Top PDF Update: Therapie der chronischen Herzinsuffizienz

Update: Therapie der chronischen Herzinsuffizienz

Update: Therapie der chronischen Herzinsuffizienz

In der Herzinsuffizienz-Therapie entwickelten sich die Beta- blocker (Carvedilol, Metoprolol-Succinat, Bisoprolol, Nebi- volol) von kontraindizierten zu absolut indizierten Substan- zen. So konnten in großen klinischen Studien [US Carvedilol Programme, CIBIS-II, MERIT-HF, SENIORS – Eur Heart J 2004] signifikante Risikoreduktionen in Bezug auf die Mortali- tät und/oder stationäre Aufnahme aus kardiovaskulären Gründen im Vergleich zu Placebo gezeigt werden. Diese Risikoreduktion zeigte sich sowohl bei Herzinsuffizienz mit ischämischer als auch mit nicht-ischämischer Herzerkrankungen in den NYHA-Stadien II–IV. Im Rahmen der SENIORS-Studie wur- de spezifisch bei älteren Patienten (> 70 Jahre; Altersdurch- schnitt 76 Jahre) ein klinischer Nutzen nachgewiesen. Betablocker sind bei allen Patienten mit symptomatischer sta- biler systolischer Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium II–IV zusätzlich zu einer Standardtherapie mit ACE-Hemmern und ggf. Diuretika indiziert, falls keine Kontraindikationen beste- hen. Betablocker werden auch zusätzlich zu ACE-Hemmern für Patienten mit systolischer LV-Dysfunktion nach einem akuten Myokardinfarkt unabhängig von der NYHA-Klasse empfohlen. Kontraindikationen für eine Betablockertherapie sind Asthma bronchiale sowie höhergradige AV-Blockierungen oder sym- ptomatische Bradykardie und Hypotonie. Die Betablocker- therapie reduziert die Mortalität und die Hospitalisationsrate, verbessert das NYHA-Stadium und vermindert das Fort- schreiten der Herzinsuffizienz.
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Therapie der chronischen Hepatitis C Genotyp 1 – Update 2015

Therapie der chronischen Hepatitis C Genotyp 1 – Update 2015

4) Es konnte gezeigt werden, dass bei den meisten Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose eine virologische Heilung innerhalb von wenigen Wochen zu einer Besserung der Leber- funktion führt. Leider scheint jedoch bei manchen Patienten ein „Point of no return“ überschritten zu sein, so dass es trotz Viruselimination zu einer weiteren Verschlechterung der Le- berfunktion kommt. Dieser „Point of no return“ kann derzeit für einen individuellen Patienten noch nicht defi niert werden. 5) Derzeit wird heftig diskutiert, ob „schlechte“ CHILD- PUGH-C-Patienten vor oder nach der Lebertransplantation therapiert werden sollen. Für eine Therapie vor der Lebertrans- plantation würde sprechen, dass dadurch ein Rezidiv der Hepa- titis C nach der Lebertransplantation verhindert werden könn- te, das oft große Probleme in der differentialdiagnostischen Abgrenzung gegen eine Abstoßungsreaktion machen kann. Für eine Therapie nach der Lebertransplantation könnte sprechen, dass möglicherweise die Zeit vor der Transplanta tion zu kurz ist, um die antivirale Therapie abzuschließen und eine vor- übergehende klinische Besserung durch die Virus elimination eine Verzögerung der Transplantation zur Folge haben könnte.
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DFP: Ätiologie, Diagnostik und Therapie der Ovarialinsuffizienz - ein Update. Teil 1: Hyperandrogenämische und hypothalamische Ovarialinsuffizienz

DFP: Ätiologie, Diagnostik und Therapie der Ovarialinsuffizienz - ein Update. Teil 1: Hyperandrogenämische und hypothalamische Ovarialinsuffizienz

nahe, dass Metformin auch direkt am Ovar über noch ungeklärte Mecha- nismen wirkt. Die Hemmung der 17α-Hydroxylase, ein Schlüsselen- zym der ovariellen Steroidbiosyn- these, könnte einen solchen Mecha- nismus darstellen. Unter Metformin wurde bei oligo-amenorrhoischen Frauen in bis zu 75 % eine Verbesse- rung bzw. Regularisierung des Zy- klus mit dem Auftreten von Ovulatio- nen erreicht. Unter der kombinierten Gabe von Metformin und Clomiphen zeigt sich zum Teil eine höhere Ovu- lationsrate als unter Clomiphen al- leine [11]. Einige Studien zeigen auch positive Effekte von Metformin bei der Gonadotropinbehandlung und IVF/ICSI. Eine neuere kontrol- lierte Studie zeigt jedoch, dass eine Therapie mit Metformin der klassi- schen Clomiphentherapie hinsicht- lich der erzielten Schwangerschafts- rate unterlegen ist [12]. Diese höchst diskrepanten Befunde zeigen, dass die Bewertung der Effektivität von Metformin und verschiedener ande- rer Therapien nach wie vor fraglich bleibt und dass entsprechende Selek- tionskriterien für die verschiedenen Therapien definiert werden müssen. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, wird mit einer niedrigen Dosierung begonnen (500 mg) und dann konti- nuierlich gesteigert (bis max. 2000 mg/ Tag). Eine Kontraindikation stellen Leber-, Nieren- und Herzinsuffizienz dar sowie Alkoholabusus. Eine rela- tiv häufige Nebenwirkung stellen gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit oder Diarrhö dar. Bei Lang- zeitapplikation kann es zu einer Vita- min B12-Malabsorption kommen.
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Topische Blasentumortherapie

Topische Blasentumortherapie

Die lokale Effektivität weiterer Che- motherapeutika wie Alimta und Gemcitabin wird derzeit in Phase-II/ III-Studien evaluiert. Eine neue vielversprechende Substanz ist das EOquin™, ein „Prodrug“, welches durch Enzyme, die in Krebszellen vermehrt exprimiert werden, in das aktive Alkylans umgewandelt wird. Phase-II-Studien sind bei Harnblasen- karzinompatienten derzeit in Progreß. Erste frühe klinische Studien mit in- novativen Ansätzen wie topische Antisense-Therapie oder Vakzine- Konzepte wurden durchgeführt.

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Aktuelles: Uterus-Myome: Individualisierte Therapie mit der Esmya®-Langzeit-Intervall-Therapie

Aktuelles: Uterus-Myome: Individualisierte Therapie mit der Esmya®-Langzeit-Intervall-Therapie

zy klus bleibt abzuwarten, inwieweit die Symptomatik sich gebessert hat und ob ein operativer Eingriff noch indiziert ist [1]. Mit der jetzt vorliegenden Zulassung für eine Langzeit-Inter- vall-Therapie [4] sind die Möglichkeiten noch breiter gefä- chert. Bei der Myombehandlung mit UPA kann nicht nur der kumulative Effekt genutzt werden, sondern es kann der Pati- entin nach „Bedarf“ Esmya ® verordnet werden. Vor allem für

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Einfluß der Adipositas auf onkologische Therapie und Outcome

Einfluß der Adipositas auf onkologische Therapie und Outcome

Adipositas ist die Manifestation einer exzessiven Energiezufuhr im Verhält- nis zu körperlicher Aktivität. Ihr Vor- kommen hat sich in den letzten Jahr- zehnten mehr als verdoppelt, und der Zusammenhang mit einer Viel- zahl chronischer Erkrankungen wie KHK, Hochdruck, Diabetes, Asthma oder Arthritis ist hinlänglich doku- mentiert. Darüber hinaus sind Zu- sammenhänge mit der Entwicklung von verschiedenen Krebserkrankun- gen wie dem postmenopausalen Mammakarzinom oder dem Dick- darmkarzinom bekannt.

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Aktuelles: Entlassungsmanagement bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Der optimale nächste Schritt

Aktuelles: Entlassungsmanagement bei Patienten mit Herzinsuffizienz: Der optimale nächste Schritt

Viele Patienten mit Herzinsuffizienz ha- ben im Verlauf ihrer Erkrankung akute Episoden, welche oftmals zur stationä- ren (Wieder-) Aufnahme führen. Herz- insuffizienz stellt in den Industrienatio- nen mittlerweile die häufigste Ursache einer stationären Aufnahme bei Patien- ten > 65 Jahre dar [1]. Die Kosten für die Therapie der Herzinsuffizienz sind enorm, wobei der Großteil durch (Re-) Hospitalisierungen verursacht wird [2]. In den vergangenen 2 Jahrzehnten konn- ten erhebliche Erfolge in der Therapie der HFREF (Heart Failure with Redu- ced Ejection Fraction) verzeichnet wer- den, wodurch die Mortalität der Erkran- kung zunehmend gesenkt werden konn- te [3]. Dennoch ist sie weiterhin hoch, so beträgt die Akutmortalität knapp 4 % im Rahmen des stationären Aufenthal- tes, ca. 10 % innerhalb der ersten 30 Tage nach Ereignis, die 1-Jahres-Morta- lität beträgt ca. 20 %[4–6].
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Operative und medikamentöse Therapie der Endometriose/Adenomyose

Operative und medikamentöse Therapie der Endometriose/Adenomyose

Bei der operativen Behandlung ist grundsätzlich zu unter- scheiden, ob es sich um eine diffuse Adenomyose oder ein Adenomyom handelt. Für die diffuse Adenomyose ist eigent- lich die Hysterektomie die operative Therapie der Wahl. Dies kommt natürlich bei Vorliegen von Kinderwunsch primär nicht in Frage. In diesen Fällen wäre eine Behandlung mit GnRH-Agonisten angezeigt, um die Rückbildung der Adeno- myose zu bewirken (was ultraschallmäßig kontrolliert werden sollte), um dann gezielt eine Konzeption mit oder ohne repro- duktionsmedizinische Maßnahmen anzustreben. Kürzlich ist von japanischer Seite zur Uteruserhaltung bei diffuser Adeno- myose die sogenannte 3-Lappen-Technik propagiert worden. Inwieweit dies erfolgreich bei Frauen mit Kinderwunsch an- wendbar ist, bedarf entsprechender Untersuchungen. Bei Adenomyom ist die Exstirpation mit Erhaltung des Uterus möglich. Eine eigentliche Trennschicht (Kapsel) ist nicht vor- handen und es muss mit starken Blutungen gerechnet werden. Unsererseits wird in diesen Fällen, wie beim Myom, eine GnRH- Agonisten-Vorbehandlung vorgenommen, was nach unserer Erfahrung eine adäquate uteruserhaltende Operation ermöglicht.
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Morbus Parkinson: Therapie im Frühstadium der Erkrankung

Morbus Parkinson: Therapie im Frühstadium der Erkrankung

Da Dopamin die Blut-Hirn-Schranke nicht passiert, wird Dopamin als Levodopa verwendet. Levodopa wird immer ge- meinsam mit einem Decarboxylasehemmer (Benserazid oder Carbidopa) gegeben, um die Umwandlung von Levodopa in Dopamin in der Peripherie zu blockieren und Nebenwirkun- gen wie Übelkeit zu vermeiden. In der Regel beginnt man mit 150–300 mg Levodopa täglich, aufgeteilt auf 3 Einzeldosen. Unter ambulanten Bedingungen sollte die Aufdosierung lang- sam in Schritten von ca. 100 mg Levodopa pro Woche erfol- gen, bis eine ausreichende Symptomkontrolle erreicht ist. Po- sitive Effekte können auch noch um einige Wochen zeit- verzögert einsetzen. Falls Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen auftreten, kann entweder die Dosis reduziert oder zusätzlich ein peripherer Dopaminantagonist wie Domperi- don angewendet werden.
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Management der Hochdruckpatientin in der Schwangerschaft

Management der Hochdruckpatientin in der Schwangerschaft

Die periphere arterielle Verschlusskrank- heit (PAVK) ist weitaus gefährlicher und verbreiteter als vielfach angenommen. Die getABI-Studie [1] zeigt, dass 20 % der > 60-Jährigen eine PAVK-Prävalenz aufweisen. Die PAVK wird oft zu spät diagnostiziert. Das liegt vor allem da- ran, dass die Betroffenen lange Zeit be- schwerdefrei sind und eine entsprechen- de Untersuchung daher meist erst in akuten Verdachtsfällen erfolgt. Mit dem Knöchel-Arm-Index („ankle- brachial in dex“ [ABI]) ist die Diagnose einer PAVK durchführbar. Der Knöchel-Arm- Index (ABI) ist ein wesentlicher Marker zur Vorhersage von Herzinfarkt, Schlag- anfall und Mortalität.
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Female Sexual Dysfunction

Female Sexual Dysfunction

Nicht zuletzt die vielfältige Ätiologie weiblicher Sexualfunktionsstörungen, aber auch der differente sozioökono- mische, religiöse sowie kulturelle Background der Betroffenen mit dem- zufolge auch unterschiedlichen Erwar- tungen an die eigene Sexualität gestal- tet Diagnostik und allfällige Therapie sexueller Funktionsstörungen der Frau als sehr komplex und erfordert beson- ders sorgfältige Evaluation.

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Interventionelle Therapie der Aortenklappenstenose für alle Patienten?

Interventionelle Therapie der Aortenklappenstenose für alle Patienten?

Behandlung hämodynamisch instabiler Hochrisikopatienten als Überbrückung bis zur endgültigen operativen Versorgung und als palliative Maßnahme für inoperable Patienten [9]. Mit der Entwicklung kleinerer Schleusen, Ballons mit besse- rer Compliance und Leistung sowie neuer Verschlusssysteme der arteriellen Punktionsstelle konnte jedoch in den vergange- nen Jahren die Komplikationsrate der perkutanen Aorten- klappenvalvuloplastie entscheidend verringert werden [15– 17]. Mithilfe neuerer Ballonkatheter mit einem Durchmesser von 20–26 mm lassen sich Klappenöffnungsflächen > 1 cm² erreichen [18, 19]. Auch die Technik der schnellen rechts- ventrikulären Stimulation hat durch die Möglichkeit einer effektiveren Insufflation des Ballons zur Verbesserung der Ergebnisse beigetragen [20, 21]. Durch Stimulation mit 160– 220 Schlägen/min kann das linksventrikuläre Schlagvolumen effektiv reduziert und somit eine Dislokation des insufflierten Ballons während der Systole verhindert werden. Auf diese Weise kann der Ballon auch bei Patienten mit erhaltener linksventrikulärer Funktion stabil positioniert werden. Mit der Nutzung von perkutanen Nahtverschlusssystemen (z. B. 6-F-Closer-S-, 10-F-Perclose- und 12-F-Prostar-Sys- tem) können insbesondere die häufigen vaskulären Probleme nach Gebrauch großlumiger Schleusen vermindert werden [15–17]. Die Verwendung dieser Systeme ist sicher und hat sich auch in der klinischen Routine bewährt. Sie ermöglichen eine frühzeitige postinterventionelle Mobilisierung und könn- ten somit zur Reduktion des Thromboserisikos beitragen. Die Restenose nach alleiniger Valvuloplastie der Aorten- klappe ist unverändert ein limitierendes Problem. Erste Stu- dien berichten über eine signifikante Reduktion der Reste- noserate durch eine externe Bestrahlung nach Aortenklappen- valvuloplastie. In ersten Ergebnissen konnte nach Brachy- therapie die durch Valvuloplastie erzielte Zunahme der Klap- penöffnungsfläche über einen längeren Zeitraum erhalten werden [22].
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Diagnose und Therapie der Depression bei Morbus Parkinson

Diagnose und Therapie der Depression bei Morbus Parkinson

Depressive Episoden sind die häufigsten psychiatrischen Komplikationen bei MP, erschweren oft wesentlich dessen Verlauf und setzen die Lebens- qualität der Patienten weiter herab. Als mögliche Risikofaktoren für die Entstehung einer depressiven Symptomatik bei MP gelten: junges Lebensalter und jugendlicher Ausbruch des MP, weibliches Geschlecht, rechtsseitiger Hemiparkinsonismus, zunehmender Schweregrad der körperlichen Beeinträch- tigung, Akinesie, Angst und psychotische Symptomatik. Durch die große Überschneidung von Symptomen des MP und der Depression kann es schwierig sein, die Diagnose „Depression bei MP“ zu stellen. Der Neuropsychiater sollte diese Komplikation bei MP erwarten bzw. suchen. Patho- physiologisch korreliert die Depression bei Patienten mit MP sowohl mit dem Mangel an Dopamin als auch mit der Beeinträchtigung serotonerger und noradrenerger Neurotransmission. Eine nicht unwesentliche Ursache der Depression bei MP ist auch der Streß, den eine behindernde, chroni- sche und unheilbare Erkrankung subjektiv im Patienten erzeugt. Obwohl die Depression einen entscheidenden Einfluß auf die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen hat und der Behandlung daher ein wichtiger Stellenwert zukommt, wurden bis zum heutigen Tag nur unzureichende Untersuchungen zur Therapie der Depression bei MP durchgeführt. Für die Zukunft gilt es, anhand der Ergebnisse von randomisierten, doppelblinden Studien, Behandlungsalgorithmen für die Therapie der Depression bei Patienten mit MP zu entwickeln.
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Leitlinien zur Abklärung und Therapie der Erektilen Dysfunktion

Leitlinien zur Abklärung und Therapie der Erektilen Dysfunktion

phie: Radiolog. Darstellung der Ana- tomie der paarigen A. pudenda inter- na und ihrer Äste, der A. dorsalis pe- nis und der A. profunda penis. Stren- ge Indikationsstellung: vor Revaskula- risierungsoperationen bei Z. n. Trauma oder Shuntoperation. Bei Verdacht auf angeborene Störungen bei primä- rer ED bei jungen Patienten.

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Public-Health-Apekte der Hypertonie: ein Update

Public-Health-Apekte der Hypertonie: ein Update

Um die Vielzahl von Erkrankungen, die aufgrund hohen Blut- drucks entstehen, verhindern zu können, müssen verschiede- ne Faktoren miteinander kombiniert werden. Um die Bürde durch hohen Blutdruck zu reduzieren, ist ein innovativer mul- tifaktorieller Public-Health-Approach nötig, wobei Gender- Aspekte, spezielle Risikogruppen und sozioökonomische Umstände berücksichtigt werden. Die Verantwortung im Ma- nagement und der Kontrolle der Hypertonie liegt im Public- Health-Bereich bei einer Vielzahl von Stakeholdern wie Ärz- ten und allen Health Professionals, allen Verantwortlichen der integrierten Gesundheitsversorgung, Patienten, aber auch der Politik. Das öffentliche Bewusstsein muss gesteigert und mehr Information angeboten werden, um „Empowerment“ auf Indi- viduallevel zu schaffen, damit die Patienten in der Lage sind, selbst die Kontrolle über ihre Gesundheit zu gewinnen. Pri- märpräventionsstrategien und -programme sollten implemen- tiert werden, um Patienten zu Lebensstiloptimierungen zu er- mutigen, die zu einer besseren Gesundheit führen. Es sollte klare Richtlinien für Allgemeinmediziner geben, die oft die ersten Ansprechpartner für Personen mit Hypertonie sind, da- mit eine angemessene Hypertoniebehandlung, ein entspre- chendes „Empowerment“ der Betroffenen, aber auch ein adä- quates Monitoring möglich ist [25].
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Interview: SERMs: Physiologische Therapie der Osteoporose mit Zusatznutzen

Interview: SERMs: Physiologische Therapie der Osteoporose mit Zusatznutzen

Unter Leitung der Tagungspräsidenten Prim. Doz. Dr. Leeb und Prim. Univ. Prof. Dr. Resch lädt die Fortbildungsinitiative Rheuma Days bereits zum siebten Mal in die Therme Wien Med, um den wissenschaftlichen Austausch anzuregen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein thematisches Update im breiten Fach der Rheumatologie zu bieten.

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Therapie der vesikovaginalen Fistel in Westafrika und Europa

Therapie der vesikovaginalen Fistel in Westafrika und Europa

Die totale Harninkontinenz ist das dia- gnostische Leitsymptom (Tab. 1). Die Zystoskopie vermag die Fistel oft zu lo- kalisieren. Die Zystographie dokumen- tiert den Fistelverlauf. Allenfalls kann die Fistel transurethral mit einem fei- nen Führungsdraht sondiert und vagi- nal geborgen werden. Der Methylen- blautest ist nicht obligat, kann aber das vesikovaginale Leck als Übertritt vom Farbstoff von der Blase in den eingeleg- ten Vaginaltupfer bestätigen. Die Bild- gebung des oberen Harntraktes mit CT und/oder retrograder Ureteropyelogra- phie ist bei komplexen Fisteln, Rezi- diven, ektopen Harnleitermündungen oder beteiligtem ureterovaginalem Fis- telverlauf wichtig.
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Editorial: ALLHAT-Studie

Editorial: ALLHAT-Studie

Die periphere arterielle Verschlusskrank- heit (PAVK) ist weitaus gefährlicher und verbreiteter als vielfach angenommen. Die getABI-Studie [1] zeigt, dass 20 % der > 60-Jährigen eine PAVK-Prävalenz aufweisen. Die PAVK wird oft zu spät diagnostiziert. Das liegt vor allem da- ran, dass die Betroffenen lange Zeit be- schwerdefrei sind und eine entsprechen- de Untersuchung daher meist erst in akuten Verdachtsfällen erfolgt. Mit dem Knöchel-Arm-Index („ankle- brachial in dex“ [ABI]) ist die Diagnose einer PAVK durchführbar. Der Knöchel-Arm- Index (ABI) ist ein wesentlicher Marker zur Vorhersage von Herzinfarkt, Schlag- anfall und Mortalität.
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Österreichische Ergebnisse des internationalen GERD-Managementprojekts: Behandlung der gastroösophagealen Refluxerkrankung unter Verwendung des GerdQ-Fragebogens und von Therapierichtlinien

Österreichische Ergebnisse des internationalen GERD-Managementprojekts: Behandlung der gastroösophagealen Refluxerkrankung unter Verwendung des GerdQ-Fragebogens und von Therapierichtlinien

bögen entwickelt, die dem behandelnden Arzt eine korrekte Diagnosestellung sowie Symptomkontrolle unter medikamen- töser Therapie erleichtern sollen [13]. Allerdings haben sich diese Fragebögen aufgrund des damit verbundenen zeitlichen Aufwandes in der täglichen Praxis bisher nicht breit durchge- setzt. Aus diesem Grund wurde der GerdQ entwickelt, ein vali- dierter Fragebogen, der bei Patienten mit Beschwerden im obe- ren Gastrointestinaltrakt mit nur 6 Fragen zu Symptomatik und Auswirkungen auf Alltagsaktivitäten nicht nur die Diagnostik erleichtert, sondern auch zur Erfassung des Ansprechens auf eine medikamentöse Therapie bei neuen oder bereits in Behand- lung befindlichen Patienten geeignet ist [14]. Darüber hinaus ermöglicht der Fragebogen auch die Unterscheidung zwischen GERD mit niedriger und GERD mit hoher Beeinträch- tigung der Lebensqualität. In der medikamentösen Be- handlung der GERD gelten Protonenpumpenhemmer (PPI) als Mittel der Wahl, da sie eine rasche Schmerz- und Symptomlinderung erzielen. Bei typischer Symptomatik (Sodbrennen ist das sensitivste Symptom) ohne Alarmsym- ptome empfehlen internatio- nale Richtlinien eine empiri- sche Therapie mit PPIs in Standarddosierung ohne ini- tiale Endoskopie [4, 14–17]. So konnte gezeigt werden, dass mit einer PPI-Probetherapie 83 % aller Patienten innerhalb von 5 Tagen beschwerdefrei waren [18]. Zusätzlich zum therapeutischen Erfolg konnte für die Probetherapie mit PPIs eine hohe Sensitivität und Spezifität sowie Kosteneffek- tivität nachgewiesen werden [19–22].
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Aktuelles: Osteoporose: Phasengerechte Therapie & Neues aus der Zellbiologie

Aktuelles: Osteoporose: Phasengerechte Therapie & Neues aus der Zellbiologie

Das Wissen um diese Veränderungen beeinflusst die Ängste und Wünsche der älteren Patientinnen. Die Ängste kreisen um das Altern an sich, Abhängigkeit, Alleinsein und Krankheiten. Die Frauen möchten unter Erhalt ihrer geistigen Funktionen mobil und aktiv bleiben. Nicht wenige wünschen sich weiterhin sexuelle Aktivität. Der Wunsch, zu Hause bleiben zu können, ohne anderen zur Last zu fallen, tritt mit zunehmendem Alter in den Vordergrund. Die gezielte Senkung des Frakturrisikos im hohen Alter kann dazu beitragen, dies zu ermöglichen. Aus therapeutischer Sicht ist in dieser Phase daher die frühe und konsequente Prävention von (weiteren) vertebralen Frakturen essenziell. In der MORE-Studie konnte gegenüber Placebo eine relative Reduktion des Frakturrisikos unter Raloxifen nach statt- gehabten vertebralen Frakturen (34 %) sowie auch ohne voraus- gegangene vertebrale Frakturen (49 %) verzeichnet werden (Abb. 4) [18]. Reduktionen neuer Ereignisse bewirkte die The- rapie sowohl bei Osteopenie (definiert als Gesamt-T-Score im Hüftbereich zwischen –1 und –2,5 SD) als auch bei Osteopo- rose (Gesamt-T-Score im Hüftbereich ≤ –2,5 SD) [19]. Einer konsequenten Prophylaxe kommt nicht nur wegen der Auswir- kungen auf Morbidität und Mortalität ein hoher Stellenwert zu; die signifikante Assoziation zwischen schweren Frakturen und schlechter Lebensqualität wird häufig unterschätzt [20]. Bisphosphonate und Denosumab gewinnen mit zunehmendem Alter als Behandlungsoptionen an Bedeutung, da einerseits die HRT in der Regel nicht mehr zum Einsatz kommt und anderer- seits für die Neueinstellung mit einem SERM über die RUTH- und MORE-Studie hinaus nicht viele Daten existieren. Prinzi- piell ist vom Neubeginn eines peroralen östrogenähnlichen Prin- zips nach dem Alter von 65–70 Jahren abzuraten. Eine Fortfüh- rung ist hingegen möglich, doch muss darüber im Rahmen einer gesamthaften Nutzen-Risiko-Evaluation entschieden werden.
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