Top PDF Zur Stellung der modernen Geographie

Zur Stellung der modernen Geographie

Zur Stellung der modernen Geographie

gezwungen ist, seine eigentliche Forschungstätigkeit an der Peripherie, das heißt in den einzelnen Teilgebieten, einzuschränken oder gar ganz aufzugeben und sich in er¬ ster Linie auf die Besonderheiten, welche durch das Zusammentreten der einzelnen Bausteine entstehen, zu konzentrieren. Zahlreiche Teilgebiete, die früher im Rahmen der Geographie gepflegt wurden, sind zu eigenen Wissenschaften geworden, ein Pro¬ zeß, der sich in Zukunft ohne Zweifel fortsetzen wird. Man hat der Geographie des¬ halb schon den Vorwurf gemacht, daß sie kaum mehr eigene Forschung betreibe, viel¬ mehr alles Tatsachenmaterial aus zweiter Hand beziehe. Dabei übersieht man allzu leicht, daß dieses Ordnen und Zueinander-in-Beziehung-Bringen ebenfalls wissen¬ schaftliche Forschung im besten Sinne ist und ganz bestimmten methodologischen Prin¬ zipien gehorcht. Die heutige Situation kann vielleicht so charakterisiert werden, daß
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Beitrag der Geographie zu einer neuen Raumplanung

Beitrag der Geographie zu einer neuen Raumplanung

wenn die geographische Wissenschaft vorwiegend auf diese Lücken hinweist, das trägt eben zur erwähnten weiteren Verunsicherung bei. Die Geographie verfügt doch heute über einen Wissensstand, der es ihr mit ein klein wenig «Mut zur Lücke» ermöglicht, klar und unmißverständlich Stellung zu beziehen zu den wesentlichen Umweltproblemen und zwar ohne Wenn und Aber. Das Risiko von Fehlinterpretationen schätze ich als gering ein. Die Geographie muß, um in der Planung ernst genommen zu werden, gegen außen weniger Zweifel verbreiten, sie darf auf ihren heutigen Erkenntnisstand stolz sein. Selbstverständlich hat die geographische Forschung parallel dazu weiterzuge¬ hen. Die Forschung soll an Aussagen zweifeln, sie
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Über die natürliche Ordnung der Erdwissenschaften : Beitrag zur Systemlehre der Geographie

Über die natürliche Ordnung der Erdwissenschaften : Beitrag zur Systemlehre der Geographie

Bevor das im vorstehenden entwickelte System, ge¬ nauer das SysXemgerüst der Erdwissenschaften in ein Schema zusammengefaßt wird, sei nochmals die Frage aufgeworfen, welchen Platz der Geographie in ihm anzuweisen ist. Bekanntlich hatte sie A. Hett¬ ner als Raumwissenschaft den systematischen und Zeitwissenschaften gegenübergestellt, um sie aus dem Dilemma zu befreien, dem sie bis dahin, da sie weder den üblichen Natur- noch den Geistes¬ oder Kulturwissenschaften, noch irgend einer an¬ dern Wissenschaftsklassifikation eingliederbar schien, überantwortet war10. Als spezifische Raum¬ fund zugleich Gegenwarts-)wissenschaft hat sie seit¬ her gestützt auf die Autorität Hettners anscheinend ihre Stellung behauptet. In Tat und Wahrheit läßt sie sich jedoch schlüssig ebensowenig zu den Raum¬ wissenschaften stellen wie zu den Natur- oder
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Antisemitismus, Großstadtfeindlichkeit und reaktionäre Kapitalismuskritik in der deutschsprachigen Geographie vor 1945

Antisemitismus, Großstadtfeindlichkeit und reaktionäre Kapitalismuskritik in der deutschsprachigen Geographie vor 1945

zahllose ähnliche Existenzen, die ihre Stelle meist nicht so sehr in der politischen Geographie als in der politischen Eth- nographie finden“ (Ratzel, 1897, S. 35). Es geht hier al- so nicht um eine dezidiert anti-jüdische Figur, als vielmehr um eine Figur nicht-sesshafter „Völker“ und „Rassen“, die aufgrund ihrer Nicht-Sesshaftigkeit und Raumlosigkeit nicht für die Politische Geographie interessant sind, sondern ei- ner anderen Disziplin zugeordnet werden. An anderer Stel- le ist von „jüdischen, armenischen, griechischen, arabischen, betschuanischen u. a. Handelsrassen“ (Ratzel, 1882, S. 36) die Rede. Dies ist in beiden Fällen gewiss pejorativ, enthält antisemitische, antiziganistische und rassistische Elemente, bleibt aber auf einer anderen Ebene als die späteren Formu- lierungen, in denen diese negativen Konnotationen einerseits im Sinne eines modernen Antisemitismus mit einer absoluten Bedrohungserzählung und radikalen Handlungsaufforderung verbunden werden und andererseits zentrale Elemente der Konstitution des eigenen wissenschaftlichen Paradigmas be- rühren. Juden, Sinti und Roma oder nomadische Gesellschaf- ten außerhalb Europas sind bei Ratzel zwar ein „Anderes“ des aus Perspektive eines deutschen Professors „normalen“ weltgeschichtlichen Entwicklungsprozesses, aber dies in ei- ner wenig fundamentalen Weise. Die Spezifik des modernen Antisemitismus gegenüber anderen Formen „gruppenbezo- gener Menschenfeindlichkeit“ ist hier noch wenig expliziert. Durchaus ähnlich argumentiert Otto Maull in seiner in den frühen 1930er Jahren erschienen „Anthropogeographie“, die insgesamt schon deutlich stärker als Ratzel unter national- sozialistischen Rassedenkens steht und der im Abschnitt zur Rassengeographie für eine Reinhaltung von Rassen (was für Ratzel kaum denkbar, noch wünschenswert gewesen wäre) argumentiert: „Bei der Gliederung der Menschheit [...] neh- men die Juden [...] und die Zigeuner, eine Sonderstellung ein. Beide entbehren eines geschlossenen Areals“ (Maull, 1932, S. 77). Die wesentlichen Momente und Spezifika des mo- dernen Antisemitismus, der im letzten Drittel des 19. Jahr- hunderts in Deutschland massiv an Einfluss gewann, erfüllen diese Darstellungen aber nur begrenzt. Für diesen modernen Antisemitismus sind die Vorstellung einer (verborgenen) jü- dischen Macht, einer Dominanz von Jüdinnen und Juden im kapitalistischen Wirtschafts- und modernen Kulturleben so- wie einer Bedrohung des traditionellen „Eigenen“ durch ein internationales Judentum konstitutiv (Postone, 2005[2003], S. 134ff; Holz, 2011). Dennoch liegen hier ganz wesentli- che Grundlagen für die geographische Ausformulierung ei- nes geographischen Antisemitismus, der genau diese Mo- mente einschließt und folgenreich erweitert. Dafür war es aber nötig, dass die Geographie und ihre Paradigmen sich wandelten.
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EKG-Beispiel: AV-Dissoziation

EKG-Beispiel: AV-Dissoziation

Es handelt sich hier um das Erst-EKG eines 42jährigen Patienten, der mit heftigen Stenokardien verbunden mit vegetativer Begleitsymptomatik das Krankenhaus aufsucht. Die Schmerzsymptomatik besteht seit 2 Stunden. Im EKG finden sich Zeichen eines akuten Vorderwandinfarktes, die Enzyme sind zum Aufnahmezeitpunkt negativ. An koronaren Risikofaktoren bestehen ein massiver Niko- tinabusus, eine Hyperlipidämie sowie eine familiäre Prä- disposition.

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DFP: Kombinationstherapie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie

DFP: Kombinationstherapie zur Behandlung der arteriellen Hypertonie

schiedlichem Wirkungsmechanismus wird die Wahrschein- lichkeit einer effektiven Blutdrucksenkung erhöht. Vor Kur- zem wurde in einer Metaanalyse der Effekt einer Kombi- nationstherapie anhand der Daten von 42 Hypertoniestudien mit 11.000 Patienten analysiert. Die Kombination von 2 Sub- stanzen hatte einen additiven Effekt auf den systolischen Blutdruck. Dieser war etwa 5x höher als durch die Verdopp- lung der Dosis von einem Medikament zu erwarten ist [15]. Bei Hypertonikern mit hohem oder sehr hohem kardiovasku- lären Risiko bzw. bei Patienten, deren Ausgangsblutdruck > 20/10 mmHg über dem Zielblutdruck liegt, ist eine Kombi- nationstherapie besonders wichtig, da hier anzunehmen ist, dass mit einer Monotherapie keine ausreichende Blutdruck- senkung erzielt werden kann.
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EKG-Beispiel

EKG-Beispiel

Die periphere arterielle Verschlusskrank- heit (PAVK) ist weitaus gefährlicher und verbreiteter als vielfach angenommen. Die getABI-Studie [1] zeigt, dass 20 % der > 60-Jährigen eine PAVK-Prävalenz aufweisen. Die PAVK wird oft zu spät diagnostiziert. Das liegt vor allem da- ran, dass die Betroffenen lange Zeit be- schwerdefrei sind und eine entsprechen- de Untersuchung daher meist erst in akuten Verdachtsfällen erfolgt. Mit dem Knöchel-Arm-Index („ankle- brachial in dex“ [ABI]) ist die Diagnose einer PAVK durchführbar. Der Knöchel-Arm- Index (ABI) ist ein wesentlicher Marker zur Vorhersage von Herzinfarkt, Schlag- anfall und Mortalität.
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Pandaemonium ger.  vol.17 número24

Pandaemonium ger. vol.17 número24

Kaum jemand würde bezweifeln, dass die Literatur einen unschätzbaren kulturellen Wert besitzt, was die Reflexion über grundsätzliche Fragen der menschlichen Existenz, wie das Leben, den Tod, den Krieg, die Politik oder die Liebe anbelangt. Aber hat die Literatur auch über ein so spezifisches Thema wie die Umwelt etwas beizutragen? Dies zeigt der Artikel von Axel G OODBODY , der einen Überblick über den sogenannten

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Tables for 'Art history in the university: Toelken – Hotho – Kugler'

Tables for 'Art history in the university: Toelken – Hotho – Kugler'

Summer 1838 University Erklärung der Gemälde des Königlichen Museums in ihrem Bezuge zur Geschichte der Kunst. öffentlich 10[r]

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Wandlungen der Linthebene : vom Sumpf zur Polderlandschaft - zur Vollendung des Linthwerkes

Wandlungen der Linthebene : vom Sumpf zur Polderlandschaft - zur Vollendung des Linthwerkes

bekömmlich. Diese magerten ab, die Kühe gaben weniger oder gar keine Milch mehr. Mit dem An¬ bau von dicht- und raschwachsenden Pflanzen mit intensivem Ackerbau und starker Düngung mit Jauche merzt man den unheilvollen Störenfried aus. Der Neulandbauer muß Geduld haben. Die acker- bauliche Nutzung hat noch nicht das erhoffte Aus¬ maß erreicht. Noch ist die Linthebene kein «Ge¬ müsegarten» wie das Große Moos im Berner See¬ land. Hingegen beweist der prozentuale Zuwachs der Viehbestände im Meliorationsgebiet von St.

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Zwei Formen des modernen Antisemitismus? Eine Skala zur Messung primären und sekundären Antisemitismus

Zwei Formen des modernen Antisemitismus? Eine Skala zur Messung primären und sekundären Antisemitismus

Adorno (1955) geht jedoch explizit davon aus, "das tatsächlich so etwas wie eine latente Erfahrung von der Schuld vorliegt" (S. 280). Diese erst ermögliche und motiviere die Abwehr, die sich in Form des sekundären Antisemitismus äußere. Für Adorno ist also erst die latente Erfahrung der Schuld der treibende Motor des Antisemitismus nach 1945 und das Einge- ständnis der Schuld Zeichen für eine produktive Verarbeitung der Schulderfahrung, die sich somit nicht als defensiver An- tisemitismus äußert. Retrospektiv lässt sich darüber im Bezug auf die damalige Generation bestenfalls spekulieren. Um zu klären, ob das offene Zugeben von Schuld auch heute noch ein Indikator für geringen Antisemitismus und Offenheit ge- genüber den Opfern ist, wie Adorno in seiner Analyse der "Verständigungswilligen" annimmt, haben wir eine Reihe von Studien durchgeführt (Imhoff, Bilewicz, & Erb, 2009), deren Ergebnisse einhellig in die Richtung weisen, dass Bedauern, nicht Schuld, der bessere Prädiktor für geringere Abwertung und größere Offenheit gegenüber der Opfergruppe ist. Dies könnte jedoch auch eine Alternativerklärung für den von Adorno gefundenen Antisemitismus sein: Ein Mangel an Bedauern oder Empathie, eine gewisse Mitleidslosigkeit könnte sich vor 1945 darin geäußert haben, dass das Schicksal der Juden die Deutschen nicht ausreichend berührt hat, um gegen deren Verfolgung und Vernichtung Widerspruch einzulegen. Die glei- che mangelnde empathische Motivation mag das Leiden der Opfer auch nach 1945 nicht nachvollzogen haben und diese Weigerung, den Holocaust empathisch und auch emotional zu erfassen, könnte die Vehemenz verstärkt haben, Schuldvor- würfe als unbegründete Aggression gegen die eigene Gruppe zurückzuweisen. In starkem Kontrast zu Adornos Annahmen könnte das energische Bestreiten jeglicher Schuld tatsächlich davon getrieben sein, eben keine solche Schuld empfunden zu haben.
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Angewandte Geographie in der Schweiz : Versuch einer Standortbestimmung

Angewandte Geographie in der Schweiz : Versuch einer Standortbestimmung

Es erstaunt deshalb auch nicht, daß gerade unser Fach in den letzten Jahren an den schweizerischen Hoch¬ schulen eine enorme Nachfrage zu verzeichnen hatte (mehr als Vervierfachung der Studienanfänger zwi¬ schen 1968 und 1979). Eine Umfrage, welche die Schweizerische Gesellschaft für angewandte Geogra¬ phie 1982 bei allen Geographischen Instituten unseres Landes durchgeführt hat, zeigt mit aller Deutlichkeit,

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Plötzlicher Herztod und ICD-Therapie

Plötzlicher Herztod und ICD-Therapie

Die epidemiologische Betrachtung des PHT verdeutlicht ein Kernproblem: die Schwierigkeiten einer effektiven und si- cheren Identifikation potentiell gefährdeter Menschen. Das ergibt sich aus dem Zusammenhang zwischen dem relativen Risiko, am plötzlichen Herztod zu versterben, und den Abso- lutzahlen der Betroffenen in unterschiedlichen Patientenpo- pulationen. Die Patientengruppen mit einem sehr hohen Risi- ko, plötzlich zu versterben (und damit gut identifizierbar und zumindest potentiell zu schützen), sind hinsichtlich der Ab- solutzahlen von nur untergeordneter Bedeutung. Myerburg macht deutlich, daß eine zahlenmäßig effektive Prävention die Identifizierung von Risikopatienten aus einer großen Grund- gesamtheit heraus notwendig macht. Eine „breitgestreute“ vorbeugende Behandlung ist vor diesem Hintergrund schwie- rig: Um eine Person zu schützen, müßten 999 „umsonst“ be- handelt werden; bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen müßten, um einen Menschen zu retten, sogar 99.000 Men- schen „umsonst“ behandelt werden [7]. Ziel muß es deshalb sein, Risikopatienten für den plötzlichen Herztod aus einer großen Gruppe heraus möglichst sicher zu identifizieren. Da- bei müssen sehr einfach anwendbare Diagnostik- und Screeningmethoden zum Einsatz kommen, die natürlich zu- erst nach bekannten Ursachen – wie z. B. der asymptoma- tischen KHK – suchen. Da herzkranke Patienten in Abhängig- keit vom Schweregrad ihrer Erkrankung ein recht gut definier- tes Risikoprofil haben, werden die meisten präventiven Maß- nahmen zur Verhinderung des PHT zunächst weitgehend auf diese Patientengruppe beschränkt bleiben. Der plötzliche Herztod bleibt eine große gesundheitspolitische Herausforde- rung, deren Lösung neben der deutlichen Reduktion der gut bekannten Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod (Prävalenz der koronaren Herzkrankheit) ein umfassendes
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Verarbeitung und Anwendung digitaler Geländemodelle im Bereich der Geographie

Verarbeitung und Anwendung digitaler Geländemodelle im Bereich der Geographie

Die hauptsächlich verwendete Methode zur Herstellung landesweiter DGM durch nationale topographische Äm¬ ter (so auch durch das Bundesamt für Landestopogra¬ phie) ist heute (noch) die Digitalisierung von Karten. Al¬ lerdings stellen sich bei der Verwendung digitalisierter Höhenkurven einige Probleme. Zunächst können sich durch die kartographische Bearbeitung der Basiskarten schon erhebliche Fehler eingeschlichen haben. Auch ist die Verteilung der Datenpunkte ungünstig, da über die Form der Gebiete zwischen den Höhenkurven wenig Aufschluß besteht. Dies kann vor allem in flachen Gebie¬ ten, in denen die Kurven weit voneinander entfernt sind, zu Schwierigkeiten bei der nachfolgenden Erzeugung von Höhenmodellen führen. Über weitere Vor- und Nachteile der einzelnen Aufnahmemethoden sowie die einschlägige Literatur zum Thema informiert der Text von weibel und heller (1991).
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Von der konventionellen laparoskopischen Prostatektomie zur DaVinci-Prostatektomie

Von der konventionellen laparoskopischen Prostatektomie zur DaVinci-Prostatektomie

Um die Entwicklung der Laparoskopie darzustellen und einen Vergleich mit der DaVinci-Prostatektomie vorneh- men zu können, haben wir von der Serie mit 350 Eingrif- fen jeweils die ersten 50 und letzten 50 Eingriffe ausgewer- tet und mit den ersten 100 roboterunterstützten Prostat- ektomien an der Klinik Hirslanden verglichen. Mit zuneh- mender Laparoskopieerfahrung konnte die Rate der positi- ven Schnittränder von 35 auf 15 % gesenkt werden. Die Laparoskopie-Lernkurve beeinflußte die Kontinenzrate nur leichtgradig und möglicherweise zeichnet sich in diesem Punkt eine leichte Überlegenheit der roboterassistierten Prostatektomie ab. Die Potenzrate hat mit zunehmender Erfahrung und Etablierung der „nerve-sparing“-Technik eine deutliche Verbesserung erfahren. Bei unter 60jähri- gen betrug die Potenzrate gar 76 %. Für die Evaluierung der Potenz und Kontinenz wurden keine standardisierten Fragebogen verwendet. 92 % der Patienten wurden aber in regelmäßigen Abständen in unserer Sprechstunde nach- kontrolliert.
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Standards in der Online-Beratung. Erarbeitet von den Einrichtungen kids-hotline, Partypack und ChEck iT!

Standards in der Online-Beratung. Erarbeitet von den Einrichtungen kids-hotline, Partypack und ChEck iT!

Die Beratung mittels Foren erlaubt der/dem Ratsuchenden sich mit anderen Internetnut- zer/innen sowie Berater/innen auszutauschen. Die Beratung findet in der Regel öffentlich statt, so dass die Beratungsinhalte mitgelesen werden können. Dadurch haben andere Ratsu- chenden die Möglichkeit sich über ähnliche Problemlagen und deren Lösungswege zu infor- mieren ohne direkt eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Foren dienen auf dieser Weise auch dem themenspezifischen Informationsgewinn. Die Forenberatung eignet sich besonders gut, unkompliziert Kontakt zu den BeraterInnen aufzunehmen und Hemmschwellen zu über- winden. Sie ist – wie die Einzelberatung – asynchron.
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Leitlinie zur Beurteilung der Füllungsdrücke und der diastolischen Funktion des linken Ventrikels

Leitlinie zur Beurteilung der Füllungsdrücke und der diastolischen Funktion des linken Ventrikels

Herzinsuffizienz, unvorteilhaftes LV-Remodelling und eine schlechte Prognose, unabhängig von der systolischen Funk- tion, hin. Andererseits korrelieren die mitralen Einflussmuster bei Patienten mit KHK oder HCMP mit EF > 50 % nur schlecht mit der tatsächlichen Hämodynamik. Ein restriktives Füllungsmuster in Kombination mit einer linksatrialen Dila- tation bei Patienten mit normaler EF (z. B. Transplantations- patienten) geht mit einer schlechten Prognose einher. Es gibt noch zahlreiche weitere klinische Implikationen der diastolischen Funktion, die hier nicht alle aufgeführt werden können; dennoch zeigte sich in den vergangenen Jahren (seit Einführung des Gewebedopplers) ein klarer Trend zur Be- stimmung der LV-Füllungsdrücke als Auswirkung einer dia- stolischen Funktionsstörung.
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Leitlinien zur Abklärung und Therapie der Erektilen Dysfunktion

Leitlinien zur Abklärung und Therapie der Erektilen Dysfunktion

sche Untersuchung wird vorausgesetzt, daher wird dieser Punkt nicht mehr ge- sondert angeführt. Die Laborbefunde wie Lipidstatus, Blutzucker und Leber- funktion sowie allgemeine Untersuchun- gen wie RR und Puls werden am zweck- mäßigsten dem Bericht der jährlichen Vorsorgeuntersuchung (Gesunden- untersuchung) entnommen.

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DFP: Aktuelles zur Diagnostik und Therapie der Epilepsie

DFP: Aktuelles zur Diagnostik und Therapie der Epilepsie

Initiale Therapie fokaler Epilepsien im Erwachsenenalter Für die initiale Therapie von fokalen Epilepsien im Er- wachsenenalter sind mittlerweile (in alphabetischer Reihen- folge) Carbamazepin, Gabapentin, Lamotrigin, Levetirace- tam, Oxcarbazepin, Phenytoin, Topiramat und Valproinsäure zugelassen. In den Zulassungsstudien konnte kein signifikan- ter Unterschied in der antiepileptischen Wirksamkeit zwi- schen den neuen Antiepileptika und der jeweiligen Referenz- substanz (zumeist Carbamazepin) gefunden werden (mit Aus- nahme von Gabapentin, das weniger wirksam war). Hinsicht- lich der Nebenwirkungsrate waren die neuen Antiepileptika in den meisten Fällen besser verträglich als die Referenz- substanz. Die kombinierte Studien-Abbruchrate aufgrund von mangelnder Wirksamkeit und nicht-tolerierbaren Neben- wirkungen war also für die neuen Antiepileptika geringer, was einer höheren Effektivität entsprach (Effektivität = Wirk- samkeit und Verträglichkeit) [88]. In einer großen, offenen, randomisierten kontrollierten Studie wurden die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Carbamazepin, Gabapentin, Lamo- trigin, Oxcarbazepin und Topiramat in der Behandlung foka- ler Epilepsien verglichen. Ziel der Studie war es, das Vorge- hen in der klinischen Praxis möglichst realistisch nachzu- vollziehen. Für die eine primäre Zielvariable, die Zeit bis zum Behandlungsabbruch (= Effektivität), war Lamotrigin si- gnifikant besser als Carbamazepin, Gabapentin und To- piramat, im Vergleich zu Oxcarbazepin ergab sich ein nicht- signifikanter Vorteil. Bei der anderen primären Zielvariable – Zeit bis zu einer 12-monatigen Remission – war Carba- mazepin signifikant wirksamer als Gabapentin und zeigte ei- nen nicht-signifikanten Vorteil gegenüber Lamotrigin, Topi- ramat und Oxcarbazepin. Bei gleicher Effektivität war Topiramat wirksamer als Gabapentin, Gabapentin jedoch bes- ser verträglich als Topiramat. Als Einschränkungen dieser Studie müssen das offene Studiendesign, die zumindest teil- weise Verwendung von Carbamazepin in nicht-retardierter Form und der fehlende Vergleich mit Levetiracetam genannt werden [89]. Entsprechend den Leitlinien der Österreichi- schen und Deutschen Gesellschaften für Neurologie sollten deshalb aufgrund des günstigeren Nebenwirkungsprofils, der Pharmakokinetik mit geringem bis fehlendem Interaktions- potenzial und fehlender Enzyminduktion, der günstigen Be- einflussung von Komorbiditäten und des breiten Wirkungs- spektrums Lamotrigin und Levetiracetam für die initiale The- rapie von fokalen Epilepsien im Erwachsenenalter bevorzugt werden [9].
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