Member of the
www.kup.at/urologie
P . b . b . 0 2 Z 0 3 1 1 1 6 M , V e r l a g s p o s t a m t : 3 0 0 2 P u r k e r s d o r f , E r s c h e i n u n g s o r t : 3 0 0 3 G a b l i t z
Homepage:
www.kup.at/urologie
Online-Datenbank mit
Autoren- und Stichwortsuche
Indexed in Scopus
Nephrologie für Urologen
Hörl WH
Journal für Urologie und
Urogynäkologie 2011; 18 (Sonderheft
Eröffnungssymposium
des Malteser Robotik
Zentrums (MRZ)
Malteser Krankenhaus St. Josefshospital Klinik für Urologie und Kinderurologie
zum Programm bitte hier klicken
Datum 28. Januar 2017 Tagungsort Mercure Hotel
J UROL UROGYNÄKOL 2011; 18 (Sonderheft 3) 21
Nephrologie für Urologen
W. H. Hörl
Einleitung
Chronische Nierenerkrankungen sind häufig, werden oft zu spät diagnostiziert (da vielfach lange Zeit asymptoma-tisch), werden zu wenig effektiv behan-delt und führen daher früher zur Dia-lysebehandlung oder zur Nierentrans-plantation.
Vermutlich haben mehr als 500.000 Österreicher keine normale Nieren-funktion. Gründe sind die zunehmende Überalterung der Bevölkerung, der zu-nehmende Anteil von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (kardiorena-les Syndrom mit Vorwärts- und Rück-wärtsversagen) sowie der zunehmende Anteil der Typ-2-Diabetiker und der Pa-tienten mit ischämischer Nephropathie (durch Arterio- und Arteriolosklerose der Nierengefäße bzw. Nierenarterien-stenose).
Chronische Nierenerkrankungen bzw. Nierenfunktionsstörungen lassen sich in 5 Stadien unterteilen (Tab. 1).
Chronische
Nierenerkran-kungen bzw.
Nierenfunk-tionsstörungen
Patienten im Dialysestadium werden mit 5D angegeben, transplantierte Pati-enten mit 2T–5T.
Die Diagnosestellung renaler Erkran-kungen erfolgt aufgrund von
Routine-parametern (z. B. Kreatinin, Harnstoff, BUN, Harnsäure, Elektrolyte, CRP, Hä-moglobin und venöse Blutgasanalyse [metabolische Azidose?], Kreatinin-Clearance, MDRD-GFR), immunologi-schen Parametern (ANAs, ANCAs, Anti-basalmembranantikörper, Komplement-faktoren, Immunglobuline, Immunglo-bulinleichtketten), Harnparametern (Pro-teinurie, Albuminurie, Nachweis oder Ausschluss von dysmorphen Erythrozy-ten oder Zylindern, Natriumexkretion) sowie bildgebenden Verfahren und je nach Bedarf durch die Nierenbiopsie.
Progressionsfaktoren
renaler Erkrankungen
Progressionsfaktoren renaler Erkran-kungen sind u. a.:
– die Hyperfiltration und Hypertonie mit Zielblutdruckwerten um 130/80 mmHg unter antihypertensiver The-rapie,
– die Proteinurie/Albuminurie mit rena-len und extrarenarena-len Komplikationen,
Tabelle 1: Einteilung der chronischen Nierenerkrankungen bzw. Nierenfunk-tionsstörungen
Stadium Glomeruläre Filtrations-rate (ml/min/1,73 m²)
1 > 90
2 60–89
3 30–59
4 15–29
5 < 15
– Störungen des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels mit renalen und extra-renalen Verkalkungen,
– die metabolische Azidose mit Ziel-Bikarbonatwerten um 24 mmol/l un-ter oraler Bikarbonattherapie sowie – die Vermeidung potenziell
nephro-toxischer Substanzen einschließlich nicht-steroidaler Antirheumatika oder Röntgenkontrastmittel.
Therapiekonzepte
Neue Konzepte in der Therapie glomeru-lärer Erkrankungen, im Rahmen der immunsuppressiven Therapie (mit/ohne Nierentransplantation), des sekundären Hyperparathyreoidismus oder der rena-len Anämie, bei polyzystischer Nieren-degeneration und anderen hereditären Nierenerkrankungen sind für den Uro-logen und NephroUro-logen ebenso von Be-deutung wie neue Konzepte in der Pa-thogenese und Therapie von Harnwegs-infektionen.
Korrespondenzadresse:
o. Univ.-Prof. DDr. Walter H. Hörl, FRCP
Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse
Universitätsklinik für Innere Medizin III A-1090 Wien, Währinger Gürtel 18–20 E-Mail:
Haftungsausschluss
Die in unseren Webseiten publizierten Informationen richten sich
ausschließlich an
ge-prüfte und autorisierte medizinische Berufsgruppen
und entbinden nicht von der
ärzt-lichen Sorgfaltspfl icht sowie von einer ausführärzt-lichen Patientenaufklärung über
therapeuti-sche Optionen und deren Wirkungen bzw. Nebenwirkungen. Die entsprechenden Angaben
werden von den Autoren mit der größten Sorgfalt recherchiert und zusammengestellt. Die
angegebenen Dosierungen sind im Einzelfall anhand der Fachinformationen zu überprüfen.
Weder die Autoren, noch die tragenden Gesellschaften noch der Verlag übernehmen
irgend-welche Haftungsansprüche.
Bitte beachten Sie auch diese Seiten:
Impressum Disclaimers & Copyright Datenschutzerklärung
Besuchen Sie unsere Rubrik
聺
Medizintechnik-Produkte
C200 und C60 CO2-Inkubatoren Labotect GmbH
CTE2200-Einfriersystem MTG Medical Technology Vertriebs-GmbH
OCTAX Ferti Proof-Konzept MTG Medical Technology Vertriebs-GmbH
Hot Plate 062 und Hot Plate A3 Labotect GmbH