Top PDF Bedeutung von Stress und Depression bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Bedeutung von Stress und Depression bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Bedeutung von Stress und Depression bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Anläßlich einer Arzt-Patienten-Tagung [9] beschrieb ein Betroffener seine „Alltagsprobleme“ wie folgt: „... Ob- wohl wir mit der Zeit lernen, damit umzugehen, gehört die Angst, in eine bedrohliche Situation zu geraten, immer noch zu den größten Problemen in unserem Alltagsleben. In unserem häuslichen Umfeld kommen wir ganz gut damit klar und sogar ein Einkaufsbummel in vertrauter Umgebung ist wieder relativ angstfrei möglich, weil wir ein regelrechtes „Toilettenkataster“ im Kopf haben. Beim Betreten einer Gaststätte gilt unser erster suchender Blick dem „Fluchtweg“, nämlich dem zur Toilette, und dann sind wir erst einmal beruhigt. Bevor wir uns darauf einlas- sen, uns in irgendein Abenteuer in unbekannter Umgebung zu begeben (z. B. lange Wanderungen in freier Natur), überlegen wir dreimal, ob wir nicht lieber eine unserer be- währten Ausreden bemühen sollten. Im Kino und Theater sind wir, sofern wir uns trauen, gern gesehene Gäste, denn wir setzen uns freiwillig auf die unattraktiven Außensitze – die beste Startposition auf der Flucht vor plötzlichem Stuhldrang und nicht kontrollierbaren Blähungen. ... Es ge- hört zu den großen Unaussprechlichkeiten, aber wie oft quälen wir uns über den Tag (oder durch die Nacht), weil wir uns vor unkontrollierten „Peinlichkeiten“ fürchten. Und da wir nicht darüber sprechen, können wir auch nicht in den Genuß der Tatsache kommen, daß die Menschen, die uns wichtig sind und denen wir wichtig sind, viel tole- ranter sind, als wir ihnen vielleicht unterstellen!“
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Extraintestinale Manifestationen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Extraintestinale Manifestationen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Cholangiographie stellt den Goldstandard in der Diagnostik der PSC dar (Abb. 3). Dort zeigen sich multifokale langstreckige Strikturen mit dazwischen liegenden Erweiterungen des Gallen- gangsystems [34, 35]. Stellte bisher die endoskopische retro- grade Cholangiographie (ERC) den Goldstandard dar, wird diese zunehmend von der Magnetresonanz-Cholangiographie (MRC) abgelöst [25]. Diese sollte bei allen CED-Patienten mit chole- statischem Enzymmuster erfolgen. Die ERC ist nunmehr Fällen mit unschlüssiger MRC oder hoher Wahrscheinlichkeit einer endoskopischen Intervention aus diagnostischen oder therapeu- tischen Zwecken vorbehalten (z. B. Dilatation einer Stenose, Einbringen eines Stents oder Entnahme einer Bürstenzytologie, Biopsie zum Ausschluss eines cholangiozellulären Karzinoms) [25]. Die Leberbiopsie spielt in der Diagnostik der PSC eine unter- geordnete Rolle und sollte lediglich bei dringendem klinischem Verdacht auf eine PSC trotz normaler MRCP zum Ausschluss ei- ner „small-duct PSC“ oder zum Ausschluss eines Overlap-Synd- roms mit einer Autoimmunhepatitis durchgeführt werden [25].
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Neuromodulation durch Vagusnervstimulation bei Depression

Neuromodulation durch Vagusnervstimulation bei Depression

Im Zentrum der Darstellung steht die „Psychologie der Män- ner“, u.a. Aspekte der Männlichkeit und der Stressbewälti- gung bei Männern und insbesondere die Depression bei Män- nern bzw. der Prototyp der „männlichen Depressionund der Weg, häufi g über eine chronische Stressbelastung, dorthin. Die Autorin sieht insbesondere im gesellschaftlich angesehe- nen „Männlichkeits“-Ideal ein Grundproblem für diese Ent- wicklung. Dieses Ideal prägt verschiedene Verhaltensweisen des Mannes wie die Tendenz, sich in der Arbeitswelt und sons- tigen Situationen zu überfordern, ein Übermaß von Stress in allen möglichen Lebensbereichen zu ertragen, stressbedingte körperliche und psychische Symptome nicht zu erkennen bzw. nicht wahrhaben zu wollen u.a. Auch die Tendenz, Gefühle für sich zu behalten, über Beschwerden nicht zu klagen, der Gesundheit keine nennenswerte Bedeutung im Alltagsleben einzuräumen, keine Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und möglichst wenig in ärztliche Behandlung zu gehen, gehören zu diesem „Männlichkeits“-Ideal.
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Epilepsie und psychiatrische Erkrankungen

Epilepsie und psychiatrische Erkrankungen

Im Zentrum der Darstellung steht die „Psychologie der Män- ner“, u.a. Aspekte der Männlichkeit und der Stressbewälti- gung bei Männern und insbesondere die Depression bei Män- nern bzw. der Prototyp der „männlichen Depressionund der Weg, häufi g über eine chronische Stressbelastung, dorthin. Die Autorin sieht insbesondere im gesellschaftlich angesehe- nen „Männlichkeits“-Ideal ein Grundproblem für diese Ent- wicklung. Dieses Ideal prägt verschiedene Verhaltensweisen des Mannes wie die Tendenz, sich in der Arbeitswelt und sons- tigen Situationen zu überfordern, ein Übermaß von Stress in allen möglichen Lebensbereichen zu ertragen, stressbedingte körperliche und psychische Symptome nicht zu erkennen bzw. nicht wahrhaben zu wollen u.a. Auch die Tendenz, Gefühle für sich zu behalten, über Beschwerden nicht zu klagen, der Gesundheit keine nennenswerte Bedeutung im Alltagsleben einzuräumen, keine Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und möglichst wenig in ärztliche Behandlung zu gehen, gehören zu diesem „Männlichkeits“-Ideal.
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Aktuelles: Die neue Ära der Hormonersatztherapie

Aktuelles: Die neue Ära der Hormonersatztherapie

Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt als gesichert, dass Fak- toren des Lebensstils und Stressfolgereaktionen für mehr als 60 % der Gefäßerkrankungen mitverantwortlich sind. Im Ge- gensatz hierzu wird bei chronisch entzündlichen Darmerkran- kungen die Rolle psychosozialer Faktoren in der Krankheits- genese und -modulation kontrovers diskutiert. Sowohl aus kli- nischer Sicht als auch von Seiten der Patienten liegt ein unmit- telbarer Zusammenhang zwischen psychosozialen Stressoren und einer Exazerbation der Erkrankung jedoch nahe. So erle- ben viele Betroffene psychischen Stress als krankheitsauslö- send und bei einer kürzlich in Zusammenarbeit mit der DCCV (Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung e.V.) durchgeführten Befragung gaben 70 % der Patienten an, dass Stress einen negativen Einfl uss auf den Verlauf ihrer Darm- erkrankung habe.
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Praktische Bedeutung der Genetik bei Angststörungen

Praktische Bedeutung der Genetik bei Angststörungen

Im Zentrum der Darstellung steht die „Psychologie der Män- ner“, u.a. Aspekte der Männlichkeit und der Stressbewälti- gung bei Männern und insbesondere die Depression bei Män- nern bzw. der Prototyp der „männlichen Depressionund der Weg, häufi g über eine chronische Stressbelastung, dorthin. Die Autorin sieht insbesondere im gesellschaftlich angesehe- nen „Männlichkeits“-Ideal ein Grundproblem für diese Ent- wicklung. Dieses Ideal prägt verschiedene Verhaltensweisen des Mannes wie die Tendenz, sich in der Arbeitswelt und sons- tigen Situationen zu überfordern, ein Übermaß von Stress in allen möglichen Lebensbereichen zu ertragen, stressbedingte körperliche und psychische Symptome nicht zu erkennen bzw. nicht wahrhaben zu wollen u.a. Auch die Tendenz, Gefühle für sich zu behalten, über Beschwerden nicht zu klagen, der Gesundheit keine nennenswerte Bedeutung im Alltagsleben einzuräumen, keine Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und möglichst wenig in ärztliche Behandlung zu gehen, gehören zu diesem „Männlichkeits“-Ideal.
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Naturheilkunde und Komplementärmedizin bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Naturheilkunde und Komplementärmedizin bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Wirkstoff: u.a. reich an Anthocyaninen; Wirkung: adstrin- gierend, antioxidativ, anti-infl ammatorisch und mild anti- septisch; eignen sich besonders für den Einsatz bei akuten Schüben mit Diarrhöen, z. B. in Form von kalt gepresstem Muttersaft. Dosierung 1–3 × 100 ml/d, oder getrockneten Früchten. Erste Grundlagenstudien sowie klinische „proof- of-principle“-Studien bei Colitis ulcerosa; erste sehr kleine Pilotstudie mit 13 Patienten mit leichter bis mäßiger Coli- tuis ulcerosa als offene Studie ohne Kontrollgruppe, 6 Wo- chen Therapie, komplementär zur Standardtherapie in Form eines Müsliriegels auf Heidelbeerbasis und 3 Wochen Nach- beobachtungsintervall. Am Ende des 6-wöchigen Therapie- intervalls zeigten 90,9 % der Patienten ein klinisches Anspre- chen, 63,4 % der Patienten waren in Remission. Nach Abset- zen der Heidelbeeren zeigte sich eine Verschlechterung des klinischen Mayo-Scores und des Entzündungsmarkers Cal- protectin im Stuhl [12].
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Wirksamkeit und Verträglichkeit von Mepartricin (Iperplasin®) bei benigner Prostatahyperplasie: Ergebnisse eine Anwendungsbeobachtung

Wirksamkeit und Verträglichkeit von Mepartricin (Iperplasin®) bei benigner Prostatahyperplasie: Ergebnisse eine Anwendungsbeobachtung

werden heute α1-Rezeptor- blocker sowie Finasterid einge- setzt, beide Medikamente gelten nach der WHO-BPH-Konsensus- konferenz als international aner- kannt [8–13]. Im Gegensatz dazu wird die Rolle der Phytopharmaka kontroversiell diskutiert [14, 15]. Neben der Beeinflussung des Tonus der glatten Muskulatur im Bereich von Blasenhals und Prostata mittels selektiver α1- Rezeptorblocker und des intraprostatischen Androgen- haushaltes über Finasterid, zielt ein dritter derzeit untersuchter medikamentöser Therapiearm auf eine Beeinflussung des Östrogen- gehaltes ab. Eine Reihe von Beobachtungen unterstützen die Bedeutung der Östrogene für die Entwicklung einer BPH/BPE. Im Alter verschiebt sich die An- drogen/Östrogen-Ratio zuneh- mend in Richtung der Östrogene und das Wachstum des Prostata- stromas (in ca. 80 % der BPH- Fälle das prädominante Gewebe in der Prostata) wird durch Östro- gene moduliert. Darüber hinaus konnte in einer kürzlich vom Arbeitskreis Prostata der Österrei- chischen Gesellschaft für Urologie durchgeführten Studie nachgewie- sen werden, daß die Größe der Prostata nicht mit dem Testosteron, jedoch mit der Serum-Östrogen- konzentration korreliert [16]. Mepartricin (Iperplasin ® ) ist ein
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Früherkennung der Schizophrenie und die Bedeutung für Verlauf und Outcome

Früherkennung der Schizophrenie und die Bedeutung für Verlauf und Outcome

dings wird ein günstiger Einfluß auf den Verlauf erwartet. Um Personen mit akutem Psychoserisiko zu identifizieren, müssen Früherkennungsinstrumente günstige positive und negative Prognosewerte aufweisen. Welche Informationen sollen zur Bestimmung des Psychoserisikos erfaßt werden? Wird als Ergebnis der Früherkennung ein aktuelles Über- gangsrisiko mitgeteilt oder sollen diagnostische Kriterien einer beginnenden Psychose geprüft werden? Früherken- nungsinventare helfen, Risikopersonen im initialen Pro- drom oder in der beginnenden Psychose korrekt zu identi- fizieren. Doch sollen sie auch bereits prämorbid zur Er- kennung von Risikopersonen beitragen, wenn noch kein aktuelles Psychose- oder Schizophrenierisiko besteht? Fehlurteile haben möglicherweise gravierende Folgen für die betroffenen Personen und verursachen unnötige Ko- sten für das Versorgungssystem. Nicht erkannten Personen mit vorhandenem Psychoserisiko (Falsch-Negative) kämen die Vorteile der Frühintervention nicht zugute und sie hät- ten den mit einem standardmäßig üblichen verzögerten Behandlungsbeginn assoziierten Schaden einer weiteren Progression der Erkrankung und deren negative Folgen für den Verlauf zu tragen. Falsch-Positive hingegen, denen ein faktisch nicht vorhandenes Risiko zugeschrieben würde, verursachen einen Fehleinsatz von Ressourcen (Klinik- platz, Therapiekosten) und erfahren eine möglicherweise unnötige Beunruhigung und Stigmatisierung. Neben der Erfassung eines allgemeinen Erkrankungsrisikos wäre es auch wünschenswert, unterschiedliche Phasen des Früh- verlaufs diagnostisch zu differenzieren, da die erforderli- che Intervention ganz wesentlich vom erreichten Stadium des Frühverlaufs abhängt. Unter Experten besteht weitge- hend Einigkeit darüber, daß die antipsychotische Medika- tion nicht vor dem Auftreten psychotischer Symptome er- folgen darf, somit nicht prophylaktisch zu verabreichen ist. In der umfangreichen Literatur zur Frühintervention findet man relativ selten eine intensivere Beschäftigung mit den Methoden der Früherkennung, was den Eindruck vermit- telt, daß Früherkennung problemlos zu bewerkstelligen sei. Dies hängt vielleicht damit zusammen, daß Hilfesu- chende per se als die zu behandelnden Risikopersonen aufgefaßt werden. Zur Fallidentifikation wird häufig ein von der australischen Gruppe um McGorry entwickelter Kriteriensatz zur Klassifikation von „Ultra-High-Risk“-Per- sonen angewandt [4]. Folgende Bedingungen zeigen dem- nach ein hohes Psychoserisiko an:
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Echokardiographie aktuell: Hämodynamische Evaluierung beim Intensivpatienten

Echokardiographie aktuell: Hämodynamische Evaluierung beim Intensivpatienten

Bei einem 47jährigen Mann besteht ein Z. n. Pankreasresek- tion sowie teilweiser Ileumresektion bei chirurgischer Sanie- rung einer ausgedehnten abszedierenden Pseudozyste (infolge rezidivierender Pankreatitiden). Seitdem liegt ein intestinales Malabsorptionssyndrom vor, der Patient muß infolgedessen täglich selbst über einen Port-a-cath-Katheter zusätzlich par- enterale Ernährung applizieren.

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Kongressbericht: Die vielen Gesichter der schweren Osteoporose

Kongressbericht: Die vielen Gesichter der schweren Osteoporose

Die Osteoporose ist eine vielschichtige Erkrankung, die in zahlreiche Fachdisziplinen – von der Inneren Medizin über die Orthopädie bis hin zur Gynäkologie – reicht. Allen gemein- sam ist jedoch, dass Schmerz – insbesondere Rückenschmerz – eines der Schlüsselsymptome ist, das an das mögliche Vor- liegen einer Osteoporose denken lassen sollte. Anlässlich eines Symposiums im Rahmen der 21. Osteoporosetagung in St. Wolfgang diskutierten Vertreter der Gynäkologie, der Orthopädie sowie der Inneren Medizin anhand von Kasu- istiken jeweils fachspezifische Aspekte der Osteoporose.
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Klinische Studien/Klinische Praxis: Das Angiotensin-System und Effekte seiner Inhibierung beim Vorhofflimmern - Die Rolle von Candesartan

Klinische Studien/Klinische Praxis: Das Angiotensin-System und Effekte seiner Inhibierung beim Vorhofflimmern - Die Rolle von Candesartan

Es sind allerdings weitere Daten aus doppelblinden prospekti- ven Untersuchungen erforderlich, um über eine solide Evi- denz für den Einsatz von ACE-Hemmern und Angiotensin- Rezeptorblockern für die ausschließliche Prävention von Vor- hofflimmern zu verfügen. Derzeit laufende Studien werden die Bedeutung dieser Substanzen im gesamten Spektrum des Managements von Vorhofflimmern näher definieren helfen. Es besteht derzeit klinische Evidenz für günstige Effekte von ACE-Hemmern und AT 1 -Rezeptorblockern bei Patienten mit Risikofaktoren für Vorhofflimmern wie Herzinsuffizienz, Hypertonie mit Linksventrikelhypertrophie oder Postmyo- kardinfarkt mit linksventrikulärer Dysfunktion. Jedoch fehlen gegenwärtig weitgehend experimentelle Daten über die Effekte der Inhibierung des Renin-Angiotensin-Systems nach bereits aufgetretenen strukturellen Schäden, die ein hohes Risiko für das Auftreten von Vorhofflimmern darstellen (Herz- insuffizienz, Myokardinfarkt, Linksventrikelhypertrophie). Zusätzlich ist der Effekt einer Kombination von ACE-Hemm- ern und Angiotensin-Rezeptorblockern zur Prävention von Vorhofflimmern gegenwärtig nicht ausreichend untersucht. Die klinisch nachzuweisenden „antiarrhythmischen“ Effekte von ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptorblockern sind vermutlich auf eine Prävention von strukturellen Umbau- prozessen („Remodelling“) zurückzuführen. Direkte Effekte auf Ionenkanäle könnten zusätzlich einen Beitrag leisten. Weitere experimentelle Daten aus derzeit laufenden Studien über atriales Remodelling und direkte elektrophysiologische Effekte der ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker werden in naher Zukunft eine weitere Charakterisierung und exaktere Klärung der zugrundeliegenden Pathomechanismen bringen.
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24-Stunden Blutdruckmonitoring (ABPM) in der Praxis: Therapiesicherheit von FosiComb® bei Patienten mit essentieller Hypertonie

24-Stunden Blutdruckmonitoring (ABPM) in der Praxis: Therapiesicherheit von FosiComb® bei Patienten mit essentieller Hypertonie

Niere und Leber – ausgeschieden, wobei gezeigt werden konnte, daß bei abnehmender Nieren- fuktion ein kompensatorischer Anstieg der biliären Elimination und vice versa für eine fast kon- stante Gesamtausscheidung von Fosinoprilat sorgt [2]. Schon 1986 wurde gezeigt, daß es zu keiner Substanzkumulierung bei älteren im Vergleich zu jüngeren Patien- ten kommt [3]. Die Vorteile des ACE-Hemmers bei der Therapie des hypertensiven Diabetikers werden gerade in jüngster Zeit von namhaften Diabetologen betont. In diesem Umfeld haben die Ergebnisse zweier Vergleichs- studien zwischen ACE-Hemmern und lang wirksamen Kalzium- antagonisten [4, 5] – FACET (Fosinopril und Amlodipin) und ABCD (Enalapril und Nisoldipin) – besonderes Gewicht. Beide Studien zeigen, daß es in einem mehrjährigen Beobachtungs- zeitraum unter ACE-Hemmern zu einer signifikanten Risikoreduk- tion an schwerwiegenden vasku- lären Zwischenfällen bei hyper- tensiven Diabetikern gegenüber den Vergleichspräparaten kommt. Ziel dieser Anwendungs-
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Public-Health-Apekte der Hypertonie: ein Update

Public-Health-Apekte der Hypertonie: ein Update

Um die Vielzahl von Erkrankungen, die aufgrund hohen Blut- drucks entstehen, verhindern zu können, müssen verschiede- ne Faktoren miteinander kombiniert werden. Um die Bürde durch hohen Blutdruck zu reduzieren, ist ein innovativer mul- tifaktorieller Public-Health-Approach nötig, wobei Gender- Aspekte, spezielle Risikogruppen und sozioökonomische Umstände berücksichtigt werden. Die Verantwortung im Ma- nagement und der Kontrolle der Hypertonie liegt im Public- Health-Bereich bei einer Vielzahl von Stakeholdern wie Ärz- ten und allen Health Professionals, allen Verantwortlichen der integrierten Gesundheitsversorgung, Patienten, aber auch der Politik. Das öffentliche Bewusstsein muss gesteigert und mehr Information angeboten werden, um „Empowerment“ auf Indi- viduallevel zu schaffen, damit die Patienten in der Lage sind, selbst die Kontrolle über ihre Gesundheit zu gewinnen. Pri- märpräventionsstrategien und -programme sollten implemen- tiert werden, um Patienten zu Lebensstiloptimierungen zu er- mutigen, die zu einer besseren Gesundheit führen. Es sollte klare Richtlinien für Allgemeinmediziner geben, die oft die ersten Ansprechpartner für Personen mit Hypertonie sind, da- mit eine angemessene Hypertoniebehandlung, ein entspre- chendes „Empowerment“ der Betroffenen, aber auch ein adä- quates Monitoring möglich ist [25].
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Anwendung und klinische Relevanz der Bestimmung von Knochenumbaumarkern bei Osteoporose: ein Überblick

Anwendung und klinische Relevanz der Bestimmung von Knochenumbaumarkern bei Osteoporose: ein Überblick

Die Rate des Knochenmasseverlustes bei manifester Osteoporose, ausge- drückt durch die Knochenumbau- marker, beeinflußt die Wahl thera- peutischer Maßnahmen; eine „high turnover“-Osteoporose ist intensiv, in erster Linie antiresorptiv, zu behan- deln. Auch eine Osteopenie mit erhöhtem Knochenumsatz erfordert intensivere diagnostische und thera- peutische Maßnahmen als bei Vorlie- gen niederer Knochenumbaumarker. Der mit einer antiresorptiven Be- handlung zu erwartende Therapieer- folg läßt sich bei initialer Kenntnis des Knochenumbaues abschätzen. Studien zeigten, daß Calcitonin bei hohem Knochenumbau vor der Be- handlung einen höheren Knochen- dichtezuwachs erzielte als bei initial niederem Knochenumbau [12]. Ähn- liches konnte für die Hormonersatz- therapie mit Östrogen und Gestagen bei postmenopausalen Frauen ge- zeigt werden [13]. Hingegen zeigen Studien mit Bisphosphonaten, daß ein Knochendichtezuwachs ohne strenge Korrelation mit dem initialen Knochenumsatz zu erreichen ist [2, 7].
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Endokrinologische Behandlung der Geschlechtsdysphorie bei Menschen mit Geschlechtsinkongruenz

Endokrinologische Behandlung der Geschlechtsdysphorie bei Menschen mit Geschlechtsinkongruenz

Es gibt Menschen, die die innere Gewissheit besitzen, dass ihre Geschlechtsidentität nicht zu ihrem biologischen Ur- sprungsgeschlecht passt. Diese Diskrepanz wurde früher als „Transsexualismus“ bezeichnet. Man orientierte sich dabei an Magnus Hirschfelds Begriff aus dem Jahr 1923 [1]. Im Deut- schen wurde alternativ auch der Begriff „Geschlechtsidenti- tätsstörung“ verwendet. Diese heute veralteten Begriffe wir- ken aus historischen Gründen pathologisierend und stigma- tisierend. Zu sehr sind diese noch mit der alten Vorstellung verknüpft, dass Betroffene an einer schweren Persönlichkeits- störung leiden und ein imperativer Drang nach hormoneller und chirurgischer Behandlung bestehe – eine Einordnung, die mehr auf Einstellungen, Werten und Haltungen des 20. Jahr- hunderts als auf wissenschaftlicher oder klinischer Evidenz beruhte [2]. Aus diesem Grund entschied man sich, im revi- dierten Dia gnostic and Statistical Manual of Mental Disor- ders 5 (DSM-5) für diese Kategorie einen neuen, möglichst wertfreien Begriff der „Geschlechtsinkongruenz“ („gender nonconformity“) einzuführen. Diesem medizinisch neutralen Begriff wird der Begriff der „Geschlechtsdysphorie“ („gen- der dysphoria“) als Ausdruck des Leidens einer Person mit Geschlechtsinkongruenz gegenübergestellt (zu den Kriteri- en der Geschlechtsdysphorie siehe Tab. 1 unter http://www. transgender- network.ch/wp-content/uploads/2011/09/smf- 01919.pdf). Mit diesen Entitäten wird auch die bisherige, als zu rigide empfundene Vorstellung der Zweigeschlechtlich-
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Blutdruckvariabilität: Diagnostik, prognostische Bedeutung und therapeutische Konsequenzen

Blutdruckvariabilität: Diagnostik, prognostische Bedeutung und therapeutische Konsequenzen

sungen über 7 Tage [18, 33]. Da am ersten Tag meistens höhere Werte und eine höhere Variabilität gemessen werden, sollten die Werte vom ersten Tag verworfen werden. Die Messungen sollten jeweils morgens (6–8 Uhr) und abends (18–20 Uhr) unter den gleichen Bedingungen als Dop- pelmessungen im Abstand von 2–3 Minuten erfolgen. Aller- dings ist neben technischen Problemen die mangelhafte Zuverlässigkeit der Patienten bei der Dokumentation der gemessenen Werte ein schwerwiegendes Hindernis dafür, die Selbstmesswerte für die Therapiesteuerung optimal ein- zusetzen. Üblicherweise sollen die Patienten ihre Selbst- messwerte in einem Blutdruckpass eintragen. Hierbei kommt es aber willentlich oder auch unbewusst zu viel- fältigen Fehlern, wie entsprechende Untersuchungen zeigen [33]. In nur 76 % stimmten die dokumentierten Blutdruck- werte bezogen auf den Zeitpunkt der Messung und die Höhe des tatsächlichen Messwerts mit den gespeicherten Daten überein.
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Für Sie gelesen: Association Between Sustained Virological Response and All-Cause Mortality Among Patients with Chronic Hepatitis C and Andvanced Hepatic Fibrosis

Für Sie gelesen: Association Between Sustained Virological Response and All-Cause Mortality Among Patients with Chronic Hepatitis C and Andvanced Hepatic Fibrosis

Eine chronische Hepatitis-C-Virusinfektion (cHCV) ist eine der Hauptursachen für eine Zirrhose oder ein hepatozelluläres Kar- zinom (HCC). Die Inzidenz von HCV-bedingten Zirrhosen und den damit verbundenen Komplikationen wird in den nächsten Jahren ansteigen. Davis et al. [1] gehen bei US-amerikanischen Patienten bis 2030 von einem Anstieg von 25 % auf 45 % aus. Die Zweifachtherapie Peginterferon + Ribavirin ist bei 50–80 % der Patienten effektiv [2]. Das Therapieziel einer anhaltenden Virussuppression („sustained virologic response“ [SVR]) ist als Virenfreiheit 24 Wochen nach Therapieende definiert [3]. SVR wird mit Heilung gleichgesetzt, ein Rückfall danach ist unwahrscheinlich. In der vorliegenden Studie wurde versucht, den Zusammenhang zwischen SVR und Gesamtmortalität („all- cause mortality“) bei Patienten mit cHCV und fortgeschrittener hepatischer Fibrose festzustellen, ob also die Peginterferon- Ribavirin-Therapie im Falle einer fortgeschrittenen hepatischen Fibrose über die leberspezifische Mortalitätsrate hinaus auch die Gesamtmortalität senken kann.
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Bewegungstherapie bei Adipositas und Fettstoffwechselstörungen

Bewegungstherapie bei Adipositas und Fettstoffwechselstörungen

Der Grundumsatz (GU) kann bei Männern mit 1 kcal/kg Nor- malgewicht/Stunde gut geschätzt werden und bei Frauen mit 0,9 kcal. Das PAL (physical activity level) beträgt bei westli- cher Lebensweise etwa 1,5. Das ergibt für Männer mit öster- reichischem Durchschnittsgewicht (75 kg) 2700 kcal/Tag und für ebensolche Frauen (65 kg) 2100 kcal pro Tag. Im Prinzip gibt es ein Regelsystem, das die Energieaufnahme erstaun- lich exakt an den Umsatz anpasst, sodass Menschen über vie- le Jahre ihr Gewicht konstant halten können, wobei die Ener- gie- (Nahrungs-) Aufnahme über den Appetit geregelt wird [5]. Diese Regelung scheint aber nur dann ausreichend gut zu funktionieren, wenn das PAL  1,7 ist, was von mehr als der Hälfte der Menschen mit westlichem Lebensstil heute nicht erreicht wird [6]. Bei vielen Menschen ist daher der Appe- tit tendenziell größer als dem tatsächlichen Tagesenergie- umsatz entspricht (dazu kommt, dass die Nahrungsmittelin- dustrie massenhaft mit Fett und Zucker angereicherte Nah- rungsmittel anbietet, die wegen ihrer hohen Energiedichte die Energieaufnahme fördern). Leider reichen schon sehr gerin- ge regelmäßige Energiebilanzüberschüsse, um langfristig be- trächtliche Gewichtszunahmen zu bewirken. Ein täglicher Bi- lanzüberschuss von 50 kcal, das sind 3 Stück Würfelzucker,
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Wird die Inzidenz von Lymphknotenmetastasen durch Sentinel-Lymphknoten-Dissektion beim Prostatakarzinom erhöht?

Wird die Inzidenz von Lymphknotenmetastasen durch Sentinel-Lymphknoten-Dissektion beim Prostatakarzinom erhöht?

Am nächsten Tag erfolgte über eine extraperitoneale me- diane Unterbauchlaparotomie vor der RRP zunächst eine pelvine Standardlymphdissektion im Bereich der Fossa obturatoria und Vena iliaca externa bds. Zusätzlich wur- den von uns alle szintigraphisch markierten pelvinen Lymphknoten (SLN) unter Berücksichtigung der Lymph- szintigramme und mit Hilfe einer hochauflösenden Gammasonde (C-Trak-System, Car-Wise, USA) identifi- ziert und zusätzlich entfernt. Als SLN wurden die Lymph- knoten gewertet, die ex situ eine Radioaktivität von mehr als 10 Counts pro Sekunde aufwiesen. Die Lymphknoten- Dissektate und SLN wurden dann für die histologische Aufarbeitung kategorisiert. Sie wurden von uns in folgende Gebiete der jeweiligen Seite (R/L) eingeteilt: (1) A. u. V. iliaca externa, (2) A. iliaca interna, (3) A. iliaca communis, (4) Fossa obturatoria sowie (5) pararektale und präsakrale Region. Der histologische Nachweis der SLN-Metastasen erfolgte mittels Stufenschnitten mit bis zu 32 HE u. bis zu 8 Panzytokeratin-Immunofärbung pro SLN.
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