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Volkswirtschaftslehre - Prof. Welfens

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(1)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 1

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Jean Monnet Chair for European

Economic Integration and Chair in Macroeconomics, University of Wuppertal © 2017 Grundlagen der

Volkswirtschaftslehre/

Makroökonomik

1&2 (Stand 2017)

Schumpeter School of Business and Economics

Empfohlenes Buch: Welfens, P.J.J. (2012),

Grundlagen der Wirtschaftspolitik.

Institutionen – Makroökonomik – Politikkonzepte,

5. A.;

6. A. in 2018

Zudem: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank (11.12. Frau Müller von Dt. Bundesbank, Hauptstelle Düsseldorf; Vortrag Vorl.II)

Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (www.ezb.org)

Auszugsweise: Gutachten Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (via Website Statistisches Bundesamt zugänglich)

Website der Europäischen Kommission BÜCHER...

(2)

Makroökonomik bedeutet

Analyse der Entwicklung und Gestaltung

gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge, z.B.

Wirtschaftswachstum: Anstieg in % des „realen Bruttoinlandsproduktes“ bzw. Produktionsvolumen

Produktionslücke: gesamtwirtschaftliche

Nachfrage/Produktionspotenzial (Angebotsmöglichkeit)

Arbeitslosenquote bzw. Rezession(Prod.vol. sinkt); Jugend-Arbeitslosigkeit (FR>DE),

Strukturwandel (z.B. Digitialisierung; +/-Jobs im

Sektor IKT= )

(3)

Herausforderungen bei der volkswirtschaftlichen Analyse

Erklärung u.a.

von Konjunkturschwankungen (Wachstum<0)

von Krisen (1930er J. USA/Europa; 2008/09

Transatlantische Bankenkrise; 2010-16 Eurokrise

Inflation (o.Deflation) und Arbeitslosigkeit

Wachsende Einkommensungleichheit

Analyseperspektive: zunächst

Land 1 Wirtschafts- entwicklung, Land 2 Wi.entwicklung; Politikeingriffe in 1 bzw. 2, Kooperation? zB USA-EU-China-Japan

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 3

(4)

Grundlagen der

Wirtschaftspolitik – 5.Aufl./6.Aufl

ISBN 978-3- 642-

33577-8

(5)

Lehrbuch Welfens plus

Übungsbuch Perret/Welfens (2016)

WELFENS Lehrbuch – Kapitel A+B und Teile von C durchzuarbeiten

Übungsfragen aus Arbeitsbuch Makroökonomik u. Wirtschaftspolitik

Mit Musterlösungen

Mit alten (und neuen) Klausuren

Digital vorhanden

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 5

(6)

Cover Übungsbuch

Perret/Welfens (AUCH

DIGITAL!!)

(7)

Wichtige Fragen; Krisen:

USA+EU; Rolle Chinas (++?)

7 Jahre nach Transatl. Bankenkrise 08/09;

„Grosse Rezession“: Im Oktober 2008 stand der Westen (USA + EU) am Rand eines ökonomischen Absturzes; Rückgang des realen

Bruttoinlandsproduktes Deutschland in 2009 = -5%, normale Rezession etwa -1%; Gegenmaßnahmen Geldpolitik (Zentralbank: EZB, US: FED), Fiskalpolitik (Staat: Güterkäufe, Steuersenkungen) wirkten!

2017: Am Ende der Eurokrise 2010-2015

außer Griechenland mit fortgesetzten Problemen; ggf. auch Portugal

China: größtes Land der Weltwirtschaft nach Bruttoinlandsprodukt (Kaufkraftparitäten; d.h. inklusive Berücksichtigung von internationalen Preisunterschieden bei nichthandelsfähigen Gütern/Dienstleistungen)

2016-2025: Verdoppellung des BIPs (bei 5% Wachstum pro Jahr)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 7

(8)

21. Jahrhundert:

Weltwirtschaft

USA China

EU27/28 u.

Russland Asean ( Japan und Indien )

Gegenseitige Abhängigkeit:

Kooperation sinnvoll

(9)

Neue Krise in Europa mit

BREXIT (UK-Austritt aus EU) 2016

BREXIT: britischer EU-Austritt; UK

Referendum am 23.6.=51,9% gg. britische EU- Mitgliedschaft; Ergebnis völlig verzerrt

durch Cameron-Info-Panne; korrekt wäre 52,1% pro EU,wenn Info/Hauptbefund aus Studie Treasury (Finanzmin.) mit -10%

Einkommensverlust bei Brexit als Teil von 16 S.

Regierungsinfo an Haushalte gegangen

: Buch

PJJ Welfens, BREXIT aus Versehen, 26000 downloads in 10

Monaten Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 9

(10)

Cameron/May: Anti-EU

Immigrationsrhetorik

(C seit 2013)

EU-Zuwanderung

sei große Bürde für UK (Cameron; &May auch 2017 White Paper)

OECD zeigt:Zuwanderer Nettobeitrag Ukbudget!

Grund für Camerons Anti-EU-Imm.Rhetorik?

Nach Bankenkrise Staatl.Defizitquote 11%, muss reduziert werden, Cameron kürzt Transfers des

britischen Staates an die Städte=Unterversorgung mit lokalen öffentlichen Diensten=Klagen der

Bevölkerung, die Zuwanderung für schuldig halten

(11)

Neue Politische Ökonomie

Inflation, Arbeitslosenquote, Wachstumsrate des

verfügbaren Einkommens mit Einfluss auf Wähler bzw.

Regierungspopularität; Anwendung auf Wahlen!! (UK..)

B.S. FREY/SCHNEIDER (Economic Journal 1978, Pionierstudie UK): 1 Prozentpunkt mehr Wachstum erhöht Popularitätsvorsprung der Regierung um 0,8 Prozentpunkte (weitere Studien)

Info über 10% Einkommensverlust bei BREXIT – nicht in Info-Broschüre der Cameron-Regierung!!

hätte als Ergebnis 52,1% für REMAIN gebracht

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 11

(12)

Cover BREXIT aus Versehen Buch (Welfens, Nov. 2016)

(13)

Wissenschaftliches Studium; Theorie, Fakten, Analyse, Kritisches Denken

Passt schlecht zu wachsendem Populismus in EU und USA – Behauptung, dass pol. System Wählerinteressen nicht vertritt

Rechtspopulismus bzw. Nationalismus breitet sich aus (UK, FR, DE, IT...); Vorurteils-Vernetzung

Foodwatch u.a. NGOs Teil von Irrationalität (Bode- Buch gegen TTIP z.T. ökonomischer Unfug)

Internetbasierte Fragmentierung Öffentlichkeit;

Radikalisierung der Politik,

Postfaktische

Thesen:

z.B. Marine Le Pen verwechselt Realität u. Fiktion..

EU

Ministaat

= Teil der pol. Radikalisierung Europas!

Forschungsgruppe Wahlen Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 13

(14)

Wissen: Literatur-Zitat im Kontext der Volkswirtschaftslehre...

„Ich kaufte mir ein Dutzend Bücher über das Bank- und Kreditwesen, über Sicherheiten und Investitionen. Sie standen mit ihren rot-

goldenen Rücken wie frisch geprägtes Geld auf meinem Regal und versprachen mir die

strahlenden Geheimnisse zu enthüllen, die nur Midas, Mäzenas und Morgan bekannt waren“

F.

Scott Fitzgerald, Der Große Gatsby, New York (1925)

(15)

Fragen aus der Welt der

Finanzmärkte (Devisen, Aktien,

Staatsanleihen) zu Jahresende 2016

Britische Pfund seit 23. Juni um 15% gefallen !

Was bedeutet es, wenn Apple und Alphabet/Google mit jeweils fast 500 Mrd. € an der Börse bewertet werden (2x Toyota); Microsoft 400 Mrd. € = 3 Sillicon- Valley Firmen mit Wert in der Summe von ½ Bruttoinlands- produkt BIP (BIP=Neugüterproduktion) Deutschlands 2015

Was bedeutet die

globale digitale Dominanz

der USA bzw. der IKT-

Firmen(DE: SAP,Siemens)

10 Jahres-Anleihe Deutschlands mit 0 Zins?!!

normal ca. 4%

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 15

(16)

Studium der Makroökonomik

1) Motivation

2) Organisation

Regelmäßig lernen; in der Gruppe lernen/fragen!

Aktuelle Entwicklung mitnehmen/Internet etc.

3) Lehrbuch Welfens Kapitel A, B, Teile C

4)

mit Wissen Realität klug gestalten,

Wohlstand steigern (s. China; nicht Venezuela),

Stabilität der Wirtschaftsentwicklung erhalten,

(17)

Wirtschaftsnobelpreise 2013:

für Analysen zu Aktienmärkten

(2014: Jean Tirole; 2015 Angus Deaton)

Wi.Nobelpreis 2013 Eugene FAMA:

Theorie effizienter Finanzmärkte

Lars Peter Hansen:

Statistische Aktienmarktanalyse Robert Shiller (behavioral

finance/animal spirits = Gegenteil von FAMA);

2017: Richard Thaler...

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 17

Was hätte Adam Smith (1776: Buch „Wohl-

stand der Nationen“) dazu gesagt?

2016: Oliver Hart;

Bengt Holmström zu Vertragstheorie;

Teamtheorie, Anreizen in

Firmen/Produktivität

(18)

Wie sieht das Studium aus?

Studium (BA)

Vorlesung (Pflicht), Übung

(Pflicht)

Tutorien + Internet-Selbsttest + alte Klausuren

Private Gruppenarbeit

Wissenschaftliches Studium...

(19)

Internationalisiertes Studium

Viele Studierende aus Ausland (ca. 20%)

Studiumsstoff – offene Wirtschaft= denken in Kontext Land 1+2 (+3: bei EU-Integration)

Sie selbst gehen ggf. später ins Ausland zum Studium oder Praktikum (AIESSEC)

Auslandstudium wichtig für Jobchancen

Offenheit im Kopf, Toleranz, Kooperation;

KEINE

Ausländerfeindlichkeit

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 19

(20)

Was mache ich, wenn es Probleme im Studium gibt/Klausurergebnisse unklar etc.

Bitte Kommunikation rechtzeitig aufnehmen:

In die Sprechstunde gehen: bei Prof./Mitarbeiter

Mit Fachschaftsvertreter(n) sprechen

QSL-Team beim Dekan ansprechen

Dozent ansprechen – z.B. nach Vorlesung

Klausureinsicht wahrnehmen: jeder kann seine Klausur einsehen

(21)

Was heißt wissenschaftlich analysieren? (3-Schritt)

1) Realität erfassen

(Fakten!) Theorie(n): Phänomen erklären

wissenschaftlich publizieren (z.B. zu

Währungsfragen)

Intersubjektiver Prozess:

Kritik, Debatte; nächster 3-Schritt

Erkenntis- fortschritt

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 21

(22)

Volkswirtschaftslehre:

Es geht um den Umgang mit knappen

Ressourcen – knapp bezieht sich auf Relation Bedürfnisse der Menschen relativ zum

Güterangebot

(bzw. den globalen Ressourcen)

Hinweis auf Lifestyle & technischen Fortschritt

Wachsende Weltbevölkerung: 1900: 1,5 Mrd., 2013: 7 Mrd.; 2050 etwa 10 Mrd.; Gesamtzahl von Menschen bisher ca. 82 Mrd. (nach LESCH/ZAUN (2008), Die kürzeste Geschichte allen Lebens, S. 11)

(23)

Weltwirtschaft analysieren; Kritisch

denken, forschen..., erfolgreich gestalten

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 23

(24)

Studium an einer

wissenschaftlichen

Hochschule/Universität

Theoretische und empirische (statistische...) Analyse der Realität bzw. der Fakten

Frage, wie normative Fragen (Soll-Fragen) zu behandel sind; Wissenschaftstheorie

KRITISCHE Analyse; kritisch-rationale

Vorgehensweise – Zeitungen kaum zitierfähig;

Internet in Grenzen (! Ja, aber...) ;

Qualität der Information

(25)

Studium Makroökonomik

Wirtschafts- wissenschaft

Makroökonomik:

Analyse ganze Wirtschaft

Geschlossene Volkswirtschaft

Offene Volkswi. (2 Länder-Modell mit

Handel etc.)

Mikroökonomik

(Preisbildung auf Markt)

Einzelne Haushalte,

Firmen

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 25

(26)

Preisbildung auf Markt bei Wettbewerb Gleichgewichtspreis im Schnittpunkt von

Angebot (SS (k‘)) und Nachfrage (DD)

p steht für Güterpreis,

q für Gütermenge Hinter Angebotskurve SS (supply) stehen die Grenzkosten k‘ der

Firmen der Branche: k‘

steht für dKosten/dq

(um wieviel steigen Kos- ten, wenn Produktion um 1 Einheit erhöht); hinter DD Wertschätzung Nachfrager

Umsatz = Preis p mal Menge q

Preis am Markt=Knappheitssignal

Konsu- menten- rente

Fläche=Kosten der Produktion (Integral unter k‘)

Produ- zenten- rente

(27)

Hinter Angebotskurve (Grenzkosten k‘:=dH/dq) und Nachfragekurve ...

Hinter der Nachfragekurve steht die

Zahlungsbereitschaft der Konsumenten (bzw.

Nachfrager) – im Neuroexperiment

erfassbar/

The Euromarketing labs – Kai- Markus Müller

!;

Zahlungsbereitschaft in der DD-Kurve gezeigt für gegebene Zahl der Nachfrager (was geschieht mit Gleichgewicht-

spreis, wenn Immigration Nachfragerzahl erhöht?)

Gegebenes Pro-Kopf-Einkommen (y)

Hinter Angebotskurve stehen die Stückkosten bzw.

Grenzkosten k‘ (ergibt sich aus Gewinnmaximierung;

Ableitung Kostenfunktion H in Bezug auf Produktionsmenge q)Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 27

(28)

Preis und Wert

Wie hoch ist der Brotpreis? Oder Buchpreis?

Was soll man für die neue Zeitung zahlen

(kenne ja den Inhalt nicht?)= Zeitungspreis

Wie wertvoll ist etwas – z.B. Infos -, was ich im Internet umsonst (?) erhalte;

Kosten müssen „querfinanziert“ werden...

Was bedeutet Preis von Null in

ökonomischer Sicht? (Freibiermenge...)

(29)

Nachfrage ges.wirtschaftlich, Angebotsseite

ges.wirtschaftlich

Kurz-/mittelfristig: Nachfrageseite wichtig

Langfristig: Angebotsseite bzw. Produk- tion in den Unternehmen

(ges.wirtschaftliches

Produktionspotenzial auf Basis von Kapital K, Arbeit L, Technologie A)

Flüchtlingswelle in Deutschland

2015/2016:

Nachfrageschub von 10 000 € x 1 Mio. Flüchtlinge=

0,3 bis 0,5% Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt

Angebotsseite:wenn Flüchtlinge/Zuwanderer arbeiten, steigt die Produktion =kaum

Ressourcenkonflikt zw. Inländern & Zuw.Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 29

(30)

Das Marktschema gilt

grundsätzlich für alle Märkte

Im Arbeitsmarkt heißt die Menge auf der

Abszisse (horizontale Achse) Arbeitsmenge L, der Preis au der vertikalen Achse ist der

Nominallohnsatz W (Stundenlohn) oder alternativ W/P (P ist „Preisniveau“); und Relation W/P:= w heißt Reallohnsatz

Im Devisenmarkt (Dollar-Markt) steht auf

den Achsen: Wechselkurs (e in €/$) vertikal,

auf der waagerechten Achse die Dollarmenge

(31)

Gütermärkte, Arbeitsmärkte

Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen kann von der geplanten Güterproduktion der Firmen hergeleitet werden...(Ansatz:

Gewinnmaximierung...)

Einige grundlegende weitere

Überlegungen zu Marktwirtschaft, Staat, Krisen und Politik

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 31

(32)

Ökonomische Analyse: Realität, Krisen, Ängste und Politik

Grosse Leistungsfähigkeit der

Marktwirtschaft – private Produzenten dominieren - bei Wettbewerb:

Große Gütermenge effizient (zu geringen bzw.

minimalen Kosten) produziert

Gute Qualität – in den meisten Märkten – und hoher Innovationsgrad bzw. viele neue Produkte

Gelegentlich aber Probleme: z.B. Bankenmarkt bzw.

Tranatlantische Bankenkrise 2008/09 (Buchms. Ende Oktober 2008 Transatlantische Bankenkrise, S.158f: Eurokrise

(33)

Rezessionen, gefährliche Krisen

Wachstum; zeitweise Rezession

=Instabilität in Wirtschaftsentwicklung:

solche kurzfristiger zyklischer Art über

einige Quartale (Rezession) in Konj.zyklus

Mehrjährig: Grosse Depression 1929-34 in UK, DE, FR, USA;

Massenarbeitslosigkeit

Transatlantische Bankenkrise 2007-09: fast

wieder Weltwirtschaftskrise: 15. Sept. 2008 Konkurs der US-Bank Lehman Brothers

Eurokrise (GR, PG, IR, ZY, SP) 2010-15

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 33

(34)

Sinkende Ungleichheit zwischen Ländern, wachsende Ungleichheit (z.B. yQualifizierte/yUngelernte)

Steigende Ungleichheit bei Pro-Kopf-Einkommen (y:= Y/L; Y ist BIP, L Bevölkerung)

Wo kommt steigende Ungleichheit her(digital)?

Woher steigender Populismus/Nationalismus?

Wie lässt sich Ungleichheit vermindern?

Bessere Chancengleichheit bei Bildung?

Größerer Staat, der mehr besteuert? (USA, UK, Schweiz, China sagen da Nein; EU27? Ja, aber – internat. Druck US/UK/China)

Digitalisierung&Globalisierung=2 S. der Medaille?

Digitale Chancengleichheit für Individuen oder Gruppen

(35)

Wertschöpfungsentwicklung in Teilbereichen von IKT-OECD

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 35

(36)

Soziale Marktwirtschaft: Produktion in

private Unternehmen bei Wettbewerb

(viele Anbieter)

, Sozialpolitik (Umverteilung)

In der Sozialen Marktwirtschaft

(Marktwirtschaft mir überwiegend privaten Anbietern bei Wettbwerb) wird marktmäßige Güterproduktion mit staatlicher Sozialpolitik (z.B. Kindergeld = bedarfsorientiert;

Rentenpolitik)

und anderen Politikbereichen verbunden

Einige Märkte speziell

, zB

Gesundheitsmarkt

= indirekter Markt (Krankenkasse-Ärzteschaft-

(37)

DE, UK, FR, USA (Europa besser...):

Lebenserwartung, Kindersterblichkeit

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 37

(38)

Todesursachen nach sozio-

erwerbsbezogenen Gruppen

(pro 100

000; 1999), Frankreich

TODESURSACHE Arbeiter/

Angest. Manager/

Kaufleute Spitzenmanger

& Selbständige

LUNGENKREBS 29 15 8

ALKOHOLISMUS 23 8 2

INFARKT 22 14 9

AIDS 14 14 17

Quelle: INSERM, France, zitiert nach MAJNONI D’INTIGNANO, B. (2007), Santé et Economie en Europe, Paris: Puf, 9

(39)

Bevölkerungszahl eines

Landes (ohne Zuwanderung)

Bevölke- rungszahl Kinderzahl

Sterblichkeit

Medizinischer Fortschritt;

Ernährungsqualität;

Krankenvers.Anreize z.B. Vorsorge-U. für

Schwangere

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 39

(40)

Langfristige Entwicklungen, z.B.

Demographie

(Bevölkerungsprognose UN

)

m i t tl e r e Pr o g

(41)

Deutschland

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 41

(42)

China

(43)

Pro-Kopf-Einkommen auf Basis von Kaufkraftparitäten (in 1.000 € KKP)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 43

1960 1970 1980 1990 2000 2010 2014 2015 2016

Belgien 1.08 2.51 8.36 17.06 24.53 30.68 33.04 34.25 34.07

Tschechien 11.47 14.12 21.04 23.76 25.20 25.45

Dänemark 1.22 2.74 7.99 16.57 25.12 32.90 35.10 36.58 36.30

Deutschland 1.39 3.00 9.59 19.89 24.13 30.54 34.55 35.83 35.71

Estland 8.23 16.49 20.94 21.64 21.68

Griechenland 0.62 2.02 7.06 11.69 17.10 21.54 19.41 19.68 19.51

Spanien 0.66 1.83 5.69 11.44 18.87 24.43 24.73 25.92 26.40

Frankreich 1.00 2.40 7.87 15.08 22.98 27.53 29.47 30.61 30.52

Irland 0.72 1.60 5.37 12.51 8.23 16.49 20.94 21.64 21.68

Italien 0.94 2.34 7.90 16.87 23.68 26.54 26.65 27.81 27.77

Zypern 11.92 18.65 25.43 22.36 23.53 23.75

Lettland 7.78 7.02 13.44 17.53 18.59 18.88

Litauen 8.08 7.41 15.37 20.67 21.58 22.08

Luxemburg 1.73 3.47 10.75 28.16 48.41 65.43 74.50 77.82 78.14

Ungarn 10.38 16.39 18.72 19.74 19.93

Malta 16.02 21.28 24.83 26.76 27.47

Niederlande 1.29 2.86 8.62 17.20 27.69 34.05 35.99 37.01 37.15

Österreich 1.08 2.47 8.49 17.64 25.69 32.01 35.68 36.91 36.54

Polen 5.63 9.33 15.91 18.64 19.80 20.10

Portugal 0.47 1.28 4.48 10.59 16.54 20.89 21.15 22.16 22.27

Slowenien 11.20 15.81 21.22 22.76 23.87 24.15

Slowakei 9.93 18.96 21.31 22.33 22.75

Finnland 0.91 2.14 7.47 16.51 23.44 29.64 30.47 31.55 31.52

Schweden 1.39 3.12 9.02 18.28 25.65 31.82 34.07 35.70 35.98

Vereinigtes Königreich1.19 2.30 6.85 15.23 22.82 27.30 29.90 31.19 31.15

Bulgarien 5.59 11.43 12.77 13.58 13.96

Rumänien 4.79 5.15 13.12 15.25 16.46 17.09

Quelle: Ameco Datenbank/EU

(44)

1. Langfristige reale Wachstumsraten pro Kopf für

ausgesuchte asiatische und lateinamerikanische Länder 2. Anteile an der Weltindustrieproduktion (%, Zahlen nach Bairoch bzw. Kennedy)

Quelle: BARRO/SALA-I-MARTIN, 1998

(45)

Starkes Wachstum: damals, heute, in Zukunft

1860 Preußen: größter Besteller von Investitionsgütern noch Landwirtschaft

1970 dominierte die Industrie in DE/EU die Produktion/Jobs

2017 dominiert Dienstleistungssektor; immer mehr dabei jobmäßig Handel, aber wertschöpfungs- und

innovationsmäßig der Digitale Sektor (IKT);

Internetwirtschaft mit Besonderheiten:

Preisdifferenzierung(Iphone-Nutzer zahlt mehr als X)

Angebote „kostenlos“, Querfinanzierung

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 45

(46)

Standardmarkt (a) jeder zahlt P

0

) vs.

Digital-Markt (jeder zahlt individuell b)

E0 p

p0

B

q0 q

0

k‘0

Gleichgewicht auf Gütermarkt (Standardsituation)

DD0

A

Gleichgewicht auf Internetdienstmarkt

q

Z 0 q0 Z

E0

k‘‘0

DD0

p0

p

p1

A B C

a) b) p1=0,5Ap0

D

Standard-Marktsituation a) und Internetdienstemarkt b)

Steigende Grenzkosten k‘ nur Fixkosten F; k“=F/q

Durchschnittkosten k“

Konsu- menten- rente

(47)

Werbefinanzierte Produkte (a für Gut i) vs. „kostenlose“

Internetdienste (b) z.B. Google „frei“, Werbung geschaltet für j-Güter: verschiebt Nachfragekurve für Getränke (j-Gut) nach außen; jede Flasche differenziert Internet-

Gewinncode

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 47

Suchmaschine GG ist kostenlos, also Nachfrage Sättigungsmenge in Z

(48)

Wirtschaft ist zunehmend digitalisiert + Old Economy

(noch dominant bis 2030?)

Führende Volkswirtschaften USA, EU28, China

(Nr. 1 nach Kaufkraftparität; internationale Unterschiede bei Preisen nichthandelsfähiger Güter berücksichtigt)

; China ca. 17% der Weltwirtschaft, gemessen am

globalen Produktionswert, USA, EU28 ca. 16%, in Summe >50%;

G20 =ca. 80% der Weltwirtschaft

Deutschland für sich betrachtet oder als Teil

von EU28/EU27 oder Eurozone (EU19; Hinweis

(Bruttoinlandsprodukt = 10 000 Mrd. € in 2015)

(49)

Nationaleinkommen in den USA, den EU28 und China in 2015

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 49

USA

18.581.144 Mio.

US $

China

19.696.669 Mio.

US $ EU

15.653.426 Mio.

US $

Frühes 21. Jahrhundert zu analysieren im Kontext von Interdependenz; USA

& EU (z.B. Bankenkrise);

Oder US-China-EU Interd.

(50)

EU-US-Interdependenz (US-Impuls, Wirkung in EU, Rückwirkung auf USA)

1) EU-US: via Außenhandel Xeu nach US; Xus nach EU

2) via Kapitalverkehr bzw. Direktinvestitionen von Multis; z.B.

US Tochterfirmen stehen für 7% BIP UK, 2,5% BIP Deutschland

3) News:

z.B. Trump-Twitter-Nachricht „zu hohe Nettoexporte

Deutschland“ führt zu Reaktion beim DAX an Börse; Kurse fallen,

Investitionen in den Exportsektor-Firmen sinken; BIP-Wachstum DE fällt, Importe von DE sinken=US-Exporte fallen, BIP-Wachstum US fällt

??Mexiko hat Exportüberschuss gegenüber USA: Trump will NAFTA (US- Kanada-Mex. Freihandelsabkommen) neu verhandeln; errichtet z.B. neue Exporthürden für Mexiko, ABER Währung Mexikos wertet dann ab, was Exporte stimuliert; zudem verteuern sich (Import-)Autos für US-Bürger...

(51)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 51

für die USA, reales BIP (1947Q1-2017Q1) -600

-400 -200 0 200 400

0 4,000 8,000 12,000 16,000 20,000

50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 00 05 10 15

GDP Trend Cycle

Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)

für Deutschland; reales BIP (1991Q1-2017Q1) -30,000

-20,000 -10,000 0 10,000 20,000 30,000

500,000 550,000 600,000 650,000 700,000 750,000

92 94 96 98 00 02 04 06 08 10 12 14 16 GDP Trend Cycle

Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)

für China, reales BIP (2011Q1-2017Q2) -30,000

-20,000 -10,000 0 10,000 20,000 30,000

80,000 100,000 120,000 140,000 160,000 180,000 200,000 220,000

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV I II

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

GDP Trend Cycle

Hodrick-Prescott Filter (lambda=1600)

B.

krise

(52)

Asiatisches Jahrhundert? (nach ADB, 2017) Bruttoinlandsprodukt:= BIP 148 000 Mrd. US$ in 2050; 51% Welt-BIP=Asien

3,00% 1,00%

51,00%

15,00%

10,00%

18,00%

2,00%

Mittlerer Osten & Nord-Afrika Rest der Welt

Asien Nordamerika

Lateinamerika und Karibik Europa

Subsahara-Afrika

(53)

„Middle Income Trap“ (Mittlere-Eink.Falle in Asien); dann in 2050 BIP Asien: dann nur 61 000 Mrd. $, Weltanteil 32%

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 53

5,00%

2,00%

32,00%

23,00%

9,00%

26,00%

3,00%

Mittlerer Osten & Nord-Afrika Rest der Welt

Asien Nordamerika

Lateinamerika und Karibik Europa

Subsahara-Afrika

(54)

F&E-Quote in ausgewählten OECD-Ländern und China, 1996, 2000, 2007, 2013

Research and development expenditure (% of GDP)

1996 2000 2007 2013

China 0,57 0,90 1,38 2,01

France 2,21 2,08 2,02 2,24

Germany 2,14 2,39 2,45 2,83

Italy 0,95 1,01 1,13 1,31

Spain 0,79 0,88 1,23 1,26

United States 2,44 2,62 2,63 2,73

United Kingdom 1,71 1,72 1,68 1,66

OECD members 2,14 2,30 2,25 2,42

Quelle: Weltbank

(55)

Bruttoinlandsprodukt, Warenhandel und Börsenkapitalisierung in ausgewählten Ländern, 1971-2005

GDP Merchandise Trade Stock

Market Capital- ization At PPP exchange rates At market exchange rates Exports Imports

1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 1971-75 2001-05 2001-05 United

States 22,5 20,5 27,9 30,1 15,7 11,6 15,6 19,7 44,4

Euro Area1 21,3 15,7 20,2 21,9 21,2 18,5 21,2 16,9 15,3

Japan 8 6,7 7,5 11,6 8,5 7,4 7,9 5,8 9,4

United

Kingdom 4,3 3,1 3,7 4,9 6,9 4,7 7,9 5,6 7,5

China2 3 14 2,6 4,6 1,2 7,2 1,3 6,2 1,9

Canada 2,1 1,9 2,7 2,4 5,7 4,4 5,5 4 2,8

Mexico 1,7 1,8 1,3 1,8 0,5 2,7 0,8 2,9 0,5

Korea 0,6 1,6 0,3 1,7 0,7 3,1 0,9 2,7 1,1

India 3,5 5,7 1,7 1,6 0,7 1 0,8 1,2 0,8

Brazil 2,7 2,7 1,2 1,5 1,3 1,2 1,9 0,9 0,8

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 55

Quelle: IMF 2007, World Economic Outlook, Washington, D.C., pp.122-123 1Excluding intra-Euro-Area Trade

2Data in 1971-75 column are for 1976-1980

(56)

Nettoinvestitionsquote ausgewählter Länder

(nominale Investitionen relativ zum nominalen Bruttoinlandsprodukt; 1995-2015; Quelle: OECD)

Investitionen der Unternehmen; ohne Abschreibungen bzw. Reinvestition Spanien fällt nach 2007 in Investitionskrise=

Wirtschaftskrise

(57)

Krisen vorhersehen, messen, bewältigen?

Wissenschaft/Staat/IWF oder Google?

1) Normalschwankung Wirtschaft – mit ca. - 1% reales Wachstum in normaler Rezession (

Rezession:=mehr als 2 aufeinanderfolgende Quartale Produktionsschrumpfung gegen

Vorquartal

)

2) mehr als -2% Schrumpfung in einem Jahr und mehr als 6 Quartale Rezession=Krise (GR.)

3) Glücklich Niederlande und Australien mit mehr als 100 Quartalen Aufschwung(

NL 70er

Jahre; AUS 2017 noch)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 57

(58)

CISS-Indikator nach EZB-Methodik für USA,

Euro Area und China

(Quelle: Kremer, 2017)

(59)

Lehrbuch-TEXT

Sorgfältig durcharbeiten, d.h....

Muss man verstehen, ganz lesen Kap. A und B, Teile von C (werden genannt!)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 59

(60)

Studium Volkswirtschaftslehre/

Makroökonomik

Volkswirtschaftslehre

befasst sich mit u.a.

Wirtschaftsordnung: Soziale Marktwirtschaft…

Gesamtwirtschaftlicher Güterproduktion

Gesamtwirtschaftlicher Güternachfrage

Beschäftigung/Arbeitslosigkeit; Subv.? Steuerpolitik

Preise: Brot, PC, Auto, Reifen, Benzin,

Muskat

Inflation: d.h. durchschnittliche Änderungsrate (%) aller Preise – insgesamt des Preisniveaus –ist >0 Bankenkrisen; Staatsverschuldungskrisen…

(61)

Steuer- und Abgabenquoten in ausgewählten OECD-Ländern

61

Average Average Employee SSC Employer SSC tax wedge central income as percentage as percentage as percentage tax as percentage of total labour of total labour of average wage of total labour costs 2016 costs 2016 (private sector, 2016) costs 2016

France 40,01 5,76 10,47 26,77

Finland 39,23 17,83 7,14 18,75

Italy 38,64 11,17 7,20 24,17

Belgium 38,56 11,75 10,86 22,29

Greece 38,34 8,11 12,65 19,90

Sweden 37,96 13,59 5,32 23,91

Austria 36,54 9,07 13,95 22,43

Turkey 36,38 8,72 12,77 14,89

Germany 34,04 0,73 17,12 16,20

Spain 33,85 5,94 4,89 23,02

Hungary 33,70 4,62 14,40 22,18

Netherlands 32,21 14,78 10,75 10,07

Latvia 31,67 7,32 8,49 19,12

Norway 31,61 16,50 7,26 11,50

Poland 30,80 1,16 15,26 14,37

Slovak Republic 28,92 -1,14 10,21 23,78

Portugal 28,21 3,44 8,89 19,19

Estonia 28,09 8,21 1,20 25,26

Czech Republic 27,16 -3,11 8,21 25,37

Japan 27,12 5,57 12,48 13,14

OECD Average 26,56 8,85 8,16 14,38

Denmark 26,06 32,00 0,00 0,78

United Kingdom 25,80 12,08 8,45 9,70

Slovenia 23,85 2,58 19,04 13,87

Iceland 23,85 20,02 0,31 6,85

United States 20,76 5,95 7,06 7,75

Mexico 20,13 8,48 1,22 10,43

Korea 19,99 2,98 7,62 9,39

Israel 19,43 9,35 7,51 5,27

Australia 18,08 22,95 0,00 5,63

Luxembourg 16,10 5,77 11,42 10,84

Canada 11,85 9,46 6,83 10,82

Switzerland 9,07 3,95 5,86 5,86

Ireland 8,29 6,14 3,61 9,71

Chile 7,00 0,00 7,00 0,00

New Zealand 6,15 17,89 0,00 0,00

Source: OECD (2017), Taxation Database, Average Tax W edge Decomposition

(62)

Unterscheide relative Preise (p

i

/p

j

) und Preisniveau P

Relativpreis:

pi Preis für Brot in € pro kg Brot

pj Preis für Milch in € pro Liter Milch

P ist gewichteter Durchschnitt von p

i

und p

j

; dividiert man nominale Größe (in

Geldeinheiten) durch P, so erhält man reale Größe: Staatsverschuldung B/P = 2000 Mrd.

€/P = Realwert der Staatsverschuldung („in

(63)

„Bruttoinlandsprodukt“ (BIP)

BIP in einem La nd

Definition: BIP=

Summe

aller neuen Güter&

Dienstleistungen

in einer Periode (D 2015: ca. 3000

Mrd. €)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 63

(64)

Preise entstehen auf Märkten durch Zusammenspiel von

Angebot und Nachfrage

Preis bei Wettbewerb ist niedrig (geringer als im Monopol) bzw. entspricht

langfristig den Durchschnittskosten

Preis im Monopol (nur 1 Anbieter) ist viel höher als

Kosten der Produktion:

Monopolgewinn (Muskat 16/17. Jh, OPEC-Kartell

seit 1970er Jahre)

(65)

John E. Wills, 1688. Was geschah in

jenem Jahr rund um den Globus?, 2002

Versuche, Gewürzhandel im heutigen Indonesien zu monopolisieren: Niederlande in Nachfolge der Portugiesen; MUSKAT, NELKEN etc.

Da Differenz Monopolpreis minus Kosten bzw. Preis bei Wettbewerb (viele Anbieter) hoch ist, geht es um große aktuelle u. erwartete Gewinne;

Monopol

ökonomisch unerwünscht

: ab 1958 Wettbewerbspolitik EU, US etc., globaler Freihandel (WTO)=

Importkonkurrenz

bei handelsfähigen Gütern

; nach 2015: TTIP=Projekt transatlantischer Freihandel

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 65

(66)

Warum ist VWL wichtig?

Liefert Analyse für die Umgebung, in der Unternehmen bzw. Haushalte aktiv sind

Gibt Ansatzpunkte für staatliche Reformen= Lösung von Problemen

Volkswirtschaftslehre erklärt

gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Ländern (z.B. Deutschland, EU, USA,

Russland, China) sowie der Weltwirtschaft

(67)

Mit Lichtgeschwindigkeit Blick auf Weltwirtschaft (nachts)…

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 67

Quelle: NASA Online;

http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?id=1438

(68)

Bergische Universität Wuppertal

Schumpeter School of Business and Economics – neuer Hörsaal

Universität mit internationalem Partnern weltweit

Bibliothek: mit digitalem Zugang

Learn/read English papers

Wissenschaftliches Studium:

Viel Lernen, Net- working,

Eigene Talente entwickeln

Prüfung bestehen

Bachelor Master

Beruf

(69)

Erfolgreiche Wirtschaftswissenschaft/

Volkswirtschaftslehre (Master: in English) in Wuppertal:

Top 6 in D, top 2% in Europa

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 69

(70)

EIIW at the University of Wuppertal (left); Team in Brüssel (Kommission)

EIIW (Campus Freudenberg) = Schnittstelle Wirtschaftswissenschaft, Politik, Wirtschaft

EIIW

www.eiiw.

eu (contra Sarrazin)

(71)

Journal International Economics and Economic Policy

P.J.J. Welfens, www.eiiw.eu (2010) 71

Englisch Lernen

fürStudium u. Beruf

(72)

Wissenschaftliches Studium

Wissen erwerben und

KRITISCH vertiefen

Fähigkeiten entwickeln

Mit anderen Lernen

Gute Basis legen, um später vernünftiges Einkommen zu erzielen;

Möglichkeit, die Wirtschaftentwicklung/Unternehmen, Region, Arbeitsfeld, die Welt zu beeinflussen

(73)

Aufbau Studium: Hier

Volkswirtschaftslehre (VWL)

VWL • Gegenstand ist die Volkswirtschaft eines Landes (oder einer Region) oder von Ländern bzw. der Weltwirtschaft

Theorie

• Modellierung Familie Müller bei wirtschaftl. Entscheidung (Mikro)

• Modellierung der Entscheidungen einzelner Unternehmen (Mikro)

Theorie

• Modellierung der gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Land (Makro), z.B. Konsum- bzw. Sparentscheidung aller privaten Haushalte; und wie Konjunktur mit

Investitionen aller Unternehmen zusammenhängt!

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 73

(74)

Wissenschaftliche Analyse

Verhaltensannahmen

Umfeld/Nebenbedingung

Individuum Firma

Staat(en)/Gesellschaft

• Präferenzen/Wünsche

• Rationalität?

• Nutzen maximieren

• Gewinn maximieren (Firma)

• Zeithorizonte

• Vernetzung

• Standardsetzung…

(75)

In der Regel wird rationales Verhalten der Individuen angenommen

Optimale

Entscheidung: gute Produkte für Markt

Information

Ziele

Neben- bedingungen

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 75

(76)

Wer Produziert...

Für Markt

(Nachfrager); bei bestimmten Regeln Großun-

ternehmen

KMU (klieine u.

Mittelständische

Unternehmen) Neue Firmen (und Anbieter Ausland/Impovom

rt)

(77)

VW-Dieselabgas-Betrug (USA;

EU...; 11 Mio. Fahrzeuge)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 77

Güterarten (Unterschiedlich: Qualitätsstufen erkennbar?)

Inspektionsgüter (z.B. Erdbeeren)

Erfahrungsgüter (z.B. Autos...)

Vertrauensgüter (z.B. Studium; erst viel später Q erkennbar)

Bei VW Betrug an Kunden, Verzerrung des Wettbewerbs, Steuerbetrug (indirekt), Aktienkurseinbruch USA:

Prozesskosten, Entschädigungszahlungen;

Beschädigung von Made in Germany als Marke und des Vertrauens der Autobauer in Deutschland

untereinander...

Wie rational ist Verhalten von Managern in Großunternehmen/Anreize/Kontrolle(D,US,CH)

(78)

Möglicher Lösungsansatz: wie

Sarbanes-Oxley-Gesetz 2002 USA (bei Finanzdaten-Qualität Firmen)

(Vorst.vor- CEO sitzender)

Technik- Vorstand

Besondere Erklärung als Bilanzergänzung

zur Qualität der Emissionsdaten der

Firma: Produktion und Produkte

(79)

Manchmal erstaunliches Verhalten: kognitive Dissonanz, Festinger, 1957: Wie ist Kausalität:

Lesen von Wirtschaftszeitung auf Aktienkurse oder eher umgekehrt?(Wie rational ist das denn?)

„gute

Lektüre“ Mehr

Aktienkäufe Aktienkurs steigt?

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 79

(80)

Argentesi/Lütkepohl (2010) zeigen in German Economic Review andere Kausalität...

Aktienkurs anstieg

Lust an Bestätigungs

-lektüre

Kausalität von Kursentwicklung

zu Lesen

(81)

Welche Themen behandeln wir (Beispiele)?

Welche Lohnhöhe?

Was/wieviel wird konsumiert?

Wie wird finanziert?

Was wird produziert? Welche Innovationen, Investitionen?

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 81

Es gibt ein Müll- und Emissionsproblem (CO2, Global

Warming)

(82)

Deutschland/EU: Elektronikmüll in

EU-Ländern (woher Unterschiede?...)

(83)

Wirtschaftliche Entwicklung mit Schwankungen der gesamtwirt-

schaftlichen Produktion (Konjunktur)

Jährliche Änderungsrate der Produktion (%) bzw. des realen Bruttoinlandsproduktes

Was ist?

Warum diese

Schwankungen?

(THEORIEN=

positive Analyse;

Erklärung(en))

Soll man

Schwankungen mit gezielter

Politik/Eingriffen bekämpfen? Wie

stark?

(NORMATIV)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 83

(84)

Wo Theorie sich bewähren muss (wo man nicht nur auf

Erfahrungswissen bauen kann)

Neue

Phänomene (z.B. IKT)

Prognose:

Kombiniere Theorie mit

Annahmen

(z.B. $-Kurs, Ölpreis)

Erklärung der Realität

IKT = Informations- und

Kom-munikationstechnologie

(85)

Interessante „Fälle“: y ist Pro-Kopf- Einkommen bzw. Arbeitsproduktivität

• 1950: Arbeitsproduktivität y

=50% BRD; 1990: 33%

• Wie kam Ende sozialistischer Zentralverwaltungswirtschaft?

Ende der DDR (89)

• y: 73% in 2010

• von was hängt y ab?

Wie schnell läuft

Aufholprozess?

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 85

(86)

Deutschland (20 Jahre Wiederver- einigung): 2009 Lohnunterschiede Männer/Frauen; West/Ost-Deutschl.

-24,7%

-5,7%

-12,9%

-30,3%

-7,5% -34,3%

14,02€

20,12€ 15,16€

13,21€

Früheres Bundesgebiet einschl. Berlin

Neue Länder

Rolle von Erwartungen;

Siehe 2010 SPIEGEL-

Studie (Arminger)

WESTDEUTSCHLAND

EX-DDR

Hinweis auf Arbeitspro- duktivität;

Quelle:

Statistisches Bundesamt

(87)

Wirtschaftssysteme im Wandel

• 1990/91 Ende; nicht zukunftsfähig,

Transformation zur Marktwirtschaft

• Westliche Marktwirtschaften

Gewinner der Systemkonkurrenz Sowjetische

Zentralveraltungswirtschaft

• 15. Okt. 2008: Lehman Brothers Bank Konkurs (USA), Transatlant. Banken- krise; westli. Marktwirtschaften stabil?

• Im Nov./Dez. 2008 OECD am Abgrund, dann Euro-Staatsschuldenkrise 2010-15 Westliche Marktwirtschaft &

Modell Marktwirtschaft + Autoritäres Politiksystem

(China)

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens

(www.eiiw.eu) 87

Imagem

Abb. A.1. Überwindung von Knappheit

Referências

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