuchs der Pro-Kopf-Konsum in Schweizer Städten etwa genauso (oder langsamer) wie das BIP, aber die Spanne ist riesig. Natürlich hatte Littau vor der Fusion deutlich geringere Verwaltungskosten pro Kopf als Luzern, was natürlich die Pro-Kopf-Kosten bei der Fusion senkt.

2.2 _ Personalwachstum und Personalbestand

Ein Vergleich mit Winterthur, wo auch die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter deutlich geringer ist, zeigt, dass dies nicht (nur) auf die unterschiedlichen Kantone zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten ist in den meisten Städten gesunken – und zwar deutlicher als im Durchschnitt der Schweizer Gemeinden.

2.3 _ Abdeckung E-Government

Die Infrastruktur ist in der Regel weiter entwickelt und sie verfügen über die nötigen Skaleneffekte, die die Einführung von E-Government schnell lohnenswert machen. Auch wenn Städte in der Schweiz eine Vorreiterrolle in Sachen E-Government einnehmen: Im Vergleich zum Vorreiter Estland, das 1997 mit der Einführung von E-Government begann, gibt es noch viel zu tun.

2.4 _ Auslagerungsgrad städtischer Betriebe

Auch bei rechtlich selbstständigen Unternehmen sitzt in den meisten Fällen ein Vertreter der Geschäftsführung im Vorstand, was (neben den notwendigen strategischen Leitlinien) dennoch politischen Einfluss ermöglicht. Darüber hinaus verwaltet Zürich sogar zwei Stadtspitäler im Rahmen der Verwaltung – also ohne eigene Rechtspersönlichkeit.

2.5 _ Personalmanagement

Bei den vorliegenden Kennzahlen ist der Unterschied zwischen der Westschweiz und den anderen Städten besonders auffällig. Auch beim Rentenalter weist Lausanne den niedrigsten Wert auf, wobei der Unterschied zu Zürich oder Winterthur hier nur marginal ist.

2.6 _ Strategische Personalplanung

Da Biel auch personell über keine Strategie verfügt, um den demografischen Herausforderungen zu begegnen, erhält sie als einzige Stadt keine Punkte. Dass jedoch keine Stadt über explizite strategische Ansätze zur Bewältigung der demografischen Entwicklung verfügt, zeigt angesichts der Bedeutung des Themas, dass Handlungsbedarf besteht.

3 _ Wirtschaftsfreundlichkeit

Im Durchschnitt erreichen die Städte beim Thema „Unternehmerfreundlichkeit“ weniger als die Hälfte der Höchstpunktzahl. Vergleicht man die Ergebnisse allerdings mit denen des Themenfeldes 1 (Haushaltsmanagement), wo die Städte durchweg gute Ergebnisse erzielen, entsteht der Eindruck, dass die aktuelle Stadtpolitik mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen einer liberalen Smart City zu kämpfen hat.

3.1 _ Steuerkraftentwicklung

Lag die Ressourcenstärke im Jahr 2000 noch weit hinter der des Umlandes zurück, erreichte sie 2016 bereits 130 %, sodass sich Basel heute am positivsten vom (sicherlich nicht armen) Umland abhebt. Allerdings verfügen sowohl Lugano als auch Genf trotz hoher Verluste immer noch über deutlich mehr Ressourcen als das Umland.

3.2 _ Arbeitsplatzwachstum in der Privatwirtschaft

Im Durchschnitt wuchs die Zahl der Arbeitsplätze in den Städten etwa im gleichen Tempo wie in der gesamten Schweiz und in den umliegenden Gemeinden. Auch Genf verzeichnete ein hohes Wachstum – allerdings blieb es weit hinter dem der umliegenden Gemeinden zurück.

3.3 _ Hauptsitze börsenkotierter Unternehmen

Mehr als die Hälfte der mittleren und großen städtischen SPI-Unternehmen sind in diesen beiden Städten ansässig. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist die Dichte der SPI-Unternehmen in diesen beiden Städten deutlich höher als in den meisten anderen Städten.

3.4 _ Anzahl Startups

Trotz dieser Korrektur liegen Zürich und Lausanne – also die beiden Städte mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule – klar an der Spitze des Rankings.

3.5 _ Dauer der Baubewilligungen

10 Einträge auf www.startup.ch erfolgen durch die Startups selbst (Online-Registrierung) oder durch Venturelab, wenn die Startups in den News von www.startupticker.ch erscheinen. 14 Der Kanton Genf benötigte 283 Tage – die Stadt Genf wurde nicht berücksichtigt, da die Baubewilligungen dort den absolut höchsten Wert in einer Kategorie 15 haben, was wohl auch damit zusammenhängt, dass Neubauten fast nie im Bau sind umgrenztes und dicht bebautes Gebiet der Stadt Genf).

4_ Städtebau und Wohnungsmarkt

Eines der wichtigsten Ergebnisse zeigt, dass es in Städten, gemessen an der wachsenden Nachfrage, einfach nicht genug Wohnraum gibt. Der Preisunterschied zwischen Angebots- und Bestandsmiete hat sich in Genf, Lausanne, Zürich und Lugano erheblich ausgeweitet, ist in anderen Städten jedoch nur geringfügig ausgeprägt.

4.1 _ Bautätigkeit

Zusätzlicher Wohnraum wurde vor allem in Ballungsräumen geschaffen, was dazu führte, dass viele in die umliegenden Gebiete zogen. Für Genf ist das Gegenteil der Fall: Zwischen 2000 und 2014 betrug die Bautätigkeit in der Stadt nur 25 % der Bautätigkeit im Umland – doch die Grenzen der Stadt Genf sind sehr eng: Das Gemeindegebiet misst nur 15,9 km2 (zum Vergleich: Zürich mit der doppelten Bevölkerungszahl beträgt 91,9 km2), und die Bevölkerungsdichte auf dem Gebiet der Gemeinde Genf beträgt 12.700 Einwohner pro km2.

4.2 _ Mietpreisschere

In vier Städten (Lugano, Lausanne sowie Genf und Zürich) beträgt der Unterschied mehr als 20. Wenn wir unser Ziel erreichen würden, müsste der Mietunterschied sinken (allerdings auf Kosten eines Marktungleichgewichts mit Übernachfrage). ).

4.3 _ Stadteigene Wohnungen

Die Immobilienförderung weckt auch bis weit in die Mittelschicht hinein die Hoffnung, dass auch sie eines Tages in den Genuss von vergünstigtem Wohnraum kommen kann. Wie diese Initiative (ohne massive staatliche Investitionen) umgesetzt wird, ist unklar.

4.4 _Leerstand Büroflächen

Beim Vergleich der Leerstandsquote von Büros lassen sich drei Gruppen bilden: Genf, Zürich und Bern weisen hohe Leerstandsquoten auf; In Lugano, Basel und Winterthur sind die Leerstände moderat; In Luzern, St. Gallen sind die Leerstandsquoten in den drei Städten mit optimalem Büroleerstand hingegen recht hoch (zwischen 0,7 % und 2,3 %).

4.5 _ Anteil Grünanlagen im Stadtgebiet

Die Schweizer Gross- und Mittelstädte weisen im Allgemeinen einen deutlich höheren Anteil städtischer Erholungs- und Grünflächen auf als der Schweizer Durchschnitt (6,4). In Mittelstädten sind die Grünflächen ausserhalb des städtischen Siedlungsgebiets (die nicht im Indikator enthalten sind) sind schneller realisierbar als in Großstädten – daher ist in Großstädten ein größerer Anteil innerstädtischer Grünflächen wünschenswert.

4.6_Erreichbarkeit von Dienstleistungen

13 Cf.: www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/wahrnehmung-bevoelkerung.html 14 Cf.: www.bmu.de/themen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/gruen-in - D Staad/. 15 Kuckt: www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/querschnittsthemen/raeumliche-analysen/dienstleistungen-bevoelkerung.html.

5 _ Mobilität, Energie und Infrastruktur

In der Region Lausanne ist der Eigenanteil der Nutzer halb so hoch wie in Bern. Dazu ist die Überwindung der in der Schweizer Verkehrspolitik vorherrschenden Lagermentalität (mit einer stark an den MIV angelehnten Autolobby, einer ideologisch-ökologischen ÖV-Lobby und einer immer lauter werdenden Fahrradlobby) erforderlich.

5.1 _ Versorgung mit Breitbandinternet

Die Kosten werden in der Regel entsprechend den erwarteten Marktanteilen zwischen den örtlichen Stadtwerken und Swisscom aufgeteilt. Deutlich teurer wurde es in Genf und St. 1030 Fr./Einw.), doch die mit Abstand größten Investitionen in das Glasfasernetz tätigten Lausanne und Zürich mit ca.

5.2 _ Verbraucherfreundliche Energiepolitik

Bestimmte Strompreise in den Städten sind so hoch angesetzt, dass möglicherweise sogar fiskalische Motive vorliegen. Da die Energiewende auf nationaler Ebene vielen politischen Entscheidungsträgern in den Städten nicht schnell genug ging, bestimmten sie ihre eigene Stadt.

5.3 _ Kostendeckungsgrad des öffentlichen Verkehrs

Dies ist einem umfassenden „Smart Travel“-System zu verdanken, das stark auf die Anreizwirkung von Nutzungsgebühren setzt. Die Straßengebühren sind zeitlich gestaffelt, Fahrten während der Hauptverkehrszeiten sind teurer als außerhalb der Hauptverkehrszeiten.

5.4 _ Geschwindigkeit des öffentlichen Verkehrs

Insgesamt sind die durchschnittlichen Reisegeschwindigkeiten der hochgelobten öffentlichen Verkehrsmittel in den Städten überraschend niedrig. Der öffentliche Verkehr in Schweizer Städten ist zwar sicher, sauber und pünktlich – aber schnell ist er nicht.

5.5 _Optimierung des Strassenverkehrsflusses

Zürich erzielt Erfolge durch den Einsatz technologischer Instrumente zur Optimierung des Verkehrsflusses, etwa einer Verkehrsleitzentrale und Ampeln, die vollständig vom Verkehr abhängig sind – die Instrumente zur Verbesserung der Situation sind also im Einsatz. Ride-Hailing-Dienste wie Uber und benutzerfreundliche App-basierte Carsharing-Modelle könnten private Autos in der Stadt weitgehend überflüssig machen.

5.6 _ Velofreundlichkeit

Hinsichtlich der Fahrradfreundlichkeit gibt es zwischen den Schweizer Städten große Unterschiede, wie unser Benchmark zeigt. Auch bei der Unfallwahrscheinlichkeit liegt Basel mit weniger als einem Unfall pro Million Kilometer an der Spitze der Rangliste.

5.7 _ Parkraumbewirtschaftung

23 https://stadt.winterthur.ch/themen/leben-in-winterthur/verkehr-mobilitaet/auto-und-motorraeder/parkieren/parkkarten-blaue-zone-mit-geuhren. 24 https://stadt.winterthur.ch/themen/leben-in-winterthur/verkehr-mobilitaet/auto-und-motorraeder/parkieren/nachtparkieren 25 Eine Koalition aus SP, Grünen, LDP und FDP stimmte dem Antrag mit 61 Stimmen zu 32 Unterstützer stimmen dagegen.

6 _ Kultur und Freizeit

Der Anteil der Zuschüsse, die die Städte an freie Kultureinrichtungen auszahlen, liegt durchweg unter 15 %. Festzuhalten ist jedenfalls, dass alle Städte über klare Kriterien zur Kulturförderung verfügen, auch wenn die Logik in der Definition der Kriterien nicht immer absolut ausschlaggebend ist.

6.1 _ Erhebung Kostendeckungsgrad Kultur

In den innerschweizerischen Metropolen werden die Kostendeckungsquoten teilweise als Kontrollinstrument eingesetzt, jedoch nur für die beteiligten Institutionen erfasst. In Winterthur beträgt die Mindestdeckungssumme für das Theater 35 %, für die alte Kaserne 50 % und für die städtischen Museen 10 %.

6.2 _ Freie Kulturförderung

Die Rückmeldungen der Städte zur Vergabe ihrer Kulturbudgets bestätigen grundsätzlich die vermutete Pfadabhängigkeit in der öffentlichen Kulturförderung – die Varianz ist in dieser Hinsicht nicht groß. Mit deutlichem Abstand liegt die Stadt Bern an der Spitze, die 14 % des Kulturbudgets für die kostenlose Kulturförderung bereitstellt.

6.3 _ Kriterien der Kulturförderung

Damit erfüllt jede Stadt die Mindestvoraussetzung für eine kohärente und gerechte Mittelvergabe im Kulturbereich. Obwohl Genf eine breite finanzielle Basis verlangt, schränkt es die Freiheit der Künstler durch Gehalts- und Wohnsitzbestimmungen ein und rückt sie auf den letzten Platz.

6.4 _ Beschäftigte in der Kulturbranche

Hier gibt es überdurchschnittlich viele Beschäftigte im Kulturbereich und innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Vollzeitstellen um 62 % gestiegen. Winterthur ist die einzige Stadt, in der das Beschäftigungswachstum im Kultursektor hinter dem allgemeinen Beschäftigungswachstum zurückblieb.

6.5 _ Verfügbarkeit von Sportstätten

Glücklicherweise stehen in den allermeisten Städten die Türen von Sporthallen potentiell jedem offen. In allen Städten stehen Fitnessstudios für mindestens 20 Stunden pro Woche zur Miete zur Verfügung (werktags mindestens 18-22 Uhr), in den meisten Städten auch am Wochenende.

7 _ Bildungspolitik und Vereinbarkeit

Zusammengenommen geben diese Unterstützungsformen und die Angebotsdichte einen guten Überblick über den Stand der kommunalen Politik im Bereich Kinderbetreuung. Zumindest zeigt sich, dass die Form der Förderung keinen unmittelbaren Einfluss auf die Angebotsdichte im Bereich der Kleinkinderbetreuung hat.

7.1 _ Elternpartizipation

Auch wenn dies teilweise auf Entwicklungen in der kantonalen Gesetzgebung zurückzuführen ist, ist es dennoch eine positive Sache. Den Rückmeldungen der Städte zufolge gibt es keine wesentlichen Unterschiede in den Befugnissen der Elternbeiräte.

7.2 _ Unterstützung privater Bildungsanbieter

Gallen, Winterthur und Zürich waren nur vier Städte, die sagten, sie seien auf die eine oder andere Weise aktiv. Solche Schulen haben in der Schweiz eine lange Tradition 1, was auf die relativ hohe Dichte multinationaler Unternehmen in diesem Land zurückzuführen ist.

7.3 _ Unterstützung der Weiterbildung von Lehrkräften

Fünf weitere Städte engagieren sich umfassend in der Unterstützung ihrer Lehrkräfte, meist nicht nur finanziell, sondern auch durch die Gewährung von Ferien. Bei allen positiven Aspekten der Förderung bleibt jedoch eine kritische Begleitung der Weiterbildungsaktivitäten im Sinne eines effizienten Ressourceneinsatzes ratsam.

7.4 _ Subventionsform der Kleinkinderbetreuung

Trotz der systemischen Überlegenheit von Demand Response kommt dieses Fördersystem nur in zwei von zehn Städten zum Einsatz. Die meisten Städte sind vollständig auf das wirtschaftlich minderwertige System der direkten Versorgungssubventionen angewiesen.

7.5 _ Angebotsdichte Kleinkinderbetreuung

Genève : www.ville-geneve.ch/themes/structures-accueil-enseignement-activites-extrascolaires/creches-autres-structures-accueil/. Lausanne : www.lausanne.ch/lausanne-officielle/administration/enfance-jeunesse-et-quartiers/accueil-de-jour-de-l-enfance/presco-laire-1p-2p/institutions-accueil.html.

8 _ Sozial- und Integrationspolitik

In keinem anderen Bereich sind die Ergebnisse der Städte so verstreut wie in der Sozial- und Integrationspolitik. Positiv hervorzuheben ist das starke Engagement der Städte für die Arbeitsmarktintegration im engeren Sinne.

8.1 _ Sprachtests für Kinder mit Migrationshintergrund

Nur drei Städte geben an, dass sie Sprachtests im Vorschulalter anwenden: Zürich, Basel und Bern. Tatsächlich werden in fünf von zehn Städten die Sprachkenntnisse von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund vorab getestet.

8.2 _ Sprachkurse für Flüchtlinge

Es sollte so lange dauern, dass das Unternehmen im letzten Drittel des Praktikums von einem produktiven Beitrag des Praktikanten profitieren kann. Dies ist zu beachten, da die Teilnehmer eines solchen Flüchtlingspraktikums in der Regel älter sind als reguläre Praktikanten und daher die Gefahr besteht, dass das Praktikum zu kurz gehalten wird, um schnellstmöglich die Unabhängigkeit vom Staat zu erreichen.

8.3 _ Projekte zur Arbeitsmarktintegration

8.4 _ Sanktionsquote in der Sozialhilfe

Während die Sanktionsquote in Lausanne und Luzern bei über 17% liegt, beträgt sie in Zürich lediglich 1. Auffällig ist zudem, dass die Sanktionsquote nur bedingt mit der Entwicklung der Sozialhilfequote korreliert (vgl. Indikator 8.5). ).

8.5 _Entwicklung der Sozialhilfequote

Sechs Städten gelang es, ihren Abstand zu den umliegenden Gemeinden zu verringern, die Städte Zürich und Lausanne sogar deutlich. Die grundsätzlich positive Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sozialhilfequote in fast allen Städten immer noch deutlich höher ist als in den umliegenden Gemeinden (bzw. im Schweizer Durchschnitt) und daher eine Belastung darstellt.

VI Gesamtauswertung und Fazit

Nach unserer Analyse wird sich die optimale liberale Smart City hinsichtlich Budgetmanagement, Wirtschaftsfreundlichkeit und dem Bereich „Bildungspolitik und Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ tendenziell an Zürich orientieren. Basler Wohnungsmarktpolitik. Schliesslich müsste sich die perfekte liberale Smart City verkehrs-, energie- und infrastrukturpolitisch an Winterthur orientieren.

Reformbedarf der Stadtpolitik

Gerade im Bereich der Digitalisierung nehmen Städte eine Vorreiterrolle ein, von der auch andere Kommunen profitieren können. Privatwirtschaftliche Lösungen im Bereich Bildung und Kinderbetreuung scheinen den Politikern der Stadt misstrauisch gegenüberzustehen, auch Privatschulen werden nachlässig behandelt.

Die Stadt als Versuchslabor statt als ideologische Kampfzone

Allerdings verfolgen die meisten Städte eine paternalistische Strategie, bei der nur ausgewählte Kindergärten und Horte gefördert werden. Die Städte stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung, die – wenn sie ungebremst anhält – die Akzeptanz des Systems in der Bevölkerung zu erodieren droht.

Stadtpolitik mit urban-strategischer Führung

Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der London School of Economics und an der Yale University. Natanael Rother absolvierte sein Studium der Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt öffentliche Finanzen an der Universität Luzern.

Referências

Documentos relacionados