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Studium Volkswirtschaftslehre/ Makroökonomik - Prof. Welfens

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Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 1

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Jean Monnet Chair for European Economic Integration and Chair in Macroeconomics, University of Wuppertal © 2008/09 Grundlagen der

Volkswirtschaftslehre/Makroökonomik/EU-Integration

„ Empfohlenes Buch: Welfens, P.J.J., Grundlagen der Wirtschaftspolitik. Institutionen –

Makroökonomik – Politikkonzepte, Heidelberg: 4. A.

„ Zudem: Monatsberichte der Dt. Bundesbank

„ Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (www.ezb.org)

„ Auszugsweise: Gutachten Sachverständigenrat zur Begutachtung der ges.wi. Entwicklung (via Website Statistisches Bundesamt zugänglich)

„ Website der Europäischen Kommission

Studium Volkswirtschaftslehre/

Makroökonomik

„

Volkswirtschaftslehre befasst sich mit u.a.

„ Wirtschaftsordnung: Soziale Marktwirtschaft…

„ Gesamtwirtschaftlicher Güterproduktion

„ Gesamtwirtschaftlicher Güternachfrage

„ Beschäftigung/Arbeitslosigkeit..

„

Studium (BA)

„ Vorlesung (Pflicht)

„ Übung (Pflicht)

„ Tutorien + Internet-Selbsttest + alte Klausuren

„ Private GruppenarbeitProf. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 2

(2)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 3

Wissenschaftliches Studium

Wissen erwerben und KRITISCH vertiefen

Fähigkeiten entwickeln Mit anderen Lernen

Gute Basis legen, um später vernünftiges Einkommen zu erzielen;

Möglichkeit, die Wirtschaftentwicklung/die Welt zu beeinflussen

Aufbau Studium: Hier

Volkswirtschaftslehre (VWL)

(3)

Von Theorie zum Handeln

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

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Zeitliche Staffelung der Analyse

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(4)

Felder der Analyse; wichtig Markt (p in €/Mengeneinheit!)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

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Knappheit als Grundproblem

„

Im Schlaraffenland Güter relativ zu Bedürfnissen im Überfluss vorhanden;

„

Reale Welt: Es gibt eine

Verwendungskonkurrenz bei den Gütern

bzw. Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital

etc.); der Mensch muss über alternative

Verwendungsmöglichkeiten der Produktions-

faktoren entscheiden = Knappheit mindern

(5)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 9

A.1 Untersuchungsgegenstände der Volkswirtschaftslehre

A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (1)

Nutzen der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft, die Wirtschaftsprozesse in Volkswirtschaften, Regionen, Sektoren bzw. Unternehmen + Haushalten im Marktprozess untersucht: FIRMA X, Verband Y, Politiker Z interessiertan Analyse Es geht u.a. um die

Preise von Güternund Produktionsfaktoren(Arbeit, Kapital),die Höhe der Produktion, Arbeitslosenquote...

Es geht auch um Analyse von Anreizen, Ausgestaltung von Institutionen – zwecks Wohlstandssteigerung /auch NPÖ Grundsachverhalte des Wirtschaftens...

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Charakteristika einer

modernen Volkswirtschaft

„ Knappheit: Spannungsverhältnis zwischen Bedürfnissen und Ressourcen bzw. vorhandenen Gütern

„ Arbeitsteilung: Menschen spezialisieren sich, tauschen Leistungen aus, und zwar national und international (21. Jahrhundert: Globalisierung)

„ Interdependenz (gegenseitige Abhängigkeit) bzw.

Unübersehbarkeit: Arbeitsteilung im wechselseitigen Wirtschaftsprozess steigert Produktivität, aber schafft gegenseitige Abhängigkeiten & Intransparenz...

(6)

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Charakteristika einer

modernen Volkswirtschaft

„ Dynamik: technisch, demographisch, ökologisch bewältigen;Modernisierung als Bedrohung empfunden (Kirche: Kopernik. Wende/Fernrohr; Industrialisierung)

„ Interessengebundenheit ökonomischen Handelns Menschen haben unterschiedliche

Interessen/Machtposition...; Konflikte sinnvoll lösen

„ Internationalität: Es bestehen in offenen

Volkswirtschaften Beziehungen zu Ausland via Handel, Kapitalverkehr (Direktinvestition + internationale

Portfolioinv.), Migration, Technologiehandel, Internet

Dirketinvestiition= Investition eines multinationale Unternehmens im Ausland; Porfolioinv. Ist rein renditeorientiert, kein unternehmerisches Engagement = Beteiligung <10%

Konkurrenz und Kooperation der Länder

„

Kooperation zwischen Ländern bei

gemeinsamen Interessen; in Nachbarschaft

„

Konkurrenz um Einfluss (ökonomisch,

politisch); Wettbewerb der Wirtschaftssysteme – Set von Regeln und Institutionen

„

Gemeinsame Herausforderungen

„ Umwelt (z.B. Flüsse/Meere; saubere Luft, Klima)

„ Stabilität (Konjunkturfragen; Finanzsystem)

(7)

Rolle von Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft

„

Beschreibung; Systematisierte Fakten zu Einkommen, Beschäftigung, Innovationsstärke (Patent), Arbeitslosenquote, Inflation, Pro-Kopf- Vermögen, Fiskal-, Geld-, Innovationspol. etc.

„

Analyse= Erklärung; Basis für Prognose

„

Wirtschaftspolitik: Gestalten der Wirtschafts- ordnung (Ordnungspolitik) & Eingriffe; lokal, national…; supranational; via Internationale Organisation

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(www.eiiw.eu) 13

Europäische Integration: Vielfalt kooperativ effizient gestalten

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(8)

Grundproblem in Marktwirtschaft:

Ressourcenallokation

„

In Unternehmen wird produziert für Markt

„ Auf Basis von Ressourcen bzw. Preissignalen vom Markt (bei Wettbewerb bestimmen Konsumenten, was die Unternehmen produzieren)

„ Annahmen: Unternehmen maximieren ihren Gewinn; Haushalte wollen Nutzen maximieren

„ Marktmäßige Allokation (dezentrale Lenkung der Ressourcen in alternative Verwendungsbereiche)

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Knappheit effizient

bewältigen?!/Begriff Allokation

„

In der Realität wird über die Verwendung des Ressourceneinsatzes (z.B. 100 L Öl; oder 100 h Zeit) auf konkurriende

Verwendungszwecke entschieden =

Entscheidung über Ressourcenallokation;

bei bestimmtem Ressourcenpreis p

i

, Güterpr. p

j

„ 30 L Öl für Heizen

„ 60 L Öl für Autofahren

„ 10 L Öl als Vorprodukt im Pharmasektor eingesetzt Wie verändert sich Aufteilung(Ressourcenallokation),wenn pi steigt?

(9)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 17

Auf- und Abstiegsprozesse in der Weltwirtschaft (y); unterschiedliche Landesgröße (Bruttoinlandsprodukt Y)

Australien...

EU-Beitrittsländer (Estland... Polen)

ASEAN-Länder Entwicklungs-

länder, INDIEN CHINA

y (Pro-Kopf-Eink.)

USA CH, EU

Y

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Grundfragen der

Volkswirtschaftslehre (Auswahl)

„ Warum gibt‘s arme Länder und reiche Länder (y)?

„ Welche Bedeutung hat Wirtschaftsordnung

(Institutionen, z.B. Europäische Zentralbank)?

„ Welche philosophischen Ideen wirtschaftlich wichtig?

„ Welche ökonomischen Effekte haben Handel und Kapitalverkehr: auf Einkommen, Beschäftigung etc.

„ Die Rolle des Staates für effizientes Wirtschaften?

„ Wie mißt man die gesamtwirtschaftliche Leistung eines Landes; wie Stärke/Schwäche messen? (VGR!)

(10)

Wertschöpfung innerhalb der Landesgrenzen

„

Bruttoinlandsprodukt: Bezeichnet die Wertsumme aller neu erstellten Güter und Dienstleistungen in der abgelaufenen Periode in einem Land (Beispiel: Gütermenge Brot q zu Preis p und Gütermenge Milch Q, Preis p‘:

Wertschöpfung = pq + p‘Q)

„ Nominal = zu laufenden Preisen

„ Real: Y = zu konstanten Preisen (in Gütereinheiten) Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 19

Wachstumsrate (g

Y

)

„

Jährliche Änderungsrate von Y (g

Y

)

„ (Y1 – Yo)/Yo; Beispiel (110-100)/100 = 10%;

„ Wenn jährliche Wachstumsrate, dann Y1 für

laufendes Jahr (oder Quartal), Yo Wert aus Vorjahr (relevantes Vorjahresquartal)

„ Merke: wenn sehr kleines Zeitintervall (t Zeitindex):

gY:=[dY/dt]/Y = dlnY/dt ist Wachstumsrate;

also eine Grafik mit lnY auf Ordinate und t auf Abszisse zeigt bei der Steigung des Graphen (tg α)

(11)

Hinweis für Differenzieren bzw. Wachstumsraten

„

Wenn A(t) = B(t) C(t)

„ dlnA/dt = dlnB/dt + dlnC/dt; also gA = gB + gC

„

Wenn A(t)= B(t) + C(t); dA/dt =dB/dt + dC/dt

„ Links mit 1/A und rechts mit [B/B]/A bzw. [C/C]/A multiplizieren; also gA = [B/A]gB + [C/A]gC

„

Y = C(t) + I(t);

geschlossene Wirtschaft ohne Staat

„ gY = [C/Y]gC + [I/Y]gI = cgC+(1-c)gI; sei c = 0,8, gC=2%, 1-c=0,2, gI=6; gY=1,6%+1,2%= 2,8%

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(www.eiiw.eu) 21

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens Reales BIP-Wachstum (in %) (M, Q, Y)

-4 -2 0 2 4 6 8 10 12

1971 1973

1975 1977

1979 1981

1983 1985

1987 1989

1991 1993

1995 1997

1999 2001

2003 2005

2007

USA UK

Frankreich Deutschland EU15

Quelle: Eurostat

Wachstumsraten in % pro Jahr

(12)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 23

Arbeitslosenquote in ausgewähltern Ländern (in %) (M, Q, Y)

0 2 4 6 8 10 12 14

197 0

197 2

1974 197

6 1978

1980 1982

1984 1986

1988 199

0 1992

199 4

199 6

199 8

200 0

2002 200

4 2006

USA UK

Frankreich Deutschland EU25

Quelle: AMECO Database

Export- und Importanteil am BIP von Deutschland (in %) (M, Q, Y)

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50

1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7

Exportquote Importquote

Quelle: Eurostat

(13)

Inflation und Nominalzinssatz

„

Inflation: Änderungsrate des Preisniveaus P;

dieses ist eine gewichtete Summe der

Einzelpreise aller (neu erstellter) Güter und Dienstleistungen; Inflation heißt g

P

>0

„

Nominalzinssatz i ist der Zins für Kredit (im Kreditvertrag); als Realzinssatz r bezeichnet man die Differenz von i und g

P

. Üblicherweise ist der Realzinssatz positiv. Man kann zeigen, dass gilt i= r + g

P Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

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Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Inflation und Nominalzins in der Eurozone (in %) (M, Q, Y)

0 2 4 6 8 10 12

1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

langfristige Zinssatz Inflation

Quelle: Eurostat, AMECO Database

(14)

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Aktienindices ausgewählter Länder (1995=100) (M, Q, Y))

0 50 100 150 200 250 300 350 400

1987m01 1987m08 1988m03 1988m10 1989m05 1989m12 1990m07 1991m02 1991m09 1992m04 1992m11 1993m06 1994m01 1994m08 1995m03 1995m10 1996m05 1996m12 1997m07 1998m02 1998m09 1999m04 1999m11 2000m06 2001m01 2001m08 2002m03 2002m10 2003m05 2003m12 2004m07 2005m02 2005m09 2006m04 2006m11 2007m06 2008m01 2008m08

EUROSTOXX50 DAX30

FTSE100 (UK) NIKKEI225 (JAPAN)

US DJ Industrial Average Quelle: Eurostat.

Grundfragen VWL (Teil 2)

„ Warum ist Wettbewerb bzw. Wettbewerbspolitik so wichtig für die Verbraucher?

„ Wie kann der Staat Konjunktur (Boom/Rezession) und Wachstum oder Inflation und

Beschäftigung beeinflussen? Wirtschaftspolitik USA/EU/D...

„ Was ist Globalisierung? (+/-); welche Rolle haben internationale Organisationen (IWF, WB, EU...)

„ Anmerkung VWL: Logische Perspektive 2-Land- Modell: Nettoimport I = Nettoexport II; wenn Ex- port – Import in I <0, dann Exp.>Imp. in Land II

(15)

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Wirtschaft und politische Macht

Wirtschaftsexpansion= Land wichtiger Partner für Handel/Kapitalverkehr...

Wirtschaftsexpansion=

starke Ressourcen- &

Steuerbasis Wirtschaftsexpansion

=Land attraktiv f. Investoren

Politische Macht eines Land hängt positiv von florierender Wirtschaft ab Land I: 1% Wachstum von y pro Jahr (y0x2 in 75 J.); II: 3% p.a. (x9 in 75J)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Grundlagen: Knappheit und Produktionsfaktoren

„ Es gibt ein grundlegendes Spannungsverhältnis zwischen Bedarf und verfügbaren Gütern und Dienstleistungen: Es gibt also Knappheit, die es bestmöglich („effizient“) zu mindern gilt.

„ Produktion Y erfolgt auf Basis von Produktionsfakto- ren: Arbeit, Boden (Natur), Kapital, technisches Wissen – steigt Menge & Qualität, so steigt Y

„ Mensch bzw. wachsende Menschheit wünscht steigende Güterversorgung – wie jetzt und in Zukunft möglich?

(16)

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Analysebereiche der VWL

„ Beim Wirtschaften sind nicht nur Unternehmen bzw.

Arbeitnehmer für Produktionsergebnis relevant, sondern es gibt auch – u.a. anreizbezogen – Beitrag der realisierten Wirtschaftsordnung und der

Wirtschaftspolitik;

„ Volkswirtschaftslehre befaßt sich u.a. mit

Wirtschaftsentwicklung, -ordnung, -politik (national bis Weltwirtschaft)

„ Analyse von ökonomischen Differenzen im Zeitablauf und im Querschnitt; Frage nach Rolle von Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik

Einige wichtige Fragen in VWL

„ Wie kann man Knappheit EFFIZIENTüberwinden?

„ Welche Anreize wirken jeweils auf Akteur(e) am Markt?

„ Wie ergeben sich Preise, Absatzmengen auf Märkten?

„ Existiert Marktgleichgewicht?

„ Ist Gleichgewicht stabil?

„ Anpassungsfähigkeit von Systemen im Zeitablaufbzw.

veränderliche Rolle des Staats?

„ Wie entwickeln sich die realen (also inflationsbereinigten) Einkommen?

„ Warum Arbeitslosigkeit, Inflation (Interdependenz Wi./Pol)

„ Rolle von Staatsschuld, Steuern; Gesundheitssystem/Reform

(17)

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Analysemethoden

„ Wirtschaftsgeschichte als Sammlung von Erfahrungsmaterial

„ Aufstieg Europas; Aufstieg Europas, Aufstieg Chinas, Zerfall UdSSR/DDR

„ Modellanalyse:mathematische – auch grafische – Analyse;

formale Darstellung eines Entscheidungsproblems bzw.

ökonomischer Entwicklung. Parameteranalyse

„ Empirische/statistische Analysen, um systematisch (mit Datenbasis) Erklärungsfaktoren von Phänomen X zu

bestimmen; Zeitreihenanalysen (z.B. für 1 Land), Querschnittsanalysen (Daten von x Ländern!),…

„ Simulation

„ Vergleichende internationale Analyse

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Ausgewählte Probleme im Focus der Volkswirtschaftslehre

Inflation Deflation

Finanzie- rung Staat

Internat.

Wirtsch.

beziehung Staat vs.

private Wirtschaft Arbeits-

losigkeit

VWL

(18)

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Ergänzende Fragen (selten

gestellt; z.B. Kosten von Kriegen, Hurricans, Malaria etc.)

Kriege Epidemien

Natur- katastrophen

Zerstörung von Vermögen,

Verlust an Le- ben; Leid

Unangenehme, z.T. seltene Ereignisse;Analyse Vergangenheit, und t

Staat und Wirtschaft

„

Staat und Wirtschaft mit drei Facetten

„ Staat setzt Regeln und Institutionen, die

Rahmen für Entscheidungen von Unternehmen und Haushalten vorgeben (Nebenbedingung!); Regeln + Institutionen können hilfreich bei Knappheitsmin- derung sein; oder aber schädlich (s. DDR)

„ Staat =Nachfrager in Wirtschaft (Verteidigung...)

„ Staat ist z.T. Anbieter in Wirtschaft (Bildung, Bahnverkehrsdienste, Gesundheitssystem...)

(19)

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(www.eiiw.eu) 37

Soziale Marktwirtschaft in Deutschland (Ludwig Erhard, Müller-Armack)

„ Soziale Marktwirtschaft ist eine

Wirtschaftsordnung [=Set von Regeln und Institutionen], die auf Basis von privatem Eigentum und Wettbewerb auf Märkten

„ leistungsmotivierend für Produktion bzw.

Einkommenserzielung ist; zugleich auch

„ sozialen Ausgleich zugunsten ärmerer Schichten erzeugt; u.a. durch Sozialpolitik

Konflikt zw. Besteuerung/Sozialpolitik und Leistungsmotivation

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Warum bedarf es einer

Wirtschaftsordnung als Rahmen für einzelwirtschaftliche Entscheidungen?

„ Arbeitsteilung bzw. Spezialisierung, was Spe- zialisierungsgewinn & Abhängigkeiten bringt

„ Unüberschaubarkeit: Probleme bei Erwar-

tungsbildung(s. Besuch in Land ohne Wirtsch.ordnung)

„ Potenzielle Konflikte - Menschen haben

unterschiedliche Interessen; eine gewisse Kontrolle durch Regeln & Institutionen nötig

„ Sinnvolle (effiziente) Koordination millionenfacher Einzelaktivitäten notwendig

(20)

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Weltwirtschaftliche Perspektive:

Einwohnerzahl, Pro-Kopf-Einkommen, Arbeitslosenquoten, Inflationsraten,…

USA

Asien

NICs (Newly Industrializing Countries) & Entwicklungsländer Europa

Änderung der Bevölkerungszahl Technischer Fortschritt

Wertewandel Politische Schocks Klimaänderungen etc.

Gestaltung und Eingriffe durch Staat/Wirtschaftspolitik

Weltwirtschaft

Nationalstaat(en)

Internationale Organisationen (z.B. G-8, IMF, Weltbank, WTO

Regionale Organisationen (z.B. EU, OECD)

Zentralstaat Bundesländer Gemeinden

(21)

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Volkswirtschaftslehre mit 2 Teilbereichen

Volkswirtschaftslehre

Mikroökonomik Makroökonomik Statistik, Jura, Soziologie=Hilfs-

wissenschaften

Makroökonomikbehandelt gesamtwirtschaftliche Sachverhalte; z.B. Höhe der ge- samtwirtschaftlichen Produktion („Bruttoinlandsprodukt“=Produktion aller neuer Güter und Dienstleistungen innerhalb des Landes in abgelaufener Periode;

Höhe der Inflationsrate (prozentuale jährliche Änderungsrate des Preisindexes (fasst alle Einzelpreisänderungen auf Märkten i, j gewichtet zusammen); Arbeitslosenquote (dh Relation von Arbeitslosen zu Beschäftigten –oder zu Erwerbspersonen)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Ökonomisches Prinzip:

Allgemeines Klugheitsgebot

„

Knappheit optimal zu mindern, verlangt nach Beachtung des ökonomischen Prinzips:

„ Ausprägung Minimalprinzip: Ein gegebenes Ziel (Produktionsmenge) mit geringstmöglichem

Mitteleinsatz erreichen

„ Ausprägung Maximalprinzip: Mit gegebenem Mitteleinsatz höchstmöglichen Zielerreichungsgrad (maximale Produktion) realisieren

(22)

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(www.eiiw.eu) 43

Mikroökonomik: Modellanalyse &

verhaltensorientiert/empirisch;

„ Mikroökonomik (kleine Einheiten-Analyse)

„ Haushaltstheorie; wie verhält sich Familie Müller/Herr Müller/Frau Müller bei Konsum (Nutzenmaximierung bei Nebenbed. Budgetrestriktion),Ersparnis, Arbeitsangebot (!)

„ Unternehmenstheorie(ähnlich der BWL; wie verhalten sich Unternehmer – z.B. als Gewinnmaximierer)

„ Preistheorie – Angebot und Nachfrage bei gegebener Zahl der Anbieter/Nachfrager, gegeb. Produkt treffen zusammen

„ Wettbewerbstheorie:analysiert Einzelmärkte bei Auftreten neuer Produkte oder bei Prozeßinnovationen (Kostensenkung); Schumpetersche Perspektive

Überlegung zu Mikroökonomik: Nachfragkurve DD – Nachfragemenge qd ist negative Funktion von Preis p & anderer Einflüsse..(d=demand).

p

0 q

DD0

DieLage der Nachfragekurve DD0hängt ab vom Pro-Kopf-Einkommen y, Bevölke- rungszahl B;hier als gegeben angenommen

Nachfragefunktion qd=qd(p, y0, B0);

q ist negative Funk- tion von Preis p: je höher p, desto ge- ringer Nachfrage qd; y0, B0heißen Lage- Parameter (wie Prohibitivpreis

Sättigungsmenge

(23)

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(www.eiiw.eu) 45

Effekt einer Erhöhung der Einkommen aller Nachfrager = Verschiebung der Nachfragekurve nach rechts

p

0 q

DD1

DD0

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Mikroökonomik: Angebotsseite auf dem Markt – angebotene Menge ist positive Funktion von p & anderen Einflüssen: SS(p,...)

p

0 q

SS0

qs= a+bp

Lageparameter sind z.B. Energiekosten (kommt in a zum Ausdruck); oder auch der erwartete Preis pE in der Periode t+1.

Angebotskurve = Grenzkostenkurve (k‘); k‘ ist erste Ab- leitung Kostenfktn, ...

(24)

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(www.eiiw.eu) 47

Schnittpunkt von Angebots- und

Nachfragekurve bestimmt Gleichgewicht auf dem Markt: ALLE kaufen zum Preis p

0

p

0 q

DD0

SS0

E0

p0

q0

bei WETTBEWERB Gleichgewichts- preis ist p0, Gleichgewichts- Menge ist q0. Umsatz =p0q0; der Preis = Grenzkosten!

Was geschieht, wenn DD0nach rechts verschoben?

positive Grenzkosten k‘

(k‘=Kosten einer zusätzli- chen Produktionseinheit)

B A

Massenproduktionsvorteile

(sinkende Grenzkosten in einigen Sektoren, z.B. PKW, Stahl, Chips)

Beachten: bei Abweichung von Wettbewerbspreisbildung gilt nicht Preis=Grenzkosten! (&Faktorpreisbildung betroffen)

In Standardmodellen wird angenommen, dass gewinn- maximierende Unternehmen für die Produktionsseite stehen: homogene gehandelte Güter. Im Gleichgewicht ist der Marktpreis p = Grenzkosten k‘

Ggf. zu prüfen, ob Abweichungen von der beschriebenen Konstellation zu besonderen Politik-Problemen führt?

(25)

Beachten für 2-Güterwelt (mit Grenz- nutzen bei Gut q: ∂U/∂q:=U‘)

„

Nutzen U des Haushaltes hänge ab mit der Menge an Konsum von q (Gut 1) bzw. Q(Gut 2)

„

U(q,Q); jeweils positiver Grenznutzen für beide Güter (Brot und Kuchen);

„ Grenznutzen ist der Nutzen der zuletzt konsumierten Einheit; dU = U‘qdq+ U‘QdQ

„ Budgetrestriktion Y‘ (Nominaleinkommen= = pq + p‘Q; ist Nebenbedingung bei Nutzenmaximierung

„ Nutzen wird maximal, wenn gilt U‘q/U‘Q=p/p‘

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(www.eiiw.eu) 49

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Nominaleinkommen= Größen in Währungseinheiten

„ Stundenlohn W= 20 €/Stunde, p für Brot sei 2€/kg;

dann ist Reallohn w= W/p= 2 kg Brot/h Arbeit

„ Nominaleinkommen Yn in Währungseinheiten: z.B.

100 Euro

„ Realeinkommen= Yn/P ist Einkommen in

Gütereinheiten; =Einkommen zu konstanten Preisen!

„ sei Preis (bzw. Preisniveau P) = 1 Euro pro kg Brot,

„ Yn/P = Y (Realeinkommen Y = 100 kg Brot, falls Yn=100€)

„ steigt P stärker als Yn, sinkt das Realeinkommen

(26)

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Standard-Mikroperspektive bei Konsum- nachfrage: Einkommen als Einflussfaktor

„ Konsumverhalten von Familie i zu erklären; wovon wird Ci, die Konsummenge (neben dem Preis), bestimmt?

„ Bezeichne Yi das Einkommen von i, τ Einkommensteuersatz, gilt – laut Beobachtung [mit Proportionalitätsfaktor ci]; Konsumfunktion

C

i

= c

i

Y

i

(1-τ)= c

i

Y

verfügbar

;

Annahme 0<ci<1 Der Konsum von Familie i ist also proportional zum verfügbaren Einkommen; also gilt: wenn Yisteigt oder τ sinkt, dann erhöht sich Ci. Diese Gleichung kann auch modellmäßig hergeleitet werden: Haushalt hat als Nebenbedingung Einkommen Yi(1-τ), will Ui(Ci)=Ciαmaximieren; hier ist α>0 ein Gewichtungsfaktor!

Also Maximierungsaufgabe unter Nebenbedingung.

Allgemeine Frageperspektive zur Konsumnachfrage

Vermögen

Andere Einfluss- Faktoren*

Realein- kommen

Yt

KONSUM in t

z.B. Mehrwertsteuersatz,

Realzinssatz

(27)

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(www.eiiw.eu) 53

Frage nach konkreter Gestalt der

Konsumfunktion ist eine empirische Frage

„ Einfluss von gegenwärtigem Einkommen Yt und zukünftigem Einkommen Yt+1 auf Konsum Ct

„ Einfluss von Vermögen (z.B. Aktienvermögen) auf Konsum; positiv? wie stark? welche Haushalte?

„ Einfluss des (realen) Zinssatzes auf Konsum: hoher Zins = Sparanreiz – also Mehrkonsum in t+1, t+2..., zugleich fließt aber auch höheres Zinseinkommen an Haushalt i bzw. alle Haushalte, was Cit erhöhen kann

„ Einfluss von Unsicherheitsgrad der Politik etc.

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

Konsumnachfrage (in einer Bäcker-Brot-Volkswirtschaft)

„

C

j

= c

j

[Y

nominalj

/P

j

]; Aussage: sein c

j

=0.8: Bei Realeinkommen von 500 kg Brot, ist

Konsummenge C=400 kg, Rest (Weizenvorrat=100) wird gespart

„

C

j

= c

j

[Y

nominalj

/P

j

](1-τ); Konsummenge hängt ab

„ Positiv von Nominaleinkommen

„ Negativ vom Preis des Gutes

„ Negativ vom Einkommenssteuersatz

(28)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

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Beispiel b) zur Mikroökonomik, wobei C

i

Konsum, Y

i

Einkommen, A‘

i

Vermögen von Individuum j ist

Bezeichne A‘ das reale Vermögen(z.B. Immobilienver- mögen), dann gilt nunmehr für Individuum j folgende Verhaltensfunktion (d steht für demand=Nachfrage):

C

dj

= c

j

Y

j

(1-τ) + c‘

j

A‘

j

;

Annahme: 0<c‘j<1

„ Demnach hängt der Konsum Ci additiv vom verfügbaren Einkommen cjYj(1-τ) ab & vom Vermögen A‘ ab; steigt das Vermögen (z.B. Fund einer Ölquelle), dann erhöht sich die Menge Cdj.

Makroökonomik

(Betrachtung gesamt- wirtschaftlicher oder sektoraler Aggregate)

Makroökonomik: gesamtwirtschaftl. Analyse

„ Wirtschaftssystemtheorie(Wirtschaftssystem = Wirtschaftsordnung auf Papier plus die faktischen Verhaltensweisen der Menschen – also inkl. norm-abweichendes Verhalten, z.B. Schwarzarbeit), welche Wi.syst.

„ Konjunkturtheorie– erklärt kurz- und mittelfristige zyklische

Schwankungenim Auslastungsgrad des Produktionspotentials in der Industriegesellschaft

„ Wachstumstheorie – erklärt langfr.Zunahme der Produktion bzw.

des Produktionspotentials Ypot(K,L,A): max. mögl. Prodution auf Basis der Prod.faktoren in den Unternehmen (Kapital K; Arbeit L, Technologie A)

„ Geldtheorie –3 Geldfunktionen! Re.einheit, Tauschmittel, Wertaufbew.

„ Außenwirtschaftstheorie: Warum handeln Länder, welche H.Struktur?

(29)

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Mikroökonomische Fundierung der Makroökonomik

„ Aggregierte Verhaltensfunktionen werden i.d.R. aus einem mikroökonomischen Optimierungsverhalten hergeleitet; sind alle Haushalte identisch, so gilt für die gesamtwirtschaftliche Konsumfunktion, also Verhaltensfunktion der Konsumnachfrage:

C = cY(1-τ) + c‘A‘; hierbei 0<c<1; 0<c‘<1 Gesamtwirtschaftlicher Konsum C ist also positive Funktion von Y, A‘; negative von τ Aggregation bedeutet gesamtwirtschaftlich (oder

sektoral) zusammenfassen

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Konsum setzt Produktion Y im Inland (*:=im Ausland) voraus

„

Konsumieren kann man gesamtwirtschaftlich

„ Dank Inländischer Produktion: notwendig ist es zu Arbeiten, zu Sparen bzw. zu Investieren und zu Erfinden=Technologie; Technisches Wissen A,Arbeit L, Kapital K sind Produktionsfaktoren (K=kumulierte Nettoinvestitionen ∑I‘; Bruttoinv.=Nettoinvestition I‘

+Abschreibung);

„ Produktionspotenzial Ypot(L,K,A) =max. mögliche Produktion

„ Bei Verschuldung im Ausland

(Nettogüterimporte, d.h. X-X* <0); Y*<Konsum C*

(30)

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Wohlstand, Akkumulation, Märkte

Güterangebot bzw. Produktion Ypot(K,L,A)

dK/dt:=I‘

Nettoinvestition Güternachfrage

(Konsum C + Investition I)

A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (2)

„ Wirtschaftsordnung

„ Bildung regionaler Integrationsräume

„ Preise sind Signale für Anbieter und Nachfrager

„ Institutionen

„ Kooperation bzw. Austausch von Leistungen

„ Aktionen und durch Interaktionen

„ Knappheit überwinden

„ Handlungstheorie für Individuen

„ Interaktionstheorie

(31)

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A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (3)

Abb. A.1. Überwindung von Knappheit

Individuelles wirtschaftliches

Verhalten (i)

Interaktion (i mit j etc.) Fähigkeiten

(Arbeit)

Ressourcen (z.B. Kapital)

Fähigkeiten (Arbeit)

Ressourcen (z.B. Kapital) Institutionen

Überwindung von Knappheit (Güterproduktion, Wohlstand)

Bedeutung von Insti- tutionen:

Erleichtert Erwartungs- Bildung; re- duziert die Transak- tionskosten

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A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (4)

„ arme Länder und reiche Länder

„ monetäre Bewertung

„ Opportunitätskostenkonzept: Kosten im Sinn

alternativer Verwendung(1 h Freizeit= 20€ Arbeitseink)

„ Handelspartner werden profitieren – dies ist das Kennzeichen jeder freiwilligen Tauschbeziehung

„ Werte wie Freiheit, Sicherheit und Wohlstand

„ unterschiedliche Wertvorstellungen

„ Einkommen entstehen via unternehmerische Kombination K,L

„ hohe Produktion pro Kopf (Y/L:=y; Bezug zu

Arbeitsproduktivität) bzw. Beschäftigten; Beschäftigtenzahl L

„ Höhe der Investitionen I (rund 20% des ges.wirtschaftlichen Y)

(32)

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A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (5)

„ STAAT wirkt durch langfristige Wirtschaftsordnung (Rahmenbedingungen) bzw. die aktuelle

Wirtschaftspolitik

„ WIRTSCHAFTSORDNUNG= Regeln plus Institutionen

„ Institutionen (z.B. Dt. Bundesbank, EZB, BaFIN, ECOFIN...)

„ Stabilität der Rahmenordnung bzw. der Wirtschaftspolitik

„ Eigentumsrechte (lift, liberty, property: Credo in England im 18. Jh.; US Verfassung: life, liberty & persuit of happiness ) und gute Aussichten auf eine positive Rendite sind Basis für hohe Investitionen. Was bedeutet Eigentum ökonomisch...

„ Unklare bzw. widersprüchliche Politikänderungen schwächen die Unternehmensdynamik

A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (6)

„ Exkurs: Adam Smith als Begründer der Volkswirtschaftslehre (1)

„ 1776 “An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations”

„ Eigeninteresse der Individuen

„ Verhalten der Menschen: Sympathie anderen gegenüber, Gesetze aber nötig

„ Zusammenhang gesellschaftlich-wirtschaftliche Entwicklung & Institutionen

„ Märkte bedeuten eine gegenseitige Abhängigkeit

„ persönlicher Freiheit

„ Ausgleich der Machtpositionen verschiedener Gruppen

„ Arbeitsteilung

„ Effizienz- bzw. Produktivitäts- und Wohlstandsgewinne

(33)

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Adam Smith (Fortsetzung)

„ Smith war schottischer Moralphilosoph und Ökonom (Pionier); hochgebildet, weitgereist; argumentiert gegen Merkantilismus, der Exportüberschüsse als Ziel der Politik sieht = Konfliktideologie (in 2-Länder- Welt können nicht beide Länder Überschuss haben!);

Smith für Freihandel, Zölle zu vermeiden

„ Eigennutz bringt gesellschaftlich nützliche Wirtschaftsdynamik; Streben des Menschen, seine Lage zu verbessern; Märkte als sinnvolles

Koordinationsgremium

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Adam Smith (Fortsetzung)

„ Produktivitätsanstieg in Industriezeitalter durch Arbeitsteilung

„ Staat mit beschränkten Aufgaben:

Eigentumsrechte sichern, Rechtssprechung,

Verteidigung, Bildungsförderung (auch als Ausgleich gegen industrielle Monotonie);

„ Staat soll Wirtschaft liberalisieren, Monopole, Privilegien abschaffen! Smith auch Ratgeber der britischen Regierung – Aufstieg Englands zur

Weltmacht. Grundeinsichten von SMITH aktuell; Frage ob Marktwirtschaft stabil, Problematik -/(+) externer Effekte auf Märkten(Kosten, die Firma nicht beachtet?)

(34)

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Adam Smith (1776: The Wealth of Nations): Erklären der

Grundlagen des Wohlstandes

Abschaffung Privilegien & Monopole; STAAT: Eigentumsrechte sichern, Bildung, Infrastr.

Arbeitsteilung=Pro- duktivitätssteigerung;

international=Freihandel Eigennutz sinnvolles

Motiv für Erwerbs- arbeit; Wettbewerb!

Nutzen der Gesellschaft

A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (7)

„ Exkurs: Adam Smith als Begründer der Volkswirtschaftslehre (2)

„ Effizienz- bzw. Produktivitäts- und Wohlstandsgewinne

„ Spezialisierung der Arbeiter

„ Bildung: auch als Ausgleich gegen Monotonie des Arbeitslebens

„ Freihandel

„ Abschaffung von Monopolen

„ Koalitionsfreiheit der Arbeiter(Verbesserung der Verha.position)

„ Kernaufgaben des Staates: Verteidigung, Justizsystem,

Infrastruktur und Bildung; Eigentumsrechte als Anreize...ALSO, wo möglich Privatisierung = effizienzförderlich

(35)

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A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (8)

„ Festlegung von staatlichen Aufgaben und

Ausgaben sowie der Erzielung von Einnahmen

„ verschiedene Politikebenen: EU, Bund, Länder, Gemeinden

„ Kollektivgüter/öff. Güter; Problem Marktversagen – keine Rivalität im Konsum, Ausschl.prinzip gilt nicht

„ Entwicklung in industr. Marktwirtschaften ist zyklisch

„ Wirtschaftswachstum (Def.)machtpolitisch wichtig!

„ Dynamik der Finanzmärkte (Instabilitätspotenzial)

„ Aktienmärkte – wie bestimmen sich Aktienkurse?

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Drei Perspektiven der Volkswirtschaftslehre

Volkswirtschaftslehre

Allokation (Eink.)Vertei-

lung Stabilisierung

Allokation der Produktionsfaktorenergibt Realeinkommen Y und sektorale Produktions- struktur (z.B. Yi/Yj); im Zeitablauf Veränderung der Produktionsstrukturen – STAAT setzt Wirtschaftsordnung als Rahmen für private Entscheidungen & Wirtschaftspolitik

Einkommensverteilung:funktional auf Produktionsfaktoren Arbeit L und Kapital K; Um- verteilungspolitik durch den Staat: z.B. erhebt Staat Einkommenssteuern, zahlt Transfers Stabilisierung:Im Zeitablauf ist zyklische Entwicklung von Y festzustellen, Staat soll sta- bilisieren (z.B. Rezession verhindern; in offener Volkswi. gilt dies für Land I UND Land II)

(36)

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Marktwirtschaft bedeutet:

Ressourcenallokation auf Basis

Privateigentum & Wettbewerbsdynamik

Private Eigentumsrechte am Produktionskapital

Internationale Wirtschaftsbe- ziehungen: Han-

del, Kapitalver- kehr(unterscheide Direktinvestition &

Portfoliokapitalverkehr) Innovation: Pro-

dukt- u. Prozess- innovationen Wettbewerb auf Gü-

ter- und Faktormärk- ten: Rolle relativer Preise als Signalgeber

für Anpassungen

Soziale Marktwirtschaft

„ Marktwirtschaftliche Allokation in Kombination mit Umverteilung des Staates zugunsten

Bedürftiger (Arme, Kinderreiche);

„ Rolle von progressiver Einkommenssteuer (d.h.: bei 2000 Euro Monatseink. wird auf erste 1000 € ein Steuersatz von 10% fällig, auf die zweiten Tausend Steuersatz 20%; also Steuerschuld= 300 € pro Monat; Anwendung von

Leistungsfähigkeitsprinzip);

„ zudem wichtig ist umlagefinanzierte Rentenversicherung (d.h....); Solidaritätsprinzip in Krankenversicherung (d.h.)

„ Bildung ist weitgehend frei und staatlich organisiert!

Chancengleichheit wesentlich durch Schulsystem zu sichern

(37)

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Märkte, Anpassungsprozesse (zyklische+

strukturelle Impulse) bei gegebenen Institutionen

Innovationsimpulse aus In- und

Ausland

Selbststabili- sierung der Märkte?

Anpassungsprozesse auf Märkten; geprägt von globalen (IMF, WTO), EU-basierten und na-

tionalen Institutionen (BaFIN)

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Makromärkte sind interdependent: Für Gleichgewichtsanalyse nur 4 von 5 unab- hängig; WALRAS-Gesetz (i ist der Zins)

„

Gütermarkt (aggregierte Betrachtung Güteran- gebot und –nachfrage in Volkswirtschaft); Y, P

„

Arbeitsmarkt ( Arbeitsangebot: Haushalte ; Ar- beitsnachfrage: Unternehmen);

Beschäftigung L; W

„

Bondsmarkt(Angebot Wertpapiere/Nachfrage),i

„

Geldmarkt (Geldangebot M von Zentralbank/

EZB

Geldnachfrage privater Haushalte &von Firmen)

„

Devisenmarkt (Angebot an/Nachfrage nach $),e

Schnelle Märktewie Bonds-, Geld-, Devisenm.) vs. langsame: Güter- & Arbeitsmarkt

(38)

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5 Interdependente Makromärkte:

Sonderrolle Geldmarkt: Geld ist allgemeines Tauschmittel

Geldmarkt

Arbeitsmarkt Güter- markt

Bondsmarkt(Wertpapier- markt)

Devisen- markt

5 MAKROMÄRKTE (Blick auf D bzw. Eurozone)

„ Gütermarkt (ggf. unterscheiden handelsfähige Güter;

nichthandelsfähige Güter)

„ Geldmarkt:Hier ist Europäische Zentralbank EZB Anbieter (zus. mit Bankensystem), Nachfrager Haushalte & Firmen

„ Bondsmarkt in der Eurozone integriert (iFR = i BRD); Anbieter von Bonds (Firmen, Staat) ist Nachfrager nach Kredit!!!!

„ Devisenmarkt(aus Sicht €-Zone): $; e=Wechselkurs in €/$

„ Arbeitsmarkt: Freizügigkeit, aber meist nationale Arb.märkte Man kann in Makromodellen Gütermarkt nach Sektoren

differenzieren/macht Analyse komplexer, aber oft notwendig

(39)

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(www.eiiw.eu) 77

Marktwirtschaften sind

unterschiedlich; Standort- bzw.

Systemkonkurrenz

„ Es gibt Direktinvestionen, d.h. multinationale

Unternehmen investieren im Ausland – also Alternative bei Produktionsstandorten!

„ Internationales Outsourcing: Vorprodukte-Produktion des Auslands wird genutzt (China seit 78 neu; Osteur. seit 1990)

„ Offshoring: Gründung von Tochterfirma im Ausland &

Nutzung von Vorprodukten der Auslandstochter; internat.

Diff. bei Arbeitskosten ist ein Einflussfaktor für Standortwahl

„ Es gibt mobile Arbeitnehmer /Manager /Rentner, die Anpassungsdruck erzeugen: Wirtschaftssystem Land I kann sich institutionell nicht beliebig von II entfernen

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A.1.1 Ausgangspunkte der VWL (9)

„ Aufstieg und Zerfall der Zentralverwaltungswirtschaft

„ Bedeutung des Rechts; Marktwi. ist Vertragswirtschaft!

„ Leben und Eigentum der Bürger;Gesellschaftsvertrag..

„ Internetzeitalter:Informationsfragen (Quellen/wahr?)

„ Universaldienstausschreibung für Internet-Telefonie

„ Zeitalter der Integration(EU,ASEAN..),Globalisierung

„ gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

„ Importzoll: Reduziert die Importmenge in Land I= verminderte Exporte von Land II; Zölle begrenzt: WTO

„ Währungsaufwertung: Wechselkurs e (€/$) sinkt!

(40)

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A.1.2 Knappheitsprobleme und Produktionsfaktoren (1)

„ Produktionsfaktoren

„ Kapital

„ Arbeit

„ Technologie/Technischer Fortschritt

„ Boden/Natur

„ Faktorausstattung (z.B. gemessen durch Relation K/L

„Kapitalintensität“)

„ Wünsche bzw. Präferenzen sind verschieden

„ Konsumentensouveränität: Wettbewerb sorgt dafür, dass Produzent sich an Nachfragerwünsche anpassen

„ Modell= Vereinfachtes Abbild der Realität (wie Landkarte zum Fahren ok)

A.1.2 Knappheitsprobleme und Produktionsfaktoren (2)

„ Arbeitsteilung

„ Sparen

„ Bildung

„ Rechtsordnung

„ Frieden

„ internationale Arbeitsteilung

„ relative Kostenvorteile

„ komparativer (d.h. relativer) Produktivitäts- bzw.

Kostenvorteil

„ Merkantilismus

(41)

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A.1.3 Volkswirtschaftliche Problemstellungen (1)

„

Wertschöpfung = Summe aller neu erstellter Güter und Dienstleistungen der abgelaufenen Periode; in einem Land: Bruttoinlandsprodukt!

„

reiche Länder (hohes Pro-Kopf-Einkommen y)vs arme Länder (niedriges Pro-Kopf-Einkommen)

„

wissenschaftlicher Analyse (=strukturiertes Denken; empirische Analyse

notwendig/Statistik)

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A.1.3 Volkswirtschaftliche Problemstellungen (2)

„ Marktangebot, Marktnachfage, Marktpreisbildung

„ Innovation

„ Selbständigkeit

„ Demographie

„ Außenhandel

„ Kapitalverkehr

„ Konjunktur und Wirtschaftswachstum

„ Strukturwandel der Wirtschaft

„ Staat in einer Marktwirtschaft

„ Einkommensverteilung

(42)

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A.1.3 Volkswirtschaftliche Problemstellungen (3)

„ Erhaltung einer intakten Erdatmosphäre & der Meere

„ Vereinfachende Annahmen bei der Analyse

„ Nutzenfunktion U; U(C1, C2) bei 2 Perioden

„ Spannungsverhältnis

„ Produktionsfaktoren

„ Gleichgewicht: Nachfrage = Angebot

„ Kaufkraft des Geldes = 1/P

A.1.3 Volkswirtschaftliche Problemstellungen (4)

„ Probleme in Volkswirtschaften:

„ Arbeitslosigkeit und Stagnation

„ Inflation: anhaltender Anstieg des gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus P; (dP/dt)/P ist die Inflationsrate; Warenkorb!

PREISNIVEAU= gewichteter Durchschnitt von Einzelpreisen!

„ Deflationsphasen; P sinkt längerfrist absolut!

„ sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Staat und privatem Sektor (bzw. der Wirtschaft)

„ strukturelle Reformen; Anpassung an verändertes Umfeld...

„ Finanzierung des Staatshaushaltes

„ Internationale Wirtschaftsbeziehungen

(43)

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A.1.3 Volkswirtschaftliche Problemstellungen (5)

„

Gesellschaft

„

Regeln und Institutionen

„

Verantwortungen

„

Regeln (und Institutionen) nützlich – oder auch schädlich –

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A.1.4 Teilgebiete der

Volkswirtschaftslehre & historische Befunde (gravierende Probleme)

„ Weltwirtschaftskrise

„ Tabelle A.1. Produktionsrückgang während der Großen Depression, 1930-34

(Quelle: World Bank country office data; Maddison (1995)/World Bank (2002))

Länder Zahl der

Schrumpfungsjahre

Kumulierter BIP–

Rückgang (%)

Frankreich 3 11

Deutschland 3 16

Vereinigtes Königreich 2 6 Vereinigte Staaten 4 27

Finanzmärkte sind besondere Schwachpunkte in Marktwirtschaft

(44)

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A.1.4 Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre (5)

„ Abb. A.3.

Wachstumsraten der realen

Bruttonationalprodukte von D, EU-15, Japan und USA, in Preisen von 1995 (Jahreswerte:

Änderungsrate gegenüber Vorjahreswert)

„ * Inkl. Neue Bundesländer der BRD

„ ** Inkl. BRD: nur alte Länder.

„ Quelle: ECFIN Ameco Database April 2003, eigene Berechnungen -4

-2 0 2 4 6 8 10 12

1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000

%

EU-15*

EU-15**

BRD BRD-West USA Japan

A.1.4 Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre (6)

Tabelle A.2.Langfristige reale Wachstumsraten pro Kopf (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) für ausgesuchte asiatische und lateinamerikanische Länder

(Quelle: BARRO/SALA-I-MARTIN 1998)

Wachstumsrate Periode (Prozent pro Jahr) Zahl der Länder

1900–1913 1,2 15 1913–1950 0,4 15 1950–1973 2,6 15 1973–1987 2,4 15

(45)

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A.1.4 Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre (7)

„ Armut von Entwicklungsländern

„ Unterernährung

„ Mängel im Gesundheitssystem

„ Mängel im Bildungssystem

„ Unterdimensionierte Infrastrukturausgaben

„ ineffiziente Staatsbetriebe

„ Sparquote (Relation Ersparnis zu Einkommen) in armen Ländern relativ gering

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A.1.4 Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre (8)

„

Kluge Reformen in vier Bereichen:

„ Staat

„ Wirtschaftssystem

„ Rechtsstaatlichkeit

„ Wirtschaftspolitik

Imagem

Tabelle A.2. Langfristige reale Wachstumsraten pro  Kopf (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) für ausgesuchte  asiatische und lateinamerikanische Länder
Abb. A.4. Ausgewählte Verbindungslinien der volkswirtschaftl. Analyse
Abb. A.5. Entscheidungsmodell „Homo oeconomicus“
Abb. A.6. Einfacher Gütermarkt
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Referências

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