Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 1
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Jean Monnet Chair for European
Economic Integration and Chair in Macroeconomics, University of Wuppertal © 2017 Grundlagen der
Volkswirtschaftslehre/
Makroökonomik
1&2 (Stand 2017)
Schumpeter School of Business and Economics
Empfohlenes Buch: Welfens, P.J.J. (2012),
Grundlagen der Wirtschaftspolitik.
Institutionen – Makroökonomik – Politikkonzepte,5. A.;
6. A. in 2018 Zudem: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank (11.12. Frau Müller von Dt. Bundesbank, Hauptstelle Düsseldorf; Vortrag Vorl.II)
Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (www.ezb.org)
Auszugsweise: Gutachten Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (via Website Statistisches Bundesamt zugänglich)
Website der Europäischen Kommission BÜCHER...
Makroökonomik bedeutet
Analyse der Entwicklung und Gestaltung
gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge, z.B.
Wirtschaftswachstum: Anstieg in % des „realen Bruttoinlandsproduktes“ bzw. Produktionsvolumen
Produktionslücke: gesamtwirtschaftliche
Nachfrage/Produktionspotenzial (Angebotsmöglichkeit)
Arbeitslosenquote bzw. Rezession(Prod.vol. sinkt); Jugend-Arbeitslosigkeit (FR>DE),
Strukturwandel (z.B. Digitialisierung; +/-Jobs im
Sektor IKT= )
Herausforderungen bei der volkswirtschaftlichen Analyse
Erklärung u.a.
von Konjunkturschwankungen (Wachstum<0)
von Krisen (1930er J. USA/Europa; 2008/09
Transatlantische Bankenkrise; 2010-16 Eurokrise
Inflation (o.Deflation) und Arbeitslosigkeit
Wachsende Einkommensungleichheit
Analyseperspektive: zunächst
Land 1 Wirtschafts- entwicklung, Land 2 Wi.entwicklung; Politikeingriffe in 1 bzw. 2, Kooperation? zB USA-EU-China-JapanProf. Dr. Paul J.J. Welfens
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Grundlagen der
Wirtschaftspolitik – 5.Aufl./6.Aufl
ISBN 978-3- 642-
33577-8
Lehrbuch Welfens plus
Übungsbuch Perret/Welfens (2016)
WELFENS Lehrbuch – Kapitel A+B und Teile von C durchzuarbeiten
Übungsfragen aus Arbeitsbuch Makroökonomik u. Wirtschaftspolitik
Mit Musterlösungen
Mit alten (und neuen) Klausuren
Digital vorhanden
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Cover Übungsbuch
Perret/Welfens (AUCH
DIGITAL!!)
Wichtige Fragen; Krisen:
USA+EU; Rolle Chinas (++?)
7 Jahre nach Transatl. Bankenkrise 08/09;
„Grosse Rezession“: Im Oktober 2008 stand der Westen (USA + EU) am Rand eines ökonomischen Absturzes; Rückgang des realen
Bruttoinlandsproduktes Deutschland in 2009 = -5%, normale Rezession etwa -1%; Gegenmaßnahmen Geldpolitik (Zentralbank: EZB, US: FED), Fiskalpolitik (Staat: Güterkäufe, Steuersenkungen) wirkten!
2017: Am Ende der Eurokrise 2010-2015
außer Griechenland mit fortgesetzten Problemen; ggf. auch Portugal
China: größtes Land der Weltwirtschaft nach Bruttoinlandsprodukt (Kaufkraftparitäten; d.h. inklusive Berücksichtigung von internationalen Preisunterschieden bei nichthandelsfähigen Gütern/Dienstleistungen)
2016-2025: Verdoppellung des BIPs (bei 5% Wachstum pro Jahr)
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21. Jahrhundert:
Weltwirtschaft
USA China
EU27/28 u.
Russland Asean ( Japan und Indien )
Gegenseitige Abhängigkeit:
Kooperation sinnvoll
Neue Krise in Europa mit
BREXIT (UK-Austritt aus EU) 2016
BREXIT: britischer EU-Austritt; UK
Referendum am 23.6.=51,9% gg. britische EU- Mitgliedschaft; Ergebnis völlig verzerrt
durch Cameron-Info-Panne; korrekt wäre 52,1% pro EU,wenn Info/Hauptbefund aus Studie Treasury (Finanzmin.) mit -10%
Einkommensverlust bei Brexit als Teil von 16 S.
Regierungsinfo an Haushalte gegangen
: BuchPJJ Welfens, BREXIT aus Versehen, 26000 downloads in 10
Monaten Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
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Cameron/May: Anti-EU
Immigrationsrhetorik
(C seit 2013)
EU-Zuwanderung
sei große Bürde für UK (Cameron; &May auch 2017 White Paper)
OECD zeigt:Zuwanderer Nettobeitrag Ukbudget!
Grund für Camerons Anti-EU-Imm.Rhetorik?
Nach Bankenkrise Staatl.Defizitquote 11%, muss reduziert werden, Cameron kürzt Transfers des
britischen Staates an die Städte=Unterversorgung mit lokalen öffentlichen Diensten=Klagen der
Bevölkerung, die Zuwanderung für schuldig halten
Neue Politische Ökonomie
Inflation, Arbeitslosenquote, Wachstumsrate des
verfügbaren Einkommens mit Einfluss auf Wähler bzw.
Regierungspopularität; Anwendung auf Wahlen!! (UK..)
B.S. FREY/SCHNEIDER (Economic Journal 1978, Pionierstudie UK): 1 Prozentpunkt mehr Wachstum erhöht Popularitätsvorsprung der Regierung um 0,8 Prozentpunkte (weitere Studien)
Info über 10% Einkommensverlust bei BREXIT – nicht in Info-Broschüre der Cameron-Regierung!!
hätte als Ergebnis 52,1% für REMAIN gebracht
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Cover BREXIT aus Versehen Buch (Welfens, Nov. 2016)
Wissenschaftliches Studium; Theorie, Fakten, Analyse, Kritisches Denken
Passt schlecht zu wachsendem Populismus in EU und USA – Behauptung, dass pol. System Wählerinteressen nicht vertritt
Rechtspopulismus bzw. Nationalismus breitet sich aus (UK, FR, DE, IT...); Vorurteils-Vernetzung
Foodwatch u.a. NGOs Teil von Irrationalität (Bode- Buch gegen TTIP z.T. ökonomischer Unfug)
Internetbasierte Fragmentierung Öffentlichkeit;
Radikalisierung der Politik,
Postfaktische
Thesen:z.B. Marine Le Pen verwechselt Realität u. Fiktion..
EU
Ministaat
= Teil der pol. Radikalisierung Europas!Forschungsgruppe Wahlen Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
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Wissen: Literatur-Zitat im Kontext der Volkswirtschaftslehre...
„Ich kaufte mir ein Dutzend Bücher über das Bank- und Kreditwesen, über Sicherheiten und Investitionen. Sie standen mit ihren rot-
goldenen Rücken wie frisch geprägtes Geld auf meinem Regal und versprachen mir die
strahlenden Geheimnisse zu enthüllen, die nur Midas, Mäzenas und Morgan bekannt waren“
F.Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby, New York (1925)
Fragen aus der Welt der
Finanzmärkte (Devisen, Aktien,
Staatsanleihen) zu Jahresende 2016
Britische Pfund seit 23. Juni um 15% gefallen !
Was bedeutet es, wenn Apple und Alphabet/Google mit jeweils fast 500 Mrd. € an der Börse bewertet werden (2x Toyota); Microsoft 400 Mrd. € = 3 Sillicon- Valley Firmen mit Wert in der Summe von ½ Bruttoinlands- produkt BIP (BIP=Neugüterproduktion) Deutschlands 2015
Was bedeutet die
globale digitale Dominanzder USA bzw. der IKT-
Firmen(DE: SAP,Siemens)
10 Jahres-Anleihe Deutschlands mit 0 Zins?!!
normal ca. 4%
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Studium der Makroökonomik
1) Motivation
2) Organisation
Regelmäßig lernen; in der Gruppe lernen/fragen!
Aktuelle Entwicklung mitnehmen/Internet etc.
3) Lehrbuch Welfens Kapitel A, B, Teile C
4)
mit Wissen Realität klug gestalten,Wohlstand steigern (s. China; nicht Venezuela),
Stabilität der Wirtschaftsentwicklung erhalten,
Wirtschaftsnobelpreise 2013:
für Analysen zu Aktienmärkten
(2014: Jean Tirole; 2015 Angus Deaton)
Wi.Nobelpreis 2013 Eugene FAMA:
Theorie effizienter Finanzmärkte
Lars Peter Hansen:
Statistische Aktienmarktanalyse Robert Shiller (behavioral
finance/animal spirits = Gegenteil von FAMA);
2017: Richard Thaler...
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Was hätte Adam Smith (1776: Buch „Wohl-
stand der Nationen“) dazu gesagt?
2016: Oliver Hart;
Bengt Holmström zu Vertragstheorie;
Teamtheorie, Anreizen in
Firmen/Produktivität
Wie sieht das Studium aus?
Studium (BA)
Vorlesung (Pflicht), Übung
(Pflicht)
Tutorien + Internet-Selbsttest + alte Klausuren
Private Gruppenarbeit
Wissenschaftliches Studium...
Internationalisiertes Studium
Viele Studierende aus Ausland (ca. 20%)
Studiumsstoff – offene Wirtschaft= denken in Kontext Land 1+2 (+3: bei EU-Integration)
Sie selbst gehen ggf. später ins Ausland zum Studium oder Praktikum (AIESSEC)
Auslandstudium wichtig für Jobchancen
Offenheit im Kopf, Toleranz, Kooperation;
KEINE
Ausländerfeindlichkeit
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Was mache ich, wenn es Probleme im Studium gibt/Klausurergebnisse unklar etc.
Bitte Kommunikation rechtzeitig aufnehmen:
In die Sprechstunde gehen: bei Prof./Mitarbeiter
Mit Fachschaftsvertreter(n) sprechen
QSL-Team beim Dekan ansprechen
Dozent ansprechen – z.B. nach Vorlesung
Klausureinsicht wahrnehmen: jeder kann seine Klausur einsehen
Was heißt wissenschaftlich analysieren? (3-Schritt)
1) Realität erfassen
(Fakten!) Theorie(n): Phänomen erklären
wissenschaftlich publizieren (z.B. zu
Währungsfragen)
Intersubjektiver Prozess:
Kritik, Debatte; nächster 3-Schritt
Erkenntis- fortschritt
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Volkswirtschaftslehre:
Es geht um den Umgang mit knappen
Ressourcen – knapp bezieht sich auf Relation Bedürfnisse der Menschen relativ zum
Güterangebot
(bzw. den globalen Ressourcen) Hinweis auf Lifestyle & technischen Fortschritt
Wachsende Weltbevölkerung: 1900: 1,5 Mrd., 2013: 7 Mrd.; 2050 etwa 10 Mrd.; Gesamtzahl von Menschen bisher ca. 82 Mrd. (nach LESCH/ZAUN (2008), Die kürzeste Geschichte allen Lebens, S. 11)
Weltwirtschaft analysieren; Kritisch
denken, forschen..., erfolgreich gestalten
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Studium an einer
wissenschaftlichen
Hochschule/Universität
Theoretische und empirische (statistische...) Analyse der Realität bzw. der Fakten
Frage, wie normative Fragen (Soll-Fragen) zu behandel sind; Wissenschaftstheorie
KRITISCHE Analyse; kritisch-rationale
Vorgehensweise – Zeitungen kaum zitierfähig;
Internet in Grenzen (! Ja, aber...) ;
Qualität der Information
Studium Makroökonomik
Wirtschafts- wissenschaft
Makroökonomik:
Analyse ganze Wirtschaft
Geschlossene Volkswirtschaft
Offene Volkswi. (2 Länder-Modell mit
Handel etc.)
Mikroökonomik
(Preisbildung auf Markt)
Einzelne Haushalte,
Firmen
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Preisbildung auf Markt bei Wettbewerb Gleichgewichtspreis im Schnittpunkt von
Angebot (SS (k‘)) und Nachfrage (DD)
p steht für Güterpreis,
q für Gütermenge Hinter Angebotskurve SS (supply) stehen die Grenzkosten k‘ der
Firmen der Branche: k‘
steht für dKosten/dq
(um wieviel steigen Kos- ten, wenn Produktion um 1 Einheit erhöht); hinter DD Wertschätzung Nachfrager
Umsatz = Preis p mal Menge q
Preis am Markt=Knappheitssignal
Konsu- menten- rente
Fläche=Kosten der Produktion (Integral unter k‘)
Produ- zenten- rente
Hinter Angebotskurve (Grenzkosten k‘:=dH/dq) und Nachfragekurve ...
Hinter der Nachfragekurve steht die
Zahlungsbereitschaft der Konsumenten (bzw.
Nachfrager) – im Neuroexperiment
erfassbar/
The Euromarketing labs – Kai- Markus Müller
!; Zahlungsbereitschaft in der DD-Kurve gezeigt für gegebene Zahl der Nachfrager (was geschieht mit Gleichgewicht-
spreis, wenn Immigration Nachfragerzahl erhöht?)
Gegebenes Pro-Kopf-Einkommen (y)
Hinter Angebotskurve stehen die Stückkosten bzw.
Grenzkosten k‘ (ergibt sich aus Gewinnmaximierung;
Ableitung Kostenfunktion H in Bezug auf Produktionsmenge q)Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
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Preis und Wert
Wie hoch ist der Brotpreis? Oder Buchpreis?
Was soll man für die neue Zeitung zahlen
(kenne ja den Inhalt nicht?)= Zeitungspreis
Wie wertvoll ist etwas – z.B. Infos -, was ich im Internet umsonst (?) erhalte;
Kosten müssen „querfinanziert“ werden...
Was bedeutet Preis von Null in
ökonomischer Sicht? (Freibiermenge...)
Nachfrage ges.wirtschaftlich, Angebotsseite
ges.wirtschaftlich
Kurz-/mittelfristig: Nachfrageseite wichtig
Langfristig: Angebotsseite bzw. Produk- tion in den Unternehmen
(ges.wirtschaftlichesProduktionspotenzial auf Basis von Kapital K, Arbeit L, Technologie A)
Flüchtlingswelle in Deutschland
2015/2016:
Nachfrageschub von 10 000 € x 1 Mio. Flüchtlinge=
0,3 bis 0,5% Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt
Angebotsseite:wenn Flüchtlinge/Zuwanderer arbeiten, steigt die Produktion =kaum
Ressourcenkonflikt zw. Inländern & Zuw.Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
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Das Marktschema gilt
grundsätzlich für alle Märkte
Im Arbeitsmarkt heißt die Menge auf der
Abszisse (horizontale Achse) Arbeitsmenge L, der Preis au der vertikalen Achse ist der
Nominallohnsatz W (Stundenlohn) oder alternativ W/P (P ist „Preisniveau“); und Relation W/P:= w heißt Reallohnsatz
Im Devisenmarkt (Dollar-Markt) steht auf
den Achsen: Wechselkurs (e in €/$) vertikal,
auf der waagerechten Achse die Dollarmenge
Gütermärkte, Arbeitsmärkte
Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen kann von der geplanten Güterproduktion der Firmen hergeleitet werden...(Ansatz:
Gewinnmaximierung...)
Einige grundlegende weitere
Überlegungen zu Marktwirtschaft, Staat, Krisen und Politik
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Ökonomische Analyse: Realität, Krisen, Ängste und Politik
Grosse Leistungsfähigkeit der
Marktwirtschaft – private Produzenten dominieren - bei Wettbewerb:
Große Gütermenge effizient (zu geringen bzw.
minimalen Kosten) produziert
Gute Qualität – in den meisten Märkten – und hoher Innovationsgrad bzw. viele neue Produkte
Gelegentlich aber Probleme: z.B. Bankenmarkt bzw.
Tranatlantische Bankenkrise 2008/09 (Buchms. Ende Oktober 2008 Transatlantische Bankenkrise, S.158f: Eurokrise
Rezessionen, gefährliche Krisen
Wachstum; zeitweise Rezession
=Instabilität in Wirtschaftsentwicklung:
solche kurzfristiger zyklischer Art über
einige Quartale (Rezession) in Konj.zyklus
Mehrjährig: Grosse Depression 1929-34 in UK, DE, FR, USA;
Massenarbeitslosigkeit
Transatlantische Bankenkrise 2007-09: fast
wieder Weltwirtschaftskrise: 15. Sept. 2008 Konkurs der US-Bank Lehman Brothers
Eurokrise (GR, PG, IR, ZY, SP) 2010-15
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Sinkende Ungleichheit zwischen Ländern, wachsende Ungleichheit (z.B. yQualifizierte/yUngelernte)
Steigende Ungleichheit bei Pro-Kopf-Einkommen (y:= Y/L; Y ist BIP, L Bevölkerung)
Wo kommt steigende Ungleichheit her(digital)?
Woher steigender Populismus/Nationalismus?
Wie lässt sich Ungleichheit vermindern?
Bessere Chancengleichheit bei Bildung?
Größerer Staat, der mehr besteuert? (USA, UK, Schweiz, China sagen da Nein; EU27? Ja, aber – internat. Druck US/UK/China)
Digitalisierung&Globalisierung=2 S. der Medaille?
Digitale Chancengleichheit für Individuen oder Gruppen
Wertschöpfungsentwicklung in Teilbereichen von IKT-OECD
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Soziale Marktwirtschaft: Produktion in
private Unternehmen bei Wettbewerb
(viele Anbieter), Sozialpolitik (Umverteilung)
In der Sozialen Marktwirtschaft
(Marktwirtschaft mir überwiegend privaten Anbietern bei Wettbwerb) wird marktmäßige Güterproduktion mit staatlicher Sozialpolitik (z.B. Kindergeld = bedarfsorientiert;
Rentenpolitik)
und anderen Politikbereichen verbunden
Einige Märkte speziell
, zBGesundheitsmarkt
= indirekter Markt (Krankenkasse-Ärzteschaft-
DE, UK, FR, USA (Europa besser...):
Lebenserwartung, Kindersterblichkeit
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Todesursachen nach sozio-
erwerbsbezogenen Gruppen
(pro 100000; 1999), Frankreich
TODESURSACHE Arbeiter/
Angest. Manager/
Kaufleute Spitzenmanger
& Selbständige
LUNGENKREBS 29 15 8
ALKOHOLISMUS 23 8 2
INFARKT 22 14 9
AIDS 14 14 17
Quelle: INSERM, France, zitiert nach MAJNONI D’INTIGNANO, B. (2007), Santé et Economie en Europe, Paris: Puf, 9
Bevölkerungszahl eines
Landes (ohne Zuwanderung)
Bevölke- rungszahl Kinderzahl
Sterblichkeit
Medizinischer Fortschritt;
Ernährungsqualität;
Krankenvers.Anreize z.B. Vorsorge-U. für
Schwangere
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Langfristige Entwicklungen, z.B.
Demographie
(Bevölkerungsprognose UN)
m i t tl e r e Pr o g
Deutschland
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China
Pro-Kopf-Einkommen auf Basis von Kaufkraftparitäten (in 1.000 € KKP)
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1960 1970 1980 1990 2000 2010 2014 2015 2016
Belgien 1.08 2.51 8.36 17.06 24.53 30.68 33.04 34.25 34.07
Tschechien 11.47 14.12 21.04 23.76 25.20 25.45
Dänemark 1.22 2.74 7.99 16.57 25.12 32.90 35.10 36.58 36.30
Deutschland 1.39 3.00 9.59 19.89 24.13 30.54 34.55 35.83 35.71
Estland 8.23 16.49 20.94 21.64 21.68
Griechenland 0.62 2.02 7.06 11.69 17.10 21.54 19.41 19.68 19.51
Spanien 0.66 1.83 5.69 11.44 18.87 24.43 24.73 25.92 26.40
Frankreich 1.00 2.40 7.87 15.08 22.98 27.53 29.47 30.61 30.52
Irland 0.72 1.60 5.37 12.51 8.23 16.49 20.94 21.64 21.68
Italien 0.94 2.34 7.90 16.87 23.68 26.54 26.65 27.81 27.77
Zypern 11.92 18.65 25.43 22.36 23.53 23.75
Lettland 7.78 7.02 13.44 17.53 18.59 18.88
Litauen 8.08 7.41 15.37 20.67 21.58 22.08
Luxemburg 1.73 3.47 10.75 28.16 48.41 65.43 74.50 77.82 78.14
Ungarn 10.38 16.39 18.72 19.74 19.93
Malta 16.02 21.28 24.83 26.76 27.47
Niederlande 1.29 2.86 8.62 17.20 27.69 34.05 35.99 37.01 37.15
Österreich 1.08 2.47 8.49 17.64 25.69 32.01 35.68 36.91 36.54
Polen 5.63 9.33 15.91 18.64 19.80 20.10
Portugal 0.47 1.28 4.48 10.59 16.54 20.89 21.15 22.16 22.27
Slowenien 11.20 15.81 21.22 22.76 23.87 24.15
Slowakei 9.93 18.96 21.31 22.33 22.75
Finnland 0.91 2.14 7.47 16.51 23.44 29.64 30.47 31.55 31.52
Schweden 1.39 3.12 9.02 18.28 25.65 31.82 34.07 35.70 35.98
Vereinigtes Königreich1.19 2.30 6.85 15.23 22.82 27.30 29.90 31.19 31.15
Bulgarien 5.59 11.43 12.77 13.58 13.96
Rumänien 4.79 5.15 13.12 15.25 16.46 17.09
Quelle: Ameco Datenbank/EU
1. Langfristige reale Wachstumsraten pro Kopf für
ausgesuchte asiatische und lateinamerikanische Länder 2. Anteile an der Weltindustrieproduktion (%, Zahlen nach Bairoch bzw. Kennedy)
Quelle: BARRO/SALA-I-MARTIN, 1998
Starkes Wachstum: damals, heute, in Zukunft
1860 Preußen: größter Besteller von Investitionsgütern noch Landwirtschaft
1970 dominierte die Industrie in DE/EU die Produktion/Jobs
2017 dominiert Dienstleistungssektor; immer mehr dabei jobmäßig Handel, aber wertschöpfungs- und
innovationsmäßig der Digitale Sektor (IKT);
Internetwirtschaft mit Besonderheiten:
Preisdifferenzierung(Iphone-Nutzer zahlt mehr als X)
Angebote „kostenlos“, Querfinanzierung
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Standardmarkt (a) jeder zahlt P
0) vs.
Digital-Markt (jeder zahlt individuell b)
E0 p
p0
B
q0 q
0
k‘0
Gleichgewicht auf Gütermarkt (Standardsituation)
DD0
A
Gleichgewicht auf Internetdienstmarkt
q
Z 0 q0 Z
E0
k‘‘0
DD0
p0
p
p1
A B C
a) b) p1=0,5Ap0
D
Standard-Marktsituation a) und Internetdienstemarkt b)
Steigende Grenzkosten k‘ nur Fixkosten F; k“=F/q
Durchschnittkosten k“
Konsu- menten- rente
Werbefinanzierte Produkte (a für Gut i) vs. „kostenlose“
Internetdienste (b) z.B. Google „frei“, Werbung geschaltet für j-Güter: verschiebt Nachfragekurve für Getränke (j-Gut) nach außen; jede Flasche differenziert Internet-
Gewinncode
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Suchmaschine GG ist kostenlos, also Nachfrage Sättigungsmenge in Z
Wirtschaft ist zunehmend digitalisiert + Old Economy
(noch dominant bis 2030?)
Führende Volkswirtschaften USA, EU28, China
(Nr. 1 nach Kaufkraftparität; internationale Unterschiede bei Preisen nichthandelsfähiger Güter berücksichtigt)
; China ca. 17% der Weltwirtschaft, gemessen am
globalen Produktionswert, USA, EU28 ca. 16%, in Summe >50%;
G20 =ca. 80% der Weltwirtschaft
Deutschland für sich betrachtet oder als Teil
von EU28/EU27 oder Eurozone (EU19; Hinweis
(Bruttoinlandsprodukt = 10 000 Mrd. € in 2015)
Nationaleinkommen in den USA, den EU28 und China in 2015
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USA
18.581.144 Mio.
US $
China
19.696.669 Mio.
US $ EU
15.653.426 Mio.
US $
Frühes 21. Jahrhundert zu analysieren im Kontext von Interdependenz; USA
& EU (z.B. Bankenkrise);
Oder US-China-EU Interd.
EU-US-Interdependenz (US-Impuls, Wirkung in EU, Rückwirkung auf USA)
1) EU-US: via Außenhandel Xeu nach US; Xus nach EU
2) via Kapitalverkehr bzw. Direktinvestitionen von Multis; z.B.
US Tochterfirmen stehen für 7% BIP UK, 2,5% BIP Deutschland
3) News:
z.B. Trump-Twitter-Nachricht „zu hohe Nettoexporte
Deutschland“ führt zu Reaktion beim DAX an Börse; Kurse fallen,
Investitionen in den Exportsektor-Firmen sinken; BIP-Wachstum DE fällt, Importe von DE sinken=US-Exporte fallen, BIP-Wachstum US fällt
??Mexiko hat Exportüberschuss gegenüber USA: Trump will NAFTA (US- Kanada-Mex. Freihandelsabkommen) neu verhandeln; errichtet z.B. neue Exporthürden für Mexiko, ABER Währung Mexikos wertet dann ab, was Exporte stimuliert; zudem verteuern sich (Import-)Autos für US-Bürger...
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für die USA, reales BIP (1947Q1-2017Q1) -600
-400 -200 0 200 400
0 4,000 8,000 12,000 16,000 20,000
50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 00 05 10 15
GDP Trend Cycle
Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)
für Deutschland; reales BIP (1991Q1-2017Q1) -30,000
-20,000 -10,000 0 10,000 20,000 30,000
500,000 550,000 600,000 650,000 700,000 750,000
92 94 96 98 00 02 04 06 08 10 12 14 16 GDP Trend Cycle
Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)
für China, reales BIP (2011Q1-2017Q2) -30,000
-20,000 -10,000 0 10,000 20,000 30,000
80,000 100,000 120,000 140,000 160,000 180,000 200,000 220,000
I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II
2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
GDP Trend Cycle
Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)
B.
krise
Asiatisches Jahrhundert? (nach ADB, 2017) Bruttoinlandsprodukt:= BIP 148 000 Mrd. US$ in 2050; 51% Welt-BIP=Asien
3,00% 1,00%
51,00%
15,00%
10,00%
18,00%
2,00%
Mittlerer Osten & Nord-Afrika Rest der Welt
Asien Nordamerika
Lateinamerika und Karibik Europa
Subsahara-Afrika
„Middle Income Trap“ (Mittlere-Eink.Falle in Asien); dann in 2050 BIP Asien: dann nur 61 000 Mrd. $, Weltanteil 32%
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 53
5,00%
2,00%
32,00%
23,00%
9,00%
26,00%
3,00%
Mittlerer Osten & Nord-Afrika Rest der Welt
Asien Nordamerika
Lateinamerika und Karibik Europa
Subsahara-Afrika
F&E-Quote in ausgewählten OECD-Ländern und China, 1996, 2000, 2007, 2013
Research and development expenditure (% of GDP)
1996 2000 2007 2013
China 0,57 0,90 1,38 2,01
France 2,21 2,08 2,02 2,24
Germany 2,14 2,39 2,45 2,83
Italy 0,95 1,01 1,13 1,31
Spain 0,79 0,88 1,23 1,26
United States 2,44 2,62 2,63 2,73
United Kingdom 1,71 1,72 1,68 1,66
OECD members 2,14 2,30 2,25 2,42
Quelle: Weltbank
Bruttoinlandsprodukt, Warenhandel und Börsenkapitalisierung in ausgewählten Ländern, 1971-2005
GDP Merchandise Trade Stock
Market Capital- ization At PPP exchange rates At market exchange rates Exports Imports
1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 2001-05 United
States 22,5 20,5 27,9 30,1 15,7 11,6 15,6 19,7 44,4
Euro Area1 21,3 15,7 20,2 21,9 21,2 18,5 21,2 16,9 15,3
Japan 8 6,7 7,5 11,6 8,5 7,4 7,9 5,8 9,4
United
Kingdom 4,3 3,1 3,7 4,9 6,9 4,7 7,9 5,6 7,5
China2 3 14 2,6 4,6 1,2 7,2 1,3 6,2 1,9
Canada 2,1 1,9 2,7 2,4 5,7 4,4 5,5 4 2,8
Mexico 1,7 1,8 1,3 1,8 0,5 2,7 0,8 2,9 0,5
Korea 0,6 1,6 0,3 1,7 0,7 3,1 0,9 2,7 1,1
India 3,5 5,7 1,7 1,6 0,7 1 0,8 1,2 0,8
Brazil 2,7 2,7 1,2 1,5 1,3 1,2 1,9 0,9 0,8
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 55
Quelle: IMF 2007, World Economic Outlook, Washington, D.C., pp.122-123 1Excluding intra-Euro-Area Trade
2Data in 1971-75 column are for 1976-1980
Nettoinvestitionsquote ausgewählter Länder
(nominale Investitionen relativ zum nominalen Bruttoinlandsprodukt; 1995-2015; Quelle: OECD)
Investitionen der Unternehmen; ohne Abschreibungen bzw. Reinvestition Spanien fällt nach 2007 in Investitionskrise=
Wirtschaftskrise
Krisen vorhersehen, messen, bewältigen?
Wissenschaft/Staat/IWF oder Google?
1) Normalschwankung Wirtschaft – mit ca. - 1% reales Wachstum in normaler Rezession (
Rezession:=mehr als 2 aufeinanderfolgende Quartale Produktionsschrumpfung gegenVorquartal
)
2) mehr als -2% Schrumpfung in einem Jahr und mehr als 6 Quartale Rezession=Krise (GR.)
3) Glücklich Niederlande und Australien mit mehr als 100 Quartalen Aufschwung(
NL 70erJahre; AUS 2017 noch)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 57
CISS-Indikator nach EZB-Methodik für USA,
Euro Area und China
(Quelle: Kremer, 2017)Lehrbuch-TEXT
Sorgfältig durcharbeiten, d.h....
Muss man verstehen, ganz lesen Kap. A und B, Teile von C (werden genannt!)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 59
Studium Volkswirtschaftslehre/
Makroökonomik
Volkswirtschaftslehre
befasst sich mit u.a. Wirtschaftsordnung: Soziale Marktwirtschaft…
Gesamtwirtschaftlicher Güterproduktion
Gesamtwirtschaftlicher Güternachfrage
Beschäftigung/Arbeitslosigkeit; Subv.? Steuerpolitik
Preise: Brot, PC, Auto, Reifen, Benzin,
Muskat
Inflation: d.h. durchschnittliche Änderungsrate (%) aller Preise – insgesamt des Preisniveaus –ist >0 Bankenkrisen; Staatsverschuldungskrisen…
Steuer- und Abgabenquoten in ausgewählten OECD-Ländern
61
Average Average Employee SSC Employer SSC tax wedge central income as percentage as percentage as percentage tax as percentage of total labour of total labour of average wage of total labour costs 2016 costs 2016 (private sector, 2016) costs 2016
France 40,01 5,76 10,47 26,77
Finland 39,23 17,83 7,14 18,75
Italy 38,64 11,17 7,20 24,17
Belgium 38,56 11,75 10,86 22,29
Greece 38,34 8,11 12,65 19,90
Sweden 37,96 13,59 5,32 23,91
Austria 36,54 9,07 13,95 22,43
Turkey 36,38 8,72 12,77 14,89
Germany 34,04 0,73 17,12 16,20
Spain 33,85 5,94 4,89 23,02
Hungary 33,70 4,62 14,40 22,18
Netherlands 32,21 14,78 10,75 10,07
Latvia 31,67 7,32 8,49 19,12
Norway 31,61 16,50 7,26 11,50
Poland 30,80 1,16 15,26 14,37
Slovak Republic 28,92 -1,14 10,21 23,78
Portugal 28,21 3,44 8,89 19,19
Estonia 28,09 8,21 1,20 25,26
Czech Republic 27,16 -3,11 8,21 25,37
Japan 27,12 5,57 12,48 13,14
OECD Average 26,56 8,85 8,16 14,38
Denmark 26,06 32,00 0,00 0,78
United Kingdom 25,80 12,08 8,45 9,70
Slovenia 23,85 2,58 19,04 13,87
Iceland 23,85 20,02 0,31 6,85
United States 20,76 5,95 7,06 7,75
Mexico 20,13 8,48 1,22 10,43
Korea 19,99 2,98 7,62 9,39
Israel 19,43 9,35 7,51 5,27
Australia 18,08 22,95 0,00 5,63
Luxembourg 16,10 5,77 11,42 10,84
Canada 11,85 9,46 6,83 10,82
Switzerland 9,07 3,95 5,86 5,86
Ireland 8,29 6,14 3,61 9,71
Chile 7,00 0,00 7,00 0,00
New Zealand 6,15 17,89 0,00 0,00
Source: OECD (2017), Taxation Database, Average Tax W edge Decomposition
Unterscheide relative Preise (p
i/p
j) und Preisniveau P
Relativpreis:
pi Preis für Brot in € pro kg Brot
pj Preis für Milch in € pro Liter Milch
P ist gewichteter Durchschnitt von p
iund p
j; dividiert man nominale Größe (in
Geldeinheiten) durch P, so erhält man reale Größe: Staatsverschuldung B/P = 2000 Mrd.
€/P = Realwert der Staatsverschuldung („in
„Bruttoinlandsprodukt“ (BIP)
BIP in einem La nd
Definition: BIP=Summe
aller neuen Güter&
Dienstleistungen
in einer Periode (D 2015: ca. 3000
Mrd. €)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 63
Preise entstehen auf Märkten durch Zusammenspiel von
Angebot und Nachfrage
Preis bei Wettbewerb ist niedrig (geringer als im Monopol) bzw. entspricht
langfristig den Durchschnittskosten
Preis im Monopol (nur 1 Anbieter) ist viel höher als
Kosten der Produktion:
Monopolgewinn (Muskat 16/17. Jh, OPEC-Kartell
seit 1970er Jahre)
John E. Wills, 1688. Was geschah in
jenem Jahr rund um den Globus?, 2002
Versuche, Gewürzhandel im heutigen Indonesien zu monopolisieren: Niederlande in Nachfolge der Portugiesen; MUSKAT, NELKEN etc.
Da Differenz Monopolpreis minus Kosten bzw. Preis bei Wettbewerb (viele Anbieter) hoch ist, geht es um große aktuelle u. erwartete Gewinne;
Monopol
ökonomisch unerwünscht
: ab 1958 Wettbewerbspolitik EU, US etc., globaler Freihandel (WTO)=Importkonkurrenz
bei handelsfähigen Gütern
; nach 2015: TTIP=Projekt transatlantischer FreihandelProf. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 65
Warum ist VWL wichtig?
Liefert Analyse für die Umgebung, in der Unternehmen bzw. Haushalte aktiv sind
Gibt Ansatzpunkte für staatliche Reformen= Lösung von Problemen
Volkswirtschaftslehre erklärt
gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Ländern (z.B. Deutschland, EU, USA,
Russland, China) sowie der Weltwirtschaft
Mit Lichtgeschwindigkeit Blick auf Weltwirtschaft (nachts)…
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 67
Quelle: NASA Online;
http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?id=1438
Bergische Universität Wuppertal
Schumpeter School of Business and Economics – neuer Hörsaal
Universität mit internationalem Partnern weltweit
Bibliothek: mit digitalem Zugang
Learn/read English papers
Wissenschaftliches Studium:
Viel Lernen, Net- working,
Eigene Talente entwickeln
Prüfung bestehen
Bachelor Master
Beruf
Erfolgreiche Wirtschaftswissenschaft/
Volkswirtschaftslehre (Master: in English) in Wuppertal:
Top 6 in D, top 2% in EuropaProf. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 69
EIIW at the University of Wuppertal (left); Team in Brüssel (Kommission)
EIIW (Campus Freudenberg) = Schnittstelle Wirtschaftswissenschaft, Politik, Wirtschaft
EIIW
www.eiiw.
eu (contra Sarrazin)
Journal International Economics and Economic Policy
P.J.J. Welfens, www.eiiw.eu (2010) 71
Englisch Lernen
fürStudium u. Beruf
Wissenschaftliches Studium
Wissen erwerben und
KRITISCH vertiefen
Fähigkeiten entwickeln
Mit anderen Lernen
Gute Basis legen, um später vernünftiges Einkommen zu erzielen;
Möglichkeit, die Wirtschaftentwicklung/Unternehmen, Region, Arbeitsfeld, die Welt zu beeinflussen
Aufbau Studium: Hier
Volkswirtschaftslehre (VWL)
VWL • Gegenstand ist die Volkswirtschaft eines Landes (oder einer Region) oder von Ländern bzw. der Weltwirtschaft
Theorie
• Modellierung Familie Müller bei wirtschaftl. Entscheidung (Mikro)
• Modellierung der Entscheidungen einzelner Unternehmen (Mikro)
Theorie
• Modellierung der gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Land (Makro), z.B. Konsum- bzw. Sparentscheidung aller privaten Haushalte; und wie Konjunktur mit
Investitionen aller Unternehmen zusammenhängt!
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 73
Wissenschaftliche Analyse
Verhaltensannahmen
Umfeld/Nebenbedingung
Individuum Firma
Staat(en)/Gesellschaft
• Präferenzen/Wünsche
• Rationalität?
• Nutzen maximieren
• Gewinn maximieren (Firma)
• Zeithorizonte
• Vernetzung
• Standardsetzung…
In der Regel wird rationales Verhalten der Individuen angenommen
Optimale
Entscheidung: gute Produkte für Markt
Information
Ziele
Neben- bedingungen
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 75
Wer Produziert...
Für Markt
(Nachfrager); bei bestimmten Regeln Großun-
ternehmen
KMU (klieine u.
Mittelständische
Unternehmen) Neue Firmen (und Anbieter Ausland/Impovom
rt)
VW-Dieselabgas-Betrug (USA;
EU...; 11 Mio. Fahrzeuge)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 77
Güterarten (Unterschiedlich: Qualitätsstufen erkennbar?)
Inspektionsgüter (z.B. Erdbeeren)
Erfahrungsgüter (z.B. Autos...)
Vertrauensgüter (z.B. Studium; erst viel später Q erkennbar)
Bei VW Betrug an Kunden, Verzerrung des Wettbewerbs, Steuerbetrug (indirekt), Aktienkurseinbruch USA:
Prozesskosten, Entschädigungszahlungen;
Beschädigung von Made in Germany als Marke und des Vertrauens der Autobauer in Deutschland
untereinander...
Wie rational ist Verhalten von Managern in Großunternehmen/Anreize/Kontrolle(D,US,CH)
Möglicher Lösungsansatz: wie
Sarbanes-Oxley-Gesetz 2002 USA (bei Finanzdaten-Qualität Firmen)
(Vorst.vor- CEO sitzender)
Technik- Vorstand
Besondere Erklärung als Bilanzergänzung
zur Qualität der Emissionsdaten der
Firma: Produktion und Produkte
Manchmal erstaunliches Verhalten: kognitive Dissonanz, Festinger, 1957: Wie ist Kausalität:
Lesen von Wirtschaftszeitung auf Aktienkurse oder eher umgekehrt?(Wie rational ist das denn?)
„gute
Lektüre“ Mehr
Aktienkäufe Aktienkurs steigt?
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 79
Argentesi/Lütkepohl (2010) zeigen in German Economic Review andere Kausalität...
Aktienkurs anstieg
Lust an Bestätigungs
-lektüre
Kausalität von Kursentwicklung
zu Lesen
Welche Themen behandeln wir (Beispiele)?
Welche Lohnhöhe?
Was/wieviel wird konsumiert?
Wie wird finanziert?
Was wird produziert? Welche Innovationen, Investitionen?
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 81
Es gibt ein Müll- und Emissionsproblem (CO2, Global
Warming)
Deutschland/EU: Elektronikmüll in
EU-Ländern (woher Unterschiede?...)
Wirtschaftliche Entwicklung mit Schwankungen der gesamtwirt-
schaftlichen Produktion (Konjunktur)
Jährliche Änderungsrate der Produktion (%) bzw. des realen Bruttoinlandsproduktes
Was ist?
Warum diese
Schwankungen?
(THEORIEN=
positive Analyse;
Erklärung(en))
Soll man
Schwankungen mit gezielter
Politik/Eingriffen bekämpfen? Wie
stark?
(NORMATIV)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 83
Wo Theorie sich bewähren muss (wo man nicht nur auf
Erfahrungswissen bauen kann)
Neue
Phänomene (z.B. IKT)
Prognose:
Kombiniere Theorie mit
Annahmen
(z.B. $-Kurs, Ölpreis)
Erklärung der Realität
IKT = Informations- und
Kom-munikationstechnologie
Interessante „Fälle“: y ist Pro-Kopf- Einkommen bzw. Arbeitsproduktivität
• 1950: Arbeitsproduktivität y
=50% BRD; 1990: 33%
• Wie kam Ende sozialistischer Zentralverwaltungswirtschaft?
Ende der DDR (89)
• y: 73% in 2010
• von was hängt y ab?
Wie schnell läuft
Aufholprozess?
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 85
Deutschland (20 Jahre Wiederver- einigung): 2009 Lohnunterschiede Männer/Frauen; West/Ost-Deutschl.
-24,7%
-5,7%
-12,9%
-30,3%
-7,5% -34,3%
14,02€
20,12€ 15,16€
13,21€
♂ ♀
Früheres Bundesgebiet einschl. Berlin
Neue Länder
Rolle von Erwartungen;
Siehe 2010 SPIEGEL-
Studie (Arminger)
WESTDEUTSCHLAND
EX-DDR
Hinweis auf Arbeitspro- duktivität;
Quelle:
Statistisches Bundesamt
Wirtschaftssysteme im Wandel
• 1990/91 Ende; nicht zukunftsfähig,
Transformation zur Marktwirtschaft
• Westliche Marktwirtschaften
Gewinner der Systemkonkurrenz Sowjetische
Zentralveraltungswirtschaft
• 15. Okt. 2008: Lehman Brothers Bank Konkurs (USA), Transatlant. Banken- krise; westli. Marktwirtschaften stabil?
• Im Nov./Dez. 2008 OECD am Abgrund, dann Euro-Staatsschuldenkrise 2010-15 Westliche Marktwirtschaft &
Modell Marktwirtschaft + Autoritäres Politiksystem
(China)
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens
(www.eiiw.eu) 87