• Nenhum resultado encontrado

Ko n ta K t

N/A
N/A
Protected

Academic year: 2023

Share "Ko n ta K t"

Copied!
72
0
0

Texto

(1)

jahresbericht 2011

(2)

Postfach 91 Besucheradresse:

NL-7240 AB Lochem Kwinkweerd 12 T: +31 (0)573 28 88 00 NL-7241 CW Lochem F: +31 (0)573 28 88 99

[email protected] www.forfarmersgroup.eu

D e r G e s c h ä f t s b e r i c h t i s t a u f F S C - P ap i e r g e d r u c k t . MIX

Papier van verantwoorde herkomst

FSC xxxxxxx

Ko n ta K t

Weitere Informationen über den Jahresbericht der ForFarmers Group B.V. und den Bericht zum Download finden Sie auf:

fo r f a r m e r s g ro u p. e u / j a a r ve r s l a g e n w w w.

Dieser Jahresbericht ist eine Übersetzung des Originals, der in niederländischer Sprache hergestellt wurde.

Die niederländische Version ist bestimmend sollten eventuell Interpretationsunterschiede möglich sein.

(3)

D e r G e s c h ä f t s b e r i c h t i s t a u f F S C - P ap i e r g e d r u c k t .

I n H a Lt

JahreSBerIChT Kennzahlen 5

Unternehmensprofil 6

Informationen über die Anteile der ForFarmers Group B.V. 9

Vorwort der Geschäftsführung 12

Bericht der Geschäftsführung 14

Mischfutteraktivitäten 14

Cefetra 17

Sonstige Gruppengesellschaften und Beteiligungen 18

Know-how und Innovationen 20

Nachhaltigkeit 24

Mitarbeiter 27

Finanzergebnis 29

Corporate Governance & Compliance 30

Risikomanagement und interne Kontrolle 30

Gesellschafterversammlung 34

Bericht des Aufsichtsrates 35

JahreSaBSChLUSS 2011

Finanzübersichten 38

Konsolidierte Bilanz 38

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung 40

Konsolidierte Kapitalflussrechnung 41

Grundlagen der konsolidierten Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung 42 Erläuterung zu der konsolidierten Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung 46 Erläuterung zu der konsolidierten Kapitalflussrechnung 59

Einzelabschluss Bilanz 60

Einzelabschluss Gewinn- und Verlustrechnung 62 Grundlagen und Erläuterung zum Einzelabschluss der

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung 63

Sonstige Angaben 65

Gewinnverwendung 65

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 66

ZUSaTZ

Zusammensetzung der Geschäftsführung 68

Zusammensetzung des Aufsichtsrates 69

Übersicht über die Kapitalbeteiligungen per Ende des Geschäftsjahres 70

(4)
(5)

(in 1.000 €, sofern nicht anders angegeben)

2011 2010 2009 2008 2007

Umsatz 5.224.042 4.162.844 1.949.540 741.362 593.511

absatz (in Tonnen)

Mischfutter 2.476.056 2.377.031 2.222.039 2.370.051 2.320.670

Raufutter und feuchter Futtermitteln 514.173 403.536 387.815 474.807 264.680

Einzelfutter 55.835 68.287 86.178 84.556 67.837

Viehfutter 3.046.064 2.848.854 2.696.032 2.929.414 2.653.187

Agrarrohstoffe 19.559.789 18.868.084 7.278.928 - -

ergebnis

Ergebnis nach Steuern 21.927 40.484 50.453 28.770 23.303

Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden

Geschäftsbereichen 21.402 32.005 34.097 26.771 20.789

Dividende 6.421 9.602 10.229 8.631 6.991

Bilanz

Gruppenkapital 321.458 312.487 275.168 195.605 169.941

Bilanzsumme 706.141 651.423 517.534 257.839 257.150

Solvabilität*1 45,5% 48,0% 53,2% 75,9% 66,1%

rendite normalisiertes eigenkapital 11,1% 20,6% 19,5% 4,9% 13,7%

Kennzahlen je anteil

Anzahl ausstehende Anteile (x 1.000) 105.482 106.194 106.261 106.146 104.971

Gewinn je Anteil (in €) 0,21 0,38 0,47 0,27 0,22

tatsächlicher Wert je Anteil (in €) 2,62 2,51 2,22 1,83 1,60

Dividende je Anteil (in €) 0,061 0,090 0,096 0,081 0,067

Schlusskurs (in €) 2,09 2,58 - - -

Kurs-Gewinn-Verhältnis 10,1 6,8 - - -

Gesamtzahl der Mitarbeiter*2 884 847 832 608 600

*1 Gruppenkapital in Prozent der Bilanzsumme

*2 umgerechnet in Vollzeitstellen zum Jahresende

K E n n Z a H L E n

(6)

U n t E R n E H M E n S P Ro F I L

Die ForFarmers Group B.V. steht an der Spitze der Gruppe. Zusätzlich zu ihren Futtermittel- und Handelswarenaktivitäten besitzt die ForFarmers Group B.V. 57,7 % der Anteile an Cefetra. Cefetra liefert Rohstoffe für die Feed-, Food- und Fuel- Industrie. Die wichtigsten Absatzmärkte für Cefetra sind Nordwest- und Mitteleuropa. In dieser Region ist Cefetra einer der führenden Rohstofflieferanten für die Mischfutterindustrie.

ForFarmers realisiert seinen Futtermittelabsatz in er- ster Linie in den Niederlanden und Deutschland. Für die Mischfutterproduktion verfügt ForFarmers über zehn Produktionsstandorte in den Niederlanden und

ForFarmers ist ein modernes, ambitioniertes, internationales Unternehmen, das Nachhaltigkeit in seiner Unternehmensphilosophie verankert hat. Es ist Produzent und Lieferant von sowohl konventionellen als auch ökologischen Futtermitteln sowie Handelswaren und vor allem in den Sektoren Rindvieh, Schwein, Geflügel und pflanzliche Produkte tätig. Zusätzlich zu diesen Produkten wird den Kunden ein ergänzendes Dienstleistungspaket geboten, das von umfassender Beratung bis hin zu Hilfe bei der Betriebsentwicklung reicht.

Produktionsstandort und Hauptsitz in Lochem.

Deutschland. Die Standorte in den Niederlanden sind Almelo, Delden, Deventer, Harreveld und Lochem, in Deutschland Calveslage, Hamburg, Langförden, Rapshagen und Rees. Von diesen Standorten aus wer- den mehr als 10.000 Landwirte mit Produkten und Dienstleistungen versorgt. Der Hauptsitz befindet sich in Lochem.

Die weiteren operativen Gruppengesellschaften sind FarmFeed, FF Logistics, Opfok de KuikenaeR und HaBeMa. ForFarmers hält Minderheitsbeteiligungen an Agrovision, Probroed, Schothorst Feed Research und Subli. Eine Übersicht über die Kapitalbeteiligungen befindet sich auf Seite 70.

(7)

Übernahme der Futteraktivitäten von Nutreco

ForFarmers hat seine Wachstumsbestrebungen 2011 weiter in die Realität umgesetzt. Am Dienstag, dem 15. November 2011, haben ForFarmers und Nutreco eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der der Kauf der Futteraktivitäten von Nutreco in den Niederlanden, Belgien und Deutschland durch ForFarmers besiegelt wurde. Von der Transaktion be- troffen sind Hendrix UTD, Hendrix Broilers, Hendrix Haeck, Hendrix UTD GmbH, PAVO, Reudink, Hedimix und Hendrix Illesch. Durch den Kauf entsteht ei- nes der größten Mischfutterunternehmen Europas:

Nach Vollzug der Übernahme wird ForFarmers ein Unternehmen mit 4,5 Millionen Tonnen Mischfutter, 1,5 Millionen Tonnen einzelner, feuchter und troc- kener Nebenprodukte, 1.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 6 Milliarden € sein. Das neue Unternehmen wird nach Genehmigung durch die Europäische Wettbewerbsbehörde, die für das Frühjahr 2012 erwartet wird, Realität.

Die beabsichtigte Übernahme der Futteraktivitäten von Nutreco passt zur Strategie von ForFarmers.

2005 hat sich ForFarmers zum Ziel gesetzt, in- nerhalb von sechs Jahren auf einen Umsatz von 5 Millionen Tonnen Futter zu wachsen. Mit der geplan- ten Übernahme der Futteraktivitäten von Nutreco

MissiON

Unser Ziel ist es, der größte, beste und damit führende Futterhersteller in Europa zu sein.

Wenn wir bei Operational Excellence und Know-how die Besten sind, können wir unseren Kunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, vorhersagbare Ergebnisse und nachweislich mehr Ertrag bieten.

VisiON

Wir glauben an einen wachsenden Markt professioneller Viehhalter, auf dem ForFarmers basierend auf dem besten Preis-Leistungs- Verhältnis durch die Kombination von maximaler Effi zienz, qualitativ hochwertigen Produkten, Know-how und unserem internationalen Netzwerk den Unterschied bei rentablen Futterlösungen machen kann.

strateGie

ForFarmers konzentriert sich auf seine Kernaktivitäten Futtermittel und Handelswaren und strebt in diesen Bereichen ein weiteres Wachstum an. Als Kernaktivitäten gelten die Produktion und der Verkauf von Futtermitteln, Handelsartikeln (Saatgut, Düngemittel und Pfl anzenschutzmittel), Rohstoffen (Feed, Food und Fuel), Raufutter und feuchter Futtermitteln.

wird dieses Ziel erreicht. Das neue Unternehmen möchte seinen Kunden durch die Nutzung von größenbedingten Kostenvorteilen auch weiterhin ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Die Grundlagen dafür sind maximale Effi zienz und opti- male Wissensnutzung.

(8)

Zukunftsperspektive

ForFarmers hat den Wunsch, das beste und größte kundenorientierte Unternehmen für Futtermittel in Europa zu sein. In den Niederlanden wird der Markt für Schweinefutter in den nächsten Jahren schrumpfen. Die landwirtschaftlichen Betriebe wer- den größer, spezialisierter und professioneller und richten ihren Fokus auf Ertrag. Durch die kontinuier- liche Anwendung von Operational Excellence und das Angebot des richtigen Know-how (Top-Spezialisten und Account Manager) mit Ausrichtung auf die Unterscheidungskraft des Landwirts ist ForFarmers der beste Futtermittelanbieter in Europa. Ein weiteres Wachstum durch Zukäufe ist notwendig, um die ge- steckten Ziele zu erreichen.

Konkrete Ziele, die ForFarmers unter anderem ver- folgt, sind:

• Produktion von zehn Millionen Tonnen Mischfutter im Jahr 2016, Nummer eins in Europa

• Geschäftstätigkeiten in mindestens fünf Ländern

• Rendite des Eigenkapitals zwischen 8 % und 12 % (des normalisiertes Eigenkapitals)

• Beibehaltung der Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit

Soziale Verantwortung der Unternehmen

Die Gesellschaft legt heute großen Wert auf eine nachhaltige Produktion. Unternehmen, denen dies gelingt, schaffen sich eine bessere Position auf dem

Markt. Nachhaltigkeit gehört zu den Kernwerten von ForFarmers, sie ist im Unternehmen verankert.

Das „Nachhaltigkeitsdenken“ bildet einen integra- len Bestandteil des Unternehmens. Nachhaltigkeit im Unternehmen geht mit Zuverlässigkeit einher.

ForFarmers entscheidet sich dabei für intensive Nachhaltigkeit: eine höhere Produktion bei weniger Umweltbelastung, unter anderem eine bessere Futterverwertung bei Schweinen und Geflügel, mehr Liter Milch pro Kuh und höhere Hektarerträge.

ForFarmers trifft bewusste Entscheidungen in Bezug auf die Wertschöpfung im Bereich der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Durch eine immer effizientere Produktion des Futters und das Engagement dafür, dass dieses Futter von den Tieren besser ausgenutzt wird, leistet ForFarmers einen Beitrag zur nachhaltigen Produktion als Teil der sozialen Verantwortung der Unternehmen. Daher verwendet ForFarmers auch alternative Rohstoffe (Sojaersatzmittel oder Nebenprodukte aus der Mineralölindustrie) für eine nachhaltige Produktion.

ForFarmers hat die folgenden konkreten Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit formuliert:

• Verringerung des CO2-Ausstoßes (Energie- verbrauch) um 2 % pro Jahr

• Stickstoff- und Phosphatreduktion um 2 % pro Jahr

• Tierwohlbefinden: Senkung der Verlustrate bei Ferkeln und Mastgeflügel um 2 %, Steigerung der Lebensleistung von Milchvieh um 2 %

• Einsatz nachhaltiger Rohstoffe

• jährliche Verbesserung der Futtereffizienz um 2 %

(9)

InFoRMatIonEn ÜBER DIE antEILE DER FoRFaRMERS GRoUP B.V.

rückblick

Im Jahr 2005 wurde beschlossen, das Vermögen der Coöperatie FromFarmers U.A. den Mitgliedern zu übertragen. Aus diesem Grund wurden die Unternehmensaktivitäten im Jahr 2007 von der ForFarmers B.V. übernommen. Auf diese Weise hat die Coöperatie FromFarmers U.A. 100 Millionen Anteile an der ForFarmers B.V. erhalten. Der Name der Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2010 in ForFarmers Group B.V. geändert.

Seit 2007 wird das Unternehmensvermögen im Zuge des Projekts „Vermögen auf Namen“ von der Genossenschaft auf die Mitglieder übertra- gen. 2010 wurden die 100 Millionen Anteile an der ForFarmers Group B.V., die sich im Besitz der Genossenschaft befanden, zertifiziert, und die Stichting Administratiekantoor ForFarmers, die in diesem Zusammenhang gegründet wurde, gab Zertifikate aus. Insgesamt wurden rund 106 Millionen Zertifikate ausgegeben. Davon gingen im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms rund 6 Millionen an die Mitarbeiter von ForFarmers, zum ersten Mal im Dezember 2007. Für diese Mitarbeiter gilt nach Erwerb der Zertifikate eine Lock-up-Frist von fünf Jahren.

Das Stimmrecht für Anteile kann von den Inhabern der Zertifikate bei der Stiftung beantragt werden. Für die Genossenschaft gilt dies uneingeschränkt, bei an- deren Inhabern von Zertifikaten gilt grundsätzlich eine Obergrenze von 5 %. Der Aufsichtsrat von ForFarmers kann beschließen, diesen Prozentsatz auf bis zu 15 % zu erhöhen.

handelsplattform

Seit dem 8. November 2010 ist es möglich, die Zertifikate über ein multilaterales Handelssystem zu handeln.

Der Betreiber der Handelsplattform ist F. Van Lanschot Bankiers N.V.; diese Gesellschaft verfügt über eine diesbezügliche Genehmigung der nie- derländischen Aufsichtsbehörde für Finanzmärkte („Autoriteit Financiële Markten“).

2011 wurden 1.408 Transaktionen mit Zertifikaten durchgeführt. Im Rahmen dieser Transaktionen wurde mit insgesamt 7.492.956 Zertifikaten gehandelt (auf Grundlage von Doppelzählung).

Informationsübermittlung

Die ForFarmers Group B.V. ist bestrebt, (potenzielle) Anteilseigner rechtzeitig und vollständig über rele- vante Entwicklungen zu informieren. Auf diese Weise erfüllt die ForFarmers Group B.V. die Kriterien des niederländischen Finanzaufsichtsgesetzes („Wet Financiëel Toezicht“), deren Einhaltung von der nie- derländischen Aufsichtsbehörde für Finanzmärkte überwacht wird.

Kurserhebliche Informationen werden über Pressemitteilungen weitergegeben. Wenn möglich, werden diese vor- oder nachbörslich veröffentlicht und an in einer Liste festgelegte Medien übermit- telt; dabei ist sowohl die Agrar- und Finanzpresse als auch die allgemeine Presse vertreten. Darüber hinaus erscheinen die Pressemitteilungen auf den Internetseiten der ForFarmers Group B.V.

(www.forfarmersgroup.eu) und der niederländischen Aufsichtsbehörde für Finanzmärkte.

(10)

Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung findet am Mittwoch, dem 4. April 2012, in der Grolsch Veste in Enschede statt.

Vorschlag für die Dividende 2011

Bei der Gesellschafterversammlung am 4. April 2012 wird der Vorschlag, pro Anteil eines Nennwertes von 1,- € eine Dividende in Höhe von 0,06087 € vorzuneh- men (2010: 0,09042 €), zur Genehmigung vorgelegt.

Ausgangspunkt für die Ausschüttungsstrategie der ForFarmers Group B.V. ist, 30 % des Ergebnisses nach Steuern, korrigiert durch außerordentliche Ergebnisse (wie Buchgewinne und unter Berücksichtigung der Steuern) sowie abzüglich des Betrags, um den die erhaltenen Dividenden nicht konsolidierter Beteiligungen niedriger als 30 % des Ergebnisses der Beteiligungen ist, als Dividende auszuschütten. Auf diese Weise werden die Strategie und eine gesunde Bilanzstruktur sichergestellt. Im Rahmen dieser Ausgangspunkte strebt die ForFarmers Group B.V.

eine stabile Entwicklung der Bardividende für ihre Anteilseigner an.

Wichtige Daten 2012

19. März Veröffentlichung des Jahresabschlusses der ForFarmers Group B.V.

4. April Gesellschafterversammlung 5. April Ex-Dividende-Datum 10. April Zahlbarstellung Dividende

Gesellschafterversammlung 2011.

(11)

(€ je Anteil)

2011 2010 2009 2008 2007

Ergebnis im Geschäftsjahr 0,21 0,38 0,47 0,27 0,22

Ergebnis im Geschäftsjahr, normalisiert 0,20 0,30 0,32 0,27 0,22

Dividende 0,061 0,090 0,096 0,081 0,067

Ausschüttungsquote* 30% 30% 30% 30% 30%

Tatsächlicher Wert 2,62 2,51 2,22 1,83 1,60

Höchster Kurs 2,87 2,85 - - -

Niedrigster Kurs 1,81 2,47 - - -

Schlusskurs 2,09 2,58 - - -

Anzahl ausstehende Zertifi kate (x 1.000) 105.482 106.194 106.261 106.146 104.971 Tatsächlicher Wert (x 1.000) 276.668 266.435 236.253 193.725 168.166

Marktwert gegen Schlusskurs (x 1.000) 220.458 273.981 - - -

Kurs-Gewinn-Verhältnis 10,1 6,8 - - -

Kennzahlen je anteil an der ForFarmers Group B.V.

Kursentwicklung pro Tag anteile ForFarmers Group B.V.

Gesamtzahl der ausgegebenen Zertifi kate 106.261.040

Im Besitz von ForFarmers 778.561

Anzahl der Zertifi kate im Umlauf 105.482.479 100%

Verteilung der Zertifi kate

Coöperatie FromFarmers U.A. 92.398.677 87,6%

Mitarbeiter und Geschäftsführung 6.236.901 5,9%

Sonstige Anteilseigner 6.846.901 6,5%

Gesamt 105.482.479 100%

Übersicht über die in Umlauf befi ndlichen Zertifi kate per 31.12.2011

* gemäß Ausschüttungsstrategie, siehe Seite 10

Nov. 10 Feb. 11 Mai 11 Aug. 11 Nov. 11 Feb. 12

(12)

Vo RWo Rt D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

Die Geschäftsführung von ForFarmers: den Herren Ruumpol, Traas, De Vos und Potijk (v.l.n.r.).

Das Jahr 2011 war für ForFarmers ein Jahr voller Herausforderungen. Der Umsatz stieg unter anderem aufgrund höherer Rohstoffpreise um 25,5 %.

Durch eine Vergrößerung des Marktanteils in einem sich stabilisierenden

Markt mit Schrumpfung in den Niederlanden und Wachstum in Deutschland

hat der Mischfutterabsatz um 4,2 % zugenommen. Das Ergebnis der

Tochtergesellschaft Cefetra wurde von den Entwicklungen auf dem

Rohstoffmarkt negativ beeinflusst. Unter anderem dadurch ist der Beitrag von

Cefetra zum Ergebnis von ForFarmers erheblich niedriger als 2010.

(13)

2011 wurde ForFarmers zum vierten Mal in Folge in der Kategorie große Unternehmen in Gelderland mit der „Gouden FD Gazelle“ ausgezeichnet, einem Preis der niederländischen Tageszeitung „Het Financieele Dagblad“ für die am schnellsten wachsenden Unternehmen des Landes.

Die jährliche Studie der unabhängigen Forschungseinrichtung AgriDirect zum Wechsel- verhalten unter Viehhaltern zeigt, dass ForFarmers verglichen mit anderen Mischfutterlieferanten in den Niederlanden bei Kundentreue und Kunden- zufriedenheit am besten abschneidet.

Am 30. September 2011 wurde das Arbeitsverhältnis von Finanzdirektor Reinier Steen auf seinen Wunsch beendet. Reinier Steen war seit Januar 2008 als Finanzdirektor für die ForFarmers Group tätig und hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens geleistet. Die Geschäftsführung bedankt sich bei Reinier Steen für seinen Einsatz und sein Engagement für das Unternehmen.

Als Nachfolger wurde am 1. August 2011 Arnout Traas zum Finanzdirektor der ForFarmers Group berufen. Unter anderem in anbetracht seiner um- fangreichen Erfahrung in diversen Finanzpositionen, darunter in den letzten zehn Jahren diverse Finanzdirektionspositionen bei FrieslandCampina, haben wir größtes Vertrauen, dass die Position des Finanzdirektors hiermit adäquat besetzt wurde.

Der beabsichtigte Ankauf der Futteraktivitäten von Nutreco ist ein Höhepunkt des Jahres 2011. Die ge- plante Übernahme von Hendrix UTD, Hendrix Broilers, Hendrix Haeck, Hendrix UTD GmbH, Hendrix Illesch, PAVO, Reudink und Hedimix wird Synergievorteile bringen. 2012 wird für ForFarmers und Hendrix ein anstrengendes Jahr, weil die beiden Unternehmen ForFarmers und Hendrix zusammengelegt wer- den müssen. Das ist eine große Aufgabe für das Unternehmen und für die Mitarbeiter. ForFarmers möchte das Beste beider Unternehmen zusam- menführen und der beste Futtermittelhersteller für Nutztiere in Europa werden. Diese Übernahme ist ein wichtiger Schritt im Konsolidierungsprozess der eu- ropäischen Mischfutterbranche.

Das Jahr 2011 begann für den Agrarsektor aufgrund des Dioxinskandals in Deutschland schwierig. Die Preise von Schweinefleisch und Eiern waren dadurch schlecht. ForFarmers hat daraufhin beschlossen, in den ersten Monaten des Jahres 2011 die Zahlungsfrist für einen Teil seiner Debitoren zu verlängern.

Die Einkommenssituation erwies sich in eini- gen Agrarsektoren im Jahr 2011 als mäßig bis schlecht. Die Verkaufspreise waren niedrig, in Kombination mit den hohen Futterpreisen führte dies zu einer Verschlechterung der Einkommens- und Vermögenssituation in der Schweine- und Legehennenhaltung. Milchviehhalter erzielten 2011 gute Erträge mit ihrer Milch. Die Erträge von Ackerbauern nahmen aufgrund höherer Preise für Getreide sowie Saat- und Stärkekartoffeln zu. Die Erträge waren je nach Region sehr unter- schiedlich. Äußerst wechselhaftes Wetter während der Ernte verursachte große Qualitätsunterschiede.

ForFarmers möchte ein kosteneffizien- tes Unternehmen bleiben, weil wir dadurch in der Lage sind, Futtermittel zu konkurrenzfä- higen Preisen auf den Markt zu bringen. Die gelieferten Futtermittel sind aber nicht nur kostengünstig; auch die technischen und wirt- schaftlichen Resultate (Daten aus Agroscoop®), die die Betriebe unserer Kunden in allen Sektoren der Viehhaltung realisieren, sind hervorragend.

ForFarmers ist ein Unternehmen mit Ambitionen für Landwirte mit Ambitionen. Auch in Zukunft wer- den wir uns dafür einsetzen, dass unsere Kunden mit ihren Betrieben gute finanzielle Erträge erwirt- schaften können. Dazu soll ein möglichst großer Beitrag geleistet werden. Ein nachhaltiger Einsatz von Produktionsmitteln – sowohl im eigenen Unternehmen als auch in den Kundenbetrieben – führt letztendlich zu effizienten Produktionsverfahren und dauerhaften Beziehungen zu unseren Kunden.

(14)

rohstoffe

Im Allgemeinen blieben die Preise der Futtermittelrohstoffe 2011 auf einem relativ hohen Niveau. Der europäische Getreidemarkt war jedoch von großer Unruhe gekennzeichnet.

Da in großen Teilen Europas im Frühjahr eine Dürre auftrat, sah es für die Getreideerträge (in Tonnen pro Hektar) sehr schlecht aus. Für Gerste und Roggen kam der Regen zu spät. Unter anderem dadurch stie- gen die Getreidepreise stark an. Bei Weizen und auch Mais blieb der Schaden begrenzt, vielerorts gab es eine gute Ernte mit guter Qualität. Dieser qualitativ hochwertige Weizen wurde als Mahl-/Backweizen verwendet, wodurch das Futtergetreideangebot gerin- ger war. Im August und September war das Angebot höher als die Nachfrage. Außerdem entwickelte sich der Maisertrag positiv, wodurch die Getreidepreise et- was sanken.

Abgesehen davon trugen Spekulanten zu einer großen Volatilität der Rohstoffmärkte bei. An manchen Tagen wiesen die Preise Sprünge von mehr als 10 € pro Tonne auf.

Landwirtschaftliche Rohstoffe werden internatio- nal in Dollar gehandelt. Der Euro wurde im zweiten Halbjahr 2011 infolge der Finanzierungsprobleme in einigen Euro-Ländern schwächer und machte den Rohstoffimport noch teurer. Schuld daran waren unter anderem die anhaltenden Probleme in den süd- europäischen Ländern.

Das Jahr war von einer großen Volatilität des Euro- Dollar Verhältnisses gekennzeichnet. Anfang 2011 war 1 € rund 1,33 $ wert. Ende April stieg der Wert auf bis zu 1,48 $ an. Im Mai schlug die Stimmung aufgrund der neuerlichen Unsicherheit wegen der Finanzierungsprobleme vor allem in den südlichen Euro-Ländern um. Letztendlich lag der Wert Ende des Jahres auf einem niedrigeren Niveau als Anfang 2011, nämlich auf 1,30 $.

Durch eine neuerliche Dürre im Herbst kam es in der zweiten Oktoberhälfte zu extrem niedrigen Wasserständen in den europäischen Flüssen. Dies hatte Lieferprobleme zur Folge. Schiffe, die norma- lerweise tausende Tonnen Rohstoffe transportieren, konnten nur zur Hälfte beladen werden. Auch dies hatte einen Einfluss auf die Rohstoffpreise.

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

M i s c h f u t t e r a k t i v i t ä t e n

Markt

Für den Agrarsektor insgesamt war 2011 aus finanziell-wirtschaftlicher Sicht unter anderem auf- grund des starken Kostenanstiegs bei Futtermitteln, Energie und Kunstdünger ein mittelmäßiges Jahr. Diese Kosten stiegen um 7 %, während die Verkaufspreise durchschnittlich nur um 2 % zunah- men. Für einen Teil der Acker- und Gartenbaubetriebe war das Einkommen 2011 deutlich niedriger als 2010. Für Milchviehhalter brachte 2011 eine Einkommensverbesserung, aber bei fast allen an- deren landwirtschaftlicher Unternehmer sanken die Einkünfte.

Die Einkünfte der Milchviehhalter erholten sich nach dem starken Rückgang vor zwei Jahren wieder. Der Milchpreis war im Durchschnitt etwas höher, wodurch auch das Einkommen der Milchviehhalter 2011 höher war. Für Milchziegenhalter brachte 2011, das Jahr nach den Q-Fieber-Infektionen, noch keine Zunahme der Einkünfte. Der Anstieg der Futterkosten war größer als der Effekt des höheren Milchpreises.

Im Schweinesektor sanken aufgrund der höheren Futterpreise und der niedrigeren Ferkelpreise die Einkünfte der Sauenhalter in erheblichem Ausmaß.

Ein Teil der Betriebe hatte unter anderem dadurch Schwierigkeiten, seine Zahlungspflichten zu erfüllen.

Die Einkünfte der Mastschweinebetriebe sind gleich geblieben. Für die geschlossenen Schweinebetriebe waren die Einkommensänderungen relativ gering.

Im Geflügelsektor waren Legehennenhalter mit einem erheblichen Rückgang der Einkünfte kon- frontiert. Die Gründe dafür waren vor allem die niedrigeren Eierpreise und die hohen Futterpreise.

Viele Geflügelhalter hatten 2011 ein negatives Einkommen, nachdem 2009 ein Spitzenniveau er- reicht worden war. Für Mastgeflügelhalter blieb das Einkommen 2011 allerdings nahezu gleich.

Die Durchschnittseinkünfte im Ackerbau san- ken, vor allem weil die Preise von Speisekartoffeln und Zwiebeln viel niedriger waren als 2010. Dies war die Folge eines größeren Angebots nach einer Wachstumssaison mit extrem wechsel- haften Witterungsbedingungen. Die Preise von Getreide, Zuckerrüben und Stärkekartoffeln stie- gen leicht an. Die Einkünfte von Betrieben mit vielen Stärkekartoffeln waren daher auch etwas höher. Der Einkommensrückgang für die meisten Ackerbauern 2011 folgte auf ein gutes Ergebnis im Jahr 2010. Die Rentabilität des Ackerbaus war in jenem Jahr außer- gewöhnlich hoch.

(15)

rohstoffpreisentwicklung Quelle: LEI

euro-Dollar-Kurs Quelle: ECB

Sojaschrot/Pellets, brasilianisch 48 %

Jan. 09 Jul. 09 Jan. 10 Jul. 10 Jan. 11 Jul. 11 Jan. 12

Weizen Rapsextraktionsschrot

Jan. 09 Jan. 10 Jan. 11 Jan. 12

Jan. 09 Jul. 09 Jan. 10 Jul. 10 Jan. 11 Jul. 11 Jan. 12

(16)

In den Ländern der EU (vor allem in Deutschland) gelten Restriktionen für die Anwendung von GVO (gentechnisch veränderten Organismen).

Dies hat einen Einfl uss auf den Zukauf von Soja- und Getreideprodukten aus Nord- und Südamerika. Die Anbaufl äche von GV-Mais und GV-Sojabohnen wächst, weil die GVO-Entwicklung sehr schnell geht. Es wird immer schwieriger, ei- nen stetigen nicht gentechnisch veränderten Rohstofffl uss zu realisieren, weil die Erträge von nicht gentechnisch veränderten Organismen nicht mit gen- technisch veränderten Organismen mithalten können.

absatz

ForFarmers konnte seinen Marktanteil in fast allen Regionen vergrößern. 2011 erzielte das Unternehmen einen um 4,2 % höheren Absatz als 2010. Der Gesamtmischfutterabsatz stieg auf fast 2,5 Millionen Tonnen. Aufgrund der steigenden Preise auf dem Rohstoffmarkt verwendeten die Kunden verstärkt Mischfutter anstelle von Einzelfuttermitteln. Der Absatz von Einzelfuttermitteln nahm ab.

Beim Mischfutterabsatz entfallen 45 % auf Schweinefutter, 28 % auf Rindviehfutter und 24 % auf Gefl ügelfutter. 3 % des Absatzes entfallen auf sonstiges Tierfutter und Halbfertigerzeugnisse für Haustierfutter (Petfood).

In der Milchviehhaltung stieg der Absatz 2011. Infolge der mittelmäßigen Grundfuttersituation haben die Milchviehhalter im ersten Quartal 2011 deutlich mehr Kraftfutter gekauft. Obwohl der Kraftfutterverbrauch pro hundert Kilogramm Milch im Laufe des Jahres 2011 sank, blieb der Absatz infolge einer positiven Kundenbilanz gleich. Auch in der Mastviehhaltung führte die gute Kundenbilanz dazu, dass mehr Mischfutter verkauft wurde.

Ungeachtet der starken Konkurrenz auf dem Markt und der Tatsache, dass mehrere Landwirte den Betrieb eingestellt haben, nahm der Absatz von ForFarmers in der Schweinehaltung zu. Ein leichter Absatzrückgang in den Niederlanden wurde durch eine Absatzsteigerung in Deutschland ausgeglichen.

In der Mastschweinehaltung konnte ForFarmers sei- nen Marktanteil vergrößern.

In der Gefl ügelhaltung erreichte ForFarmers in al- len Sektoren und Regionen einen höheren Absatz.

Dies war vor allem dem Ausbau des Marktanteils zu verdanken; auffällig ist dabei vor allem der Zuwachs im Mastgefl ügelsektor. Im schrump- fenden Legehennensektor konnte ForFarmers seinen Marktanteil in den Niederlanden verteidigen. In Deutschland nahm der Legefutterabsatz erheblich zu.

je Tiersektor je Land

Mischfutterabsatz: summe 2.476.056 Tonnen

Niederlande Deutschland Übrige

Rindvieh Schwein Gefl ügel Übrige

(17)

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

C e fe t r a

ForFarmers hält eine Mehrheitsbeteiligung an Cefetra, einem wichtigen Lieferanten von Rohstoffen für die Mischfutterindustrie. Cefetra agiert in diesem Bereich als eigenständiges Unternehmen. ForFarmers nimmt auch bei anderen Lieferanten Rohstoffe ab und verfügt über eine selbstständig operierende Einkaufsorganisation.

In Nordwest- und Mitteleuropa ist Cefetra einer der führenden Rohstoffl ieferanten für den Viehfuttersektor.

Außerdem ist das Unternehmen „Preferred Supplier“

einiger großer Viehfutterhersteller. Das Unternehmen verfügt über fünf Niederlassungen in Nordwest- und Mitteleuropa sowie einer in Nordamerika.

Seine Mission sieht Cefetra in der Bündelung der Nachfrage nach Agrarrohstoffen von Abnehmern in der Feed-, Food- und Fuel-Industrie in Nordwest- und Mitteleuropa. Die so kombinierten Volumina sind die Grundlage für die Versorgungsketten von Cefetra und seinen Zulieferern. Innerhalb dieser Ketten über- nimmt Cefetra die Koordination und Organisation. So wird für feste Abnehmer ein Mehrwert geschaffen, in- dem Rohstoffe und Service nach Maß geboten werden.

Cefetra macht dies mit sozialer Verantwortung und glei- cher Aufmerksamkeit für ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Cefetra möchte erreichen, dass Rohstoffe nach ökologischen und sozial verträglichen Kriterien angebaut und verarbeitet werden.

Mit einem nachfrageorientierten, internationalen und diversifi zierten Profi l präsentiert sich Cefetra als schlag- kräftige und abnehmerorientierte Vertriebsorganisation.

Das Fundament von Cefetra ist der strategische Fokus auf Risikomanagement, Internationalisierung, Diversifi kation, Neugeschäfte, Logistik und Vertrieb.

Das Ziel ist, die Rolle als Supply Chain Manager optimal zu erfüllen und ein zuverlässiger, solider Partner für seine Lieferanten, Abnehmer und Dienstleister zu sein.

Die Einkäufe von Cefetra erfolgen weltweit bei sorgfältig ausgewählten Zulieferern, mit denen das Unternehmen langfristige Kontakte pfl egt.

Was Cefetra von den anderen Akteuren auf dem Markt unterscheidet, ist der QLINK-Ansatz (Quality, Logistics, Information, Network, Knowledge). Die Schwerpunkte der Aktivitäten sind die Lieferung der gewünschten Qualität, eine zuverlässige Logistik, ob- jektive Informationen, die Entwicklung eines weit verzweigten Netzwerkes und profunde Kenntnisse über Märkte und Produkte. Mit diesem QLINK-Ansatz erzielt Cefetra für seine festen Supply Chain Partner einen Wettbewerbsvorteil.

2011 belief sich das Handelsvolumen von Cefetra auf ca. 20 Millionen Tonnen Agrarrohstoffe (einschließlich der Lieferungen an Unternehmen mit ForFarmers- Beteiligung). Trotz des um 4 % höheren Absatzes

stand das Finanzergebnis bei Cefetra unter Druck.

Unvorhersehbare Ereignisse und makroökonomische Entwicklungen sorgten für schnelle und unerwar- tete Preisveränderungen. Die Märkte waren sehr

„spot“-orientiert (kurzfristige Orientierung), was zu weniger Arbitragemöglichkeiten führte, ein Bereich, in dem Cefetra traditionell stark ist. Dies schlug sich auf den Ertrag nieder. Dass es Cefetra gelungen ist, 2011 trotzdem mit einem kleinen Gewinn abzusch- ließen, ist der stabilen Strategie der Risikostreuung und Internationalisierung zu verdanken.

Nachhaltigkeit war 2011 ein wichtiges Thema in der niederländischen Mischfutterindustrie. Insbesondere die Diskussion über nachhaltige Soja wurde im Sektor breit geführt. Der Sektor setzte zum Beispiel konkret den Stufenplan um, der dazu führen soll, dass 2015 für den niederländischen Markt nur noch nachhaltige Soja verarbeitet werden. Diese nachhaltigen Soja erfül- len Kriterien, die jenen von Round Table on Responsible Soy (RTRS) entsprechen. Seit 2009 zertifi ziert Cefetra Soja in Brasilien und Argentinien nach den wichtigsten Prinzipien und Kriterien von RTRS.

Auch in den kommenden Jahren wird Cefetra sich um die Zusammenarbeit mit Partnern bemühen, die bereit sind, gemeinsam die Verantwortung für die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem zu übernehmen.

Cefetra betreibt eine eigene Website: www.cefetra.com.

Cefetra Rotterdam.

(18)

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

S o n s t i g e G r u p p e n g e s e l l s c h a f t e n u n d B e t e i l i g u n g e n

FarmFeed

FarmFeed ist als Lieferant von feuchter Futtermitteln, Raufutter, Einzelfuttermitteln und Einstreuprodukten auf dem niederländischen und deutschen Markt tätig.

2011 wurde das Tanklager von Nijkerk nach Lochem verlegt. Das neue Tanklager kann nahezu ohne Personal betrieben werden, was die Effizienz ver- bessert. Das Automatisierungssystem wurde an den Standard von ForFarmers angepasst. Dadurch kann FarmFeed in Zukunft schneller und besser auf neue Marktentwicklungen eingehen.

Der Absatz bei FarmFeed hat sich 2011 besser ent- wickelt als erwartet, es wurde eine Absatzsteigerung von 27 % erreicht. Beim Verkauf von Biertreber, Molke, Heu und Stroh war ein Anstieg zu verzeich- nen. Aufgrund des trockenen Frühjahrs kam aus der Rindviehhaltung eine große Nachfrage nach Heu und Stroh nebst anderem feuchter Futtermitteln.

Die Nachfrage der Schweinehaltungsbetriebe nach Flüssigfutter war 2011 gut. Der Flüssigfutterhandel besteht zum Großteil aus dem Verkauf von Molkereirestprodukten. Durch den Erwerb neuer Positionen erzielte FarmFeed darin ein großes Plus.

FF Logistics

FF Logistics ist vor allem im Transport, in der Lagerung und im Umschlag von Flüssigfutter für die Viehhaltung tätig. 2011 wurde das Unternehmen von Nijkerk nach Lochem verlagert. Außerdem wurde so wie bei FarmFeed das Automatisierungssystem an den ForFarmers-Standard angepasst.

Durch die Kombination von Logistikströmen von ForFarmers-Futtermitteln mit jenen von Partnern aus dem Netzwerk von FF Logistics wird eine Einsparung bei CO2 und Logistikkosten erreicht. Außerdem haben alle Fahrer den Kurs „Het nieuwe rijden“ („Das neue Fahren“) besucht.

FarmFeed liefert seine Produkte auch an Flüssigfutterbetriebe.

(19)

Opfok de Kuikenaer

Opfok de KuikenaeR verkauft Mastgeflügelelterntiere (Hähne und Hennen). Die Tiere stammen aus ei- nem der gut 25 Aufzuchtbetriebe, die bei Opfok de KuikenaeR unter Vertrag stehen. Die rund zwei Millionen benötigten Eintagsküken werden bei Zuchtorganisationen eingekauft.

Betreut werden die Aufzuchtbetriebe von Experten, die Opfok de KuikenaeR selbst beschäftigt oder da- mit beauftragt. ForFarmers liefert das erforderliche Aufzuchtfutter.

haBeMa

ForFarmers ist mit 50 % an der HaBeMa in Hamburg beteiligt. Neben der Mischfutterproduktion für ForFarmers Hamburg werden hier jährlich rund zwei Millionen Tonnen Rohstoffe gelagert und umge- schlagen. Die HaBeMa errichtet derzeit einen neuen Lager- und Umschlagplatz für Getreide und Soja in Heidenau (Deutschland) nahe der tschechischen Grenze.

Sonstige Beteiligungen

Die Beteiligung an Agrovision B.V. beträgt 23 %. Agrovision liefert Management- und Buchführungssoftware für Agrarunternehmer im In- und Ausland. Außerdem bietet Agrovision Unternehmen im Agribusiness hochwertige IT-Lösungen für Monitoring- und Benchmark-Aktivitäten. Im vergangenen Jahr wurde ein gutes Ergebnis erzielt.

Die Beteiligung an Probroed B.V. in Groenlo beträgt 33,4 %. Probroed & Sloot ist ein Brütereibetrieb, der Eintagsküken für die Mastgeflügelhaltung liefert.

Die benötigten Bruteier werden hauptsächlich bei eigenständigen Vermehrungsbetrieben eingekauft.

Der Betrieb mit gut einhundert Mitarbeitern erzeugt pro Woche 3,5 bis 4 Mio. Eintagsküken. Aufgrund des hinter den Erwartungen zurückgeblieben Exports war das Ergebnis nicht zufriedenstellend.

Die Beteiligung an Schothorst Feed Research B.V. in Lelystad beträgt 3,7 %. Schothorst Feed Research ist ein unabhängiges Forschungsinstitut, das im nieder- ländischen Tierfuttersektor aktiv ist.

Die Beteiligung an Subli B.V. in Lochem beträgt 25 %.

Die Anteilseigner von Subli liefern unter der Marke Subli® Paardenvoeders ein breites Angebot an in- dividuell hergestellten Futtermitteln für alle Arten von Pferden. Das Pferdefutter erfüllt die Kriterien verschiedener Gütesiegel. Das Ergebnis war zufrie- denstellend.

Bruteier, aus denen die Eintagsküken von Opfok de KuikenaeR geboren werden.

(20)

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

K n ow - h ow u n d I n n ov a t i o n e n

Angesichts des Wachstums der Weltbevölkerung und der sich daraus ergebenden steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln muss die Produktion dieser Nahrungsmittel effizienter erfolgen, und zwar durch höhere Erträge je Hektar und durch eine effizien- tere Umsetzung von Futter in tierische Produkte (z.

B. Fleisch, Milch und Eier). Darüber hinaus müssen die Betriebe den Tierwohl- und Haltungsvorgaben der (europäischen) Behörden entsprechen. Die Abteilung für Betriebsentwicklung (BOMAP) berät in den Bereichen Stallbau, Raumordnung, Umwelt und Produktionsrechte. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützt und begleitet sie jedes Jahr viele Landwirte bei der Umsetzung ihrer Entwicklungspläne

„von der Idee bis zum Stall“.

ForFarmers ist Mitglied im Kompetenz- und Handelszentrum CropSolutions. CropSolutions sammelt und entwickelt Spezialwissen für den Acker- und Gartenbau und gibt dieses weiter. 2011 hat CropSolutions das Exklusivrecht für den Verkauf von Extra-Grassamenmischungen erworben.

ForFarmers R&D führt diverse Untersuchungen in eigenen Forschungsbetrieben, Praxisbetrieben, Testbetrieben und internationalen Universitäten und Instituten durch. ForFarmers arbeitet derzeit zum Beispiel mit einigen renommierten Universitäten in mehreren europäischen Ländern wie den Niederlanden, Dänemark, Belgien, Österreich und Deutschland zusammen. Kooperationen bestehen zum Beispiel mit Instituten wie Schothorst Feed Research (Niederlande), ILVO (Belgien), Haus Riswick und Haus Düsse (Deutschland) und INRA (Frankreich).

Know-how-Verträge und Kooperationsabkommen mit ausländischen Futtermittelfirmen in Spanien und Südkorea führen zu noch mehr Effizienz.

Außerdem bestehen für Produktentwicklung Kooperationsabkommen mit verschiedenen inter- nationalen Lieferanten. Über diese sogenannte Ko-Entwicklung arbeitet ForFarmers schnell und ef- fektiv an neuen Produkten.

2011 hat sich ForFarmers um eine weitere Verbesserung seiner Futtermittel bemüht. Dadurch wurden erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung des Gesundheitszustands der Tiere erreicht. Ein besserer Gesundheitszustand führt zu einem nie- drigeren Antibiotika-Einsatz, einer Verbesserung der Futterverwertung sowie der Phosphateffizienz und einer höheren Lebensleistung. Dies ist die ide- ale Kombination aus gesunden Tieren, mehr Ertrag für den Viehhalter und einem saubereren Planeten.

Ein Futterversuch in der Schweinehaltung, durchgeführt von der R&D- Abteilung.

(21)

Damit die Kunden stets einen maximalen Betriebsertrag erzielen können, ist ForFarmers stän- dig auf der Suche nach Innovationen. Innovationsteams arbeiten branchenorientiert an der Einführung neuer Produkte und Konzepte für den Agrarmarkt.

Im vergangenen Jahr hat ForFarmers in den einzelnen Sektoren das Folgende erreicht:

rindvieh

• Das jüngst eingeführte Futterbewertungssystem MELK® ist ein großer Erfolg. Eine Rationsberechnung auf Grundlage von MELK® (die Abkürzung steht für „Meer Energie voor Lacterende Koeien“, zu Deutsch „Mehr Energie für laktierende Kühe“) führt zu einer deutli- chen Verbesserung der Energieversorgung der Milchkuh. Der Energiegehalt der Ration wird besser auf die Bedürfnisse der Kuh ab- gestimmt. Dadurch erreicht sie einen höheren Milcheiweißgehalt. Außerdem wird das Futter bes- ser ausgenutzt, wodurch die Futterkosten sinken.

• Der pH-Bolus ist eine einzigartige Möglichkeit, den pH-Wert im Pansen der Kuh kontinui- erlich zu messen. Dieser Bolus wurde 2011 exklusiv für ForFarmers-Kunden auf den Markt gebracht. Außerdem verwendet ForFarmers den Bolus für verschiedene Versuche. Ende 2011 ist ForFarmers eine Kooperation mit dem Dairy Campus in Goutum eingegangen. In diesem

neuen Kompetenzzentrum wird der pH-Bolus eingesetzt, um wertvolle Informationen und Know-how über verschiedene Futtermittel und Fütterungsstrategien zu erlangen.

• 2011 erhielt ForFarmers ein Patent für ein ein- zigartiges Produkt für Trockensteher, das in den Partuspellets verarbeitet wird. Aufgrund seiner calciumbindenden Eigenschaft wird die- ses Produkt zur Vorbeugung von Milchfieber bei Kühen kurz vor dem Kalben eingesetzt. Nach ei- nem äußerst positiven Ergebnis der Feldstudie sind die Partuspellets nun exklusiv für alle Milchviehkunden verfügbar.

• Ausgelöst durch die zunehmende Aufmerksamkeit für die Methanreduktion hat ForFarmers 2011 gewisse Untersuchungen durchgeführt. Ziel dieser Untersuchungen ist die Beurteilung der Methanproduktion einer bestimmten Ration.

Für alle Rohstoffe und Grundfuttermittel wurde analysiert, wie viel Methan bei der Verdauung (Fermentration) im Pansen der Kuh entsteht.

ForFarmers erhielt von der Agentschap NL, die zum niederländischen Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovationen gehört, eine Förderung für Untersuchungen über emissions- armes Viehfutter. Diese Untersuchungen werden dazu beitragen, das Ziel zu erreichen, dass eine Milchkuh 2020 mindestens 5 % weniger Methan ausstößt. Dadurch leistet ForFarmers einen Beitrag zum grünen Wachstum der niederländi- schen Wirtschaft.

Der pH-Bolus (Pansenbolus), mit dem der pH-Wert im Pansen der Kuh kontinuierlich gemessen wird.

(22)

Schweine

• Um sicheres Futter mit gleichbleibender Qualität garantieren zu können, wurde im Werk in Lochem eine neue Produktionslinie für Ferkelfutter in- stalliert. Diese Zentralisierung ermöglicht es, Spezialrohstoffe zu verwenden, die zur Verbesserung der Darmgesundheit und zum Wachstum der Ferkel beitragen. Der Vorteil ist, dass die physikalische Qualität und die Struktur des Futters speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe, nämlich Saug- und Absetzferkel, ab- gestimmt werden. Das neue Ferkelfuttersortiment ist vor allem auf die Verbesserung der Futteraufnahme im Zusammenhang mit einer bes- seren Darmentwicklung ausgerichtet. Es wurde eine spezielle „Safe“-Futterreihe eingeführt, die derzeit erfolgreich eingesetzt wird.

• Der Vitalitätscheck, ein Programm, mit dem die Vitalität von Ferkeln festgestellt wird, wurde weiter ausgebaut. Schweinebetriebe haben das

Geburtsgewicht von Ferkeln bestimmt und die Ergebnisse an ForFarmers weitergeleitet. Dadurch kann ForFarmers abschätzen, ob Änderungen der Ration oder des Managements zu einer Verbesserung der Ferkelvitalität führen.

• Es wurde eine neue, objektive Körperkonditionsbeurteilung, unter anderem mit Gewicht- und Speckdickenmessung, für Sauen entwickelt. Damit ist es für unsere Kunden gut möglich, eine stabile Sauenherde zu schaffen.

• Der Formule1000-Check verdeutlicht, wo in den Bereichen Management und Fütterung etwas verbessert werden kann. Dank dieser Checkliste kann der Berater den Mastschweinehalter geziel- ter beraten, um schließlich bessere technische Ergebnisse zu erreichen.

• In Deutschland wurde das DAN-Konzept für Mastschweine eingeführt. Dabei handelt es sich um ein neues Futterprodukt für dänische Genetik (Duroc). Außerdem wurde eine neue Eberfutterlinie entwickelt.

• Am deutschen Produktionsstandort Langförden werden nun alle kompletten Mehlfuttermittel in BelGrain® produziert. Am Produktionsstandort Hamburg ist es nun ebenfalls möglich, mit einer Walzenmühle die BelGrain®-Struktur zu erzeugen.

Ein Sparschwein der Ferkelfutteraktion von ForFarmers.

(23)

Gefl ügel

• Ende 2010 wurde das Vitakrek®-Produktions- verfahren für Legehennen-, Elterntier- und Aufzuchtfutter am Produktionsstandort Delden eingeführt. Dieses Produktionsverfahren enth- alt eine einzigartige Rohstoffvermahlung, die die Struktur von Mehlfutter stark verbessert. 2011 wurden Versuche über den Einfl uss bestimmter Rohstoffe auf die Futterstruktur durchgeführt. So ist ForFarmers noch besser dazu in der Lage, die Struktur zu optimieren. 2011 wurde Vitakrek® auch an den deutschen Produktionsstandorten einge- führt.

• 2011 wurde das Werk in Delden mit einer Spezialproduktionslinie für die Produktion von Mastgefl ügelfutter ausgerüstet. Es wurden eine Vakuumbeschichtungsanlage, ein Weizenreiniger und eine Ladestraße mit Weizendosieranlage an- geschafft.

• Die Produktionsstandorte Delden und Langförden wurden in 2011 umgebaut und eignen sich nun für die Produktion von nicht gentechnisch veränder- tem Legehennenfutter.

• Bei ForFarmers Thesing wurde die Easy- Futterreihe für Puten eingeführt. Diese Futtermittel bewirken eine stabile Verdauung und eine trockene Einstreu.

• In 2011 hat ForFarmers in Untersuchungen über den Aminosäurebedarf von Legehennen inve- stiert, weil die vorhandenen Futtertabellen für Legehennen schon ziemlich alt waren.

Vitakrek®: das Strukturmehl für die beste Vitalität der Tiere.

Ein Sparschwein der Ferkelfutteraktion von ForFarmers.

(24)

Seite 24

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

n a c h h a l t i g ke i t

Sowohl unternehmensintern als auch bei an- deren Akteuren der Nahrungsmittelkette wird auf die Konkretisierung dieses Begriffs hinge- wirkt. ForFarmers möchte seine Kunden bei der Realisierung nachhaltigerer Produktionsweisen maximal unterstützen, etwa durch Tipps für eine effi - zientere Futterverwendung, angepasste Stallsysteme, die Reduktion des CO2-Ausstoßes im landwirt- schaftlichen Betrieb und die Wiederverwertung von Restprodukten für Energie.

Ausgehend von seiner Position in der Nahrungsmittelproduktionskette möchte ForFarmers gewährleisten, dass das Unternehmen Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit ist. Deshalb wurde die „Task Force Duurzaamheid“ („Task Force Nachhaltigkeit“) eingesetzt, die dem Bestreben von ForFarmers, Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen, bei sei- nen Kunden und bei anderen Akteuren in der Nahrungsmittelproduktionskette weiter zu implemen- tieren, Gestalt gibt.

ForFarmers gibt klare Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeit im Unternehmen vor: Es entschei- det sich für ökonomische Nachhaltigkeit. Konkret bedeutet dies, dass der Schutz der Umwelt und Kosteneinsparungen einander so weit wie möglich verstärken sollen (Gewinn für die Umwelt und wirt- schaftlicher Gewinn).

Mehrere Projekte tragen bei ForFarmers zur Realisierung von Nachhaltigkeit bei.

ForFarmers ist Mitglied von Round Table on Responsible Soy (RTRS).

In den niederländischen Werken verarbeitet ForFarmers biologische Soja (1,8 % des gesamten Sojaverbrauchs), Pro-Terra-Soja (5,3 %) und nach- haltige Soja, die über Nevedi eingekauft wird (10,1

%). Insgesamt sind also 17,2 % des gesamten Sojaverbrauchs nachhaltig. Wir streben eine jährliche Steigerung des Anteils an nachhaltiger Soja an. Das Ziel ist, 2015 100 % nachhaltige Soja zu verarbeiten.

Auf dem deutschen Markt liegt der Fokus mehr auf dem Einsatz von nicht gentechnisch veränderten Produkten. In der Legehennenhaltung gab es 2011 eine große Nachfrage nach Eiern von Tieren, die mit nicht gentechnisch verändertem Futter gefüt- tert werden. In der Milchviehhaltung gab es bereits ein Marktsegment mit nicht gentechnisch verän- dertem Futter. Um die Gefahr der technischen Verschleppung von gentechnisch verändertem und nicht gentechnisch verändertem Futter einzu- schränken, wurden sowohl auf DVT-Ebene (Deutscher Verband Tiernahrung) als auch auf Nevedi-Ebene (Nederlandse vereniging diervoederindustrie) Vereinbarungen abgeschlossen. Auf DVT-Ebene be-

VerBeSSerUNG KrITISCher LeISTUNGSINDIKaTOreN NaChhaLTIGKeIT 2011 GeGeNÜBer 2010

• Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Produktion um 1,1 %

• Verringerung des CO2-Ausstoß im Transport um 17,7 % gegenüber 2007

• Einstellung der Produktion von Fütterungsarzneimitteln im Jahr 2011

• Anteil an nachhaltiger Soja am gesamten Sojaverbrauch in den niederländischen Werken: 17,2 %

• Phosphateffi zienz bei Rindern gleich hoch wie 2010

• Verbesserung der Lebensleistung um 0,9 % pro Kuh

• Senkung der Verlustrate in der Mastschweinehaltung um 4,3 %

• Senkung der Verlustrate in der Mastgefl ügelhaltung um 12,5 %

• Verbesserung der Futterverwertung in der Mastschweinehaltung um 1,5 %

• Verbesserung der Futterverwertung in der Legehennenhaltung um 4,5 %

• Verbesserung der Futterverwertung in der Mastgefl ügelhaltung um 2,5 %

(25)

zieht sich dies auf die Produktion von Eiern und Milch und auf Nevedi-Ebene auf die Produktion von Eiern.

In diesen Vereinbarungen steht, wie häufig und in welcher Form Kontrollen in Bezug auf gentechnisch veränderte Organismen durchgeführt werden und welche Korrekturmaßnahmen zu ergreifen sind, wenn Abweichungen festgestellt werden.

Eine Verringerung des CO2-Ausstoßes wird über Konzepte wie „Het Nieuwe Rijden“ („Das neue Fahren“) und „Drivers Challenge“ bewirkt. Das Ziel dieser Konzepte ist, den allgemeinen CO2-Ausstoß des Fuhrparks im Jahr 2012 um 20 % gegenüber dem Referenzjahr 2007 zu senken. Um dieses Ziel zu errei- chen, muss sich jeder Fahrer seines Fahrstils bewusst sein. Von jedem Fahrer wird ein vorausschauender Fahrstil erwartet, bei dem die Energie durch Ausrollen des Lastwagens stärker genutzt wird. Dadurch werden die Treibstoffkosten gesenkt und auch die Lastwagenteile weniger abgenutzt. Außerdem sorgt das bewusste Fahren für eine Reduktion des CO2- Ausstoßes. 2011 wurde zum Beispiel eine Einsparung von 3 % pro Kilometer erreicht. Im Vergleich zu 2007 sparte ForFarmers 2011 17,7 % ein. Das Ziel von 20 % ist in Sicht.

In der Produktion wird ebenfalls eine Verringerung des CO2-Ausstoßes angestrebt. Dies kann zum Beispiel durch eine bessere Einstellung des Verfahrens erfolgen, durch Operational Excellence.

Im Vergleich zu 2009 erreichte ForFarmers 2011 eine Reduktion von 4 % beim CO2-Ausstoß pro Tonne fer- tige Erzeugnisse.

In Bezug auf das Tierwohlbefinden konnte ForFarmers in mehreren Bereichen einen Erfolg verbuchen.

Unsere „Care“-Konzepte Cowcare®, Pigcare® und

Poultrycare® haben einen Beitrag dazu geleistet.

Im September 2011 hat ForFarmers die Produktion von Fütterungsarzneimitteln für Schweine eingestellt. Durch die Abschaffung dieser Fütterungsarzneimittel arbeiten wir an einer nach- haltigeren Mischfutterproduktion und damit an einer nachhaltigeren Viehhaltung. Die Verabreichung von Medikamenten über das Futter hat bei ForFarmers bereits in den vergangenen Jahren stark abge- nommen. Um einen gesünderen Viehbestand zu erreichen, unterstützt ForFarmers die Viehhalter in ihrem Gesundheitsmanagement, bei Haltungsfragen und Hygienekonzepten (anhand der „Care“-Konzepte).

Neben einer besseren Nachhaltigkeit im ge- samten Futtersortiment setzt ForFarmers auf spezifische Zwischensegmente, bei denen zusätzli- che Nachhaltigkeit technisch, aber vor allem auch wirtschaftlich möglich ist. Das 2011 erfolgreich eingeführte nachhaltige Gildehuhn-Konzept ist ein Beispiel für ein neues, innovatives, bezahlbares Zwischensegment. Es unterscheidet sich positiv in den Bereichen Tierwohlbefinden, Antibiotika-Einsatz und ökonomische Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit dem Brütereibetrieb Morren und dem Schlachthof Esbro kommt ForFarmers mit dem Gildehuhn- Konzept dem Wunsch von Verbrauchern und Regierung nach einem bezahlbaren Zwischensegment nach. Eines der Ziele von Gildehuhn ist eine 100 % Reduktion des Antibiotika-Einsatzes. Dieses Ziel liegt in Reichweite: Im Vergleich zum Sollwert für den nationalen Durchschnitt 2011 kamen im Gildehuhn- Konzept um fast 80 % weniger Tagesdosen Antibiotika zum Einsatz. Gildehuhn erwies sich innerhalb nur eines Jahres als Erfolg. Es kommt bereits bei 25

Nachhaltige Soja ist eines der vielen Produkte, die per Schiff zu den verschiedenen Werken von ForFarmers transportiert werden.

(26)

ForFarmers-Kunden zur Anwendung und es gibt eine Warteliste mit Geflügelhaltern, die das Konzept eben- falls verwenden möchten.

ForFarmers arbeitet seit Mitte 2011 mit dem Gülleverarbeitungsbetrieb Twence aus Hengelo zusammen. Über diese Kooperation leistet ForFarmers einen Beitrag zu Untersuchungen über Güllebe- und -verarbeitung. Die Untersuchungen konzentrieren sich sowohl auf die Energiegewinnung aus Gülle, zum Beispiel durch Vergärung, als auch auf die Rückgewinnung von Rohstoffen sowie eine Kombination von beidem. Als Produzent und Lieferant von Viehfutter möchte ForFarmers zur Reduktion des Mineralstoffüberschusses in der niederländischen Viehhaltung beitragen.

Die niederländische Regierung hat beschlossen, dass 2011 der Phosphatüberschuss im Agrarsektor über Fütterungsmaßnahmen (die sogenann- te „Voerspoor“) um zehn Millionen Kilogramm

gesenkt werden muss. Dazu wurde die Kennzahl

„Phosphateffizienz“ eingeführt. Diese Zahl gibt an, wie effizient der Phosphor im Futter ausgenutzt wird.

Die Futterverwertung spielt dabei eine große Rolle:

Je besser die Futterverwertung, desto effizienter geht das Tier mit dem Phosphat im Futter um. ForFarmers berät seine Schweine- und Geflügelkunden bei der Umsetzung einer guten Futterverwertung. Die Milchviehkunden erfahren durch die Teilnahme am Programm „Bedrijfsspecifieke excretie“ („BEX“), wie effizient sie mit Stickstoff und Phosphat umgehen.

Um die Viehhalter gezielt über Phosphateffizienz be- raten zu können, hat ForFarmers den „FosfaatWijzer“

entwickelt. Außerdem sorgt ForFarmers für eine Verbesserung seiner Futtermittel, damit die Tiere das Phosphat im Futter besser in ein nützliches Produkt, zum Beispiel Milch oder Fleisch, umwandeln können.

Ferner bietet ForFarmers in seinem Sortiment auch phosphorarmes Futter an. All diese Initiativen sorgen für eine Reduktion der Mineralstoffausscheidungen im Agrarsektor.

Gildehuhn ist ein nachhaltiges Hühnerkonzept, bei dem das natürliche Verhalten der Hühner durch das Streuen von Getreide und Strohballen im Stall stimuliert wird.

(27)

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

M i t a r b e i t e r

ForFarmers hat den Wunsch, das beste und größte kundenorientierte Unternehmen für Nutztierfutter in Europa zu sein. Motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter sind entscheidend für ein Unternehmen mit diesem Ziel. Es sind daher auch die Qualitäten unserer Mitarbeiter, die den Unterschied machen: Bei ForFarmers arbeiten kompetente, engagierte, aber auch pragmatische Mitarbeiter, die sich gerne für immer noch bessere Ergebnisse einsetzen. Bei ForFarmers haben Fachleute die Möglichkeit, ihr Wissen durch die Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten in diversen Bereichen auszubauen.

Die Hauptmerkmale der Personalpolitik sind:

• Schaffung und Sicherstellung eines sicheren, gesunden und motivierenden Arbeitsumfelds

• ein modernes und attraktives Paket von Arbeitsbedingungen

• Förderung der Entwicklung und Einsetzbarkeit der Mitarbeiter durch die Schaffung realer Aufstiegschancen

• Entwicklung von Aus- und Weiterbildungs- möglichkeiten für Mitarbeiter aller Ebenen mit besonderer Aufmerksamkeit für Themen wie Fachwissen und Unternehmertum

aus- und Weiterbildung

Als guter Arbeitgeber möchte ForFarmers seine Mitarbeiter durch ein sicheres und inspirie- rendes Arbeitsumfeld mit Raum für Entwicklung

an sich binden und begeistern. ForFarmers inve- stiert daher auch aktiv in eine breite Palette an fachlichen Aus- und Weiterbildungsprogrammen.

Es werden unterschiedliche Programme für ver- schiedene Zielgruppen angeboten, die von maßgeschneiderten internen Schulungen in den Bereichen Verkauf, Mitarbeiterführung, Fremdsprachen und Sicherheit bis hin zu externen Managementausbildungen reichen.

Unternehmenskultur von ForFarmers

Typisch für die Kultur von ForFarmers ist ein offenes und informelles Arbeitsumfeld. Die Mitarbeiter arbei- ten hart, sind mit Leib und Seele bei der Sache und loyal, mit anderen Worten: Das Engagement ist groß.

Verantwortung und Befugnisse sind in der Hierarchie möglichst weit unten angesiedelt.

2011 wurden in der Personalpolitik verschie- dene Nachhaltigkeitsprogramme umgesetzt. Die Lastwagenfahrer haben Kurse über die Grundsätze

“Des neue Fahren“ (“Het nieuwe rijden”)besucht: ener- giebewusst, sicher und bequem.

ForFarmers beschäftigt sich bewusst mit der Sicherheit im Unternehmen. Bei ForFarmers B.V. er- halten alle neuen Mitarbeitern, auch Leiharbeiter, das

„Sicherheitshandbuch ForFarmers Group“. In diesem Handbuch stehen unter anderem Informationen

Kontrollraum am Standort Lochem.

(28)

Zahl der Mitarbeiter je Tätigkeitsart Krankenstand in den vergangenen vier Jahren über Verkehrsregeln auf den Betriebsgeländen,

persönliche Schutzausrüstung, Ergonomie, das Arbeiten mit Gefahrstoffen oder an elektrischen Anlagen und die Vorgehensweise bei Zwischenfällen.

2011 hat ForFarmers eine aktualisierte Version des Sicherheitshandbuchs herausgebracht und an Mitarbeiter überreicht.

Krankenstand

2011 haben die Fehlzeiten bei ForFarmers im Vergleich zu 2010 zugenommen. Grund dafür ist eine Zunahme langfristiger Erkrankungen, die nicht mit der Arbeit in Zusammenhang stehen.

Mitbestimmung

Bei ForFarmers ist die Mitbestimmung der Mitarbeiter über Betriebsräte gewährleistet. 2011 hielt der Betriebsrat der ForFarmers B.V. eine Wahl ab, da die Amtszeit mehrerer gewählter Mitglieder zu Ende ging.

Seit Mai 2011 ist dieser Betriebsrat in seiner neuen Zusammensetzung aktiv.

Der Betriebsrat verfolgt die laufenden Entwicklungen bei ForFarmers ganz genau. In offenen und konstruk- tiven Beratungen mit der Geschäftsführung suchen die Arbeitnehmervertreter ständig nach der richtigen Mischung aus Erreichen der Unternehmensziele und den Interessen der Mitarbeiter. Besprechungen gab es unter anderem über die Änderung des Dienstplans in Lochem, das Beratungsersuchen bezüglich der ge- planten Übernahme der Futteraktivitäten von Nutreco und diverse Personalregelungen. Der Betriebsrat hat sich über die bevorstehende Übernahme und das neue Finanzierungsarrangement in Zusammenhang mit der Übernahme positiv geäußert.

Die Geschäftsführung schätzt den Einsatz ihrer Mitarbeiter sehr. Stets aufs Neue zeigen die Mitarbeiter großes Engagement für das Unternehmen und das Produkt. Die Geschäftsführung möchte daher allen Mitarbeitern für ihren Beitrag im vergangenen Jahr danken.

Logistik Verkauf Sonstige 2008 2009 2010 2011

2009 2010 2011

(29)

B E R I C H t D E R G E S C H Ä F t S F Ü H RU n G

F i n a n z e r g e b n i s

Das Jahr 2011 stand in erster Linie im Zeichen der europäischen Schuldenkrise. Die leichte Erholung der Wirtschaft, die 2010 eingesetzt hatte, setzte sich 2011 unter anderem aus diesem Grund nicht fort.

Der Rohstoffmarkt wurde 2011 von einigen un- vorhersehbaren Ereignissen wie dem “Arabischen Frühling”, der Überflutung in Japan und der europäi- schen Schuldenkrise beherrscht. Dadurch waren die Rohstoffpreise im ersten Halbjahr 2011 relativ hoch.

In den letzten Monaten des Jahres 2011 war ein leich- ter Rückgang spürbar. Die höheren Rohstoffpreise werden über die Futterpreise an die Landwirte weiter- gegeben. Gleichzeitig waren vor allem die Preise von Schweinefleisch und Eiern niedrig. Diese Kombination hat dazu geführt, dass wieder mehr Landwirte den Betrieb eingestellt haben und der Absatzmarkt ins- gesamt geschrumpft ist. Dennoch konnte ForFarmers aber seinen Marktanteil vergrößern. Auch Cefetra ver- zeichnete durch die Vergrößerung des Marktanteils auf diversen Märkten einen Absatzzuwachs.

ForFarmers erzielte neben 21,5 % Umsatzzuwachs infolge der höheren Preise auch 4 % Absatzzuwachs.

Der Umsatz beläuft sich 2011 auf 5,22 Milliarden €, das ist im Vergleich zu den 4,16 Milliarden € im Jahr 2010, eine Steigerung von 25,5 %.

Das Ergebnis der Mischfutteraktivitäten war nahezu gleich wie im Jahr 2010. Der höhere Absatz führte zu höheren Produktions- und Logistikkosten. Da die Spanne auf dem Markt unter Druck stand und die Kunden von ForFarmers niedrigere Erträge erzielten, ist das letztendliche Ergebnis gleich geblieben.

Bei Cefetra hat die Unruhe auf dem Markt zu einem substanziell niedrigeren Ergebnis geführt. Die un- vorhersehbaren Ereignisse und makroökonomischen

Entwicklungen sorgten für schnelle und unerwartete Preisänderungen, was es für Cefetra schwierig mach- te, immer richtig zu reagieren. Darüber hinaus konnte Cefetra seine Qualitäten im Bereich der Arbitrage viel weniger ausnutzen als in den vergangenen Jahren, weil der Markt viel stärker tagespreisorientiert war. Auch die von den niedrigen Wasserständen im Herbst ausgelösten logistischen Probleme setzten die Rentabilität von Cefetra unter Druck.

ForFarmers hat 2011 ein Nettoergebnis von 21,9 Millionen € erreicht, einschließlich eines Buchgewinns durch den Verkauf von Immobilien in der Höhe von 0,5 Millionen €. 2010 belief sich das Ergebnis ohne außerordentliche Buchgewinne auf 32,0 Millionen €. Darüber hinaus wurde 2010 durch den Verkauf der Anteile an der Koninklijke Cebeco Groep ein Buchgewinn in der Höhe von 8,5 Millionen € erzielt.

Der Ertrag aus den Kernaktivitäten betrug 11,1 % des normalisierten Eigenkapitals. 2010 belief er sich auf 20,6 %. Die Buchgewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen und Immobilien sind darin nicht berücksichtigt.

Der Ausschüttungsstrategie entsprechend wird vor- geschlagen, den Buchgewinn aus dem Verkauf der Immobilien in Höhe von 0,5 Millionen € in die son- stigen Rücklagen einzustellen, damit dieser in den weiteren Ausbau der Kerngeschäfte investiert werden kann. Darüber hinaus wird vorgeschlagen, 30 % des Ergebnisses ohne diesen Buchgewinn auszuschütten.

Das entspricht einem Betrag von 6,4 Millionen €.

(30)

C o R P o R at E G oV E R n a n C E & C o M P L I a n C E

R i s i ko m a n a g e m e n t u n d i n t e r n e Ko n t ro l l e

2011 wurde bei ForFarmers wei- ter an der Umsetzung des Programms für integrales Risikomanagement gearbeitet. Im Rahmen dieses Programms werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Managementmaßnahmen festge- stellt. Mit diesen Managementmaßnahmen werden die Wahrscheinlichkeit, dass ein Risiko auftritt, bzw.

dessen Folgen im Prinzip reduziert. Die Eindämmung dieser Risiken erfolgt unter anderem durch den Einsatz von Finanzinstrumenten und Commodity- Verträgen, internen Richtlinien, Qualitätssystemen, Audits, Bericht- und Überwachungssystemen und Versicherungen. Die Managementmaßnahmen haben das Ziel, die Risiken auf ein akzeptables Niveau zu senken und die Kontinuität des Unternehmens sicher- zustellen.

Die interne Kontrolle bei ForFarmers ist darauf ausgerichtet, bei der Umsetzung der Ziele in den nachstehenden Bereichen ein vertretbares Sicherheitsmaß zu erreichen:

• Effektivität und Effizienz der Betriebsprozesse

• Zuverlässigkeit bei der Bereitstellung von Finanzinformationen

• Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften, Leitlinien und Verfahren

• Überwachung von Aktiva oder Werten

Die Systeme für Risikomanagement und interne Kontrolle von ForFarmers sollen die Umsetzung strategischer und finanzieller Ziele optimal un- terstützen. Ein sinnvoll aufgebautes System für Risikomanagement und interne Kontrolle bietet al- lerdings keine Garantie, dass die strategischen und finanziellen Ziele umgesetzt werden und dass men- schliches Versagen, unvorhergesehene Umstände, fehlerhafte Berichte, Betrug und die Verletzung von Rechtsvorschriften völlig ausgeschlossen werden kön- nen.

Bei den Systemen für Risikomanagement und interne Kontrolle von ForFarmers geht es vor allem darum, folgende Risiken kontrollieren zu können:

• Preisentwicklung und Verfügbarkeit von Rohstoffen

• Wechselkurs- und Zinsrisiken

• Kredit- und Liquiditätsrisiken bei Vertragspartnern

• Liquiditätsrisiken

• Qualitätsrisiken

• Marktrisiken

Die wichtigsten Risiken und die zugehörigen Managementmaßnahmen werden im Folgenden erläu- tert.

Preisentwicklung und Verfügbarkeit von rohstoffen Bei seinen Kernaktivitäten verwendet ForFarmers Rohstoffe agrarischen Ursprungs, darunter Weizen, Mais, Sojaschrot und Gerste. Die Preise auf dem Markt für diese Rohstoffe sind überaus volatil und werden unter anderem durch die Qualität und den Umfang der Ernten beeinflusst. Darüber hinaus spielen auch die Nachfrage vonseiten der Biokraftstoffindustrie sowie der spekulative Handel durch Finanzinvestoren eine Rolle.

ForFarmers beobachtet die Entwicklungen bei den Preisen und der Verfügbarkeit von Rohstoffen sehr genau. Für jede Gesellschaft der Gruppe wurde eine Einkaufsstrategie festgelegt. Darin wird erläutert, welche Risiken abgedeckt sein müssen und welche Positionen je Rohstoffgruppe eingekauft werden dürfen.

Die Risiken werden erforderlichenfalls durch Finanzinstrumente und Commodity-Verträge abge- deckt.

Wechselkurs- und Zinsrisiken

Beim Ankauf von Rohstoffen und beim Abschluss von Verkaufsverträgen können sich Wechselkursrisiken ergeben. Da ForFarmers zum Teil durch verzinsliches Fremdkapital finanziert ist, besteht ein Zinsrisiko.

Die Entwicklungen auf den Zins- und Devisenmärkten werden genau verfolgt und erforderlichenfalls werden Risiken mithilfe von Swaps und anderen Finanzinstrumenten abgedeckt.

Kredit- und Liquiditätsrisiken bei Vertragspartnern Wenn Vertragspartner von ForFarmers, etwa Lieferanten oder Abnehmer, ihren vertraglichen Pflichten nicht nachkommen, können sich Kreditrisiken ergeben.

Deshalb werden die Vertragspartner anhand eini- ger Kriterien beurteilt. Auf Wunsch werden auch ergänzende Vereinbarungen getroffen, etwa zusätzli- che Sicherheiten. Risiken werden erforderlichenfalls versichert. Die korrekte Erfüllung der Pflichten und die Entwicklungen bei den Vertragspartnern werden genau beobachtet.

Referências

Documentos relacionados

Berechnungen der Korrelationen zwischen den Niederschlagssummen pro Vegetationsperiode und den Erträgen der Anbaukulturen brachten Aufschluss, ob die jeweiligen Kulturen positiv oder